Geschäftsbericht 2025/2026
International
Auch 2025 standen die Exporteure am Niederrhein unter erheblichem Druck. EU-Sanktionen gegen Russland und Belarus wirkten weiter. Neue Berichtspflichten kamen hinzu. Die Übergangsphase des CO2-Grenzausgleichssystems (Carbon Border Adjustment Mechanism, CBAM) lief aus. Auch rund um die Entwaldungfreie-Produkte-Verordnung (EUDR) blieb die Lage unsicher. Besonders kleine und mittlere Unternehmen spürten die Belastung deutlich.
Gleichzeitig zeigte sich der Außenhandel stabil. Viele Betriebe digitalisierten ihre Abläufe und erschlossen neue Märkte. Die Zahlen belegen diesen Weg: 94 Prozent der Carnet-Anträge liefen 2025 digital. Die Zahl der elektronischen Ursprungszeugnisse stieg auf 16.246. Digitalisierung stärkt damit auch in schwierigen Zeiten die Wettbewerbsfähigkeit der Region.
Enge Wirtschaftsbeziehungen mit den Niederlanden
Die Niederlande bleiben wichtigster Handelspartner Nordrhein-Westfalens, besonders am Niederrhein. Viele ausländische Unternehmen in der Region stammen von dort, im Kreis Kleve liegt ihr Anteil bei rund 80 Prozent. Beim Sommerempfang der Deutsch-Niederländischen Handelskammer griff der Ausschuss International diese enge Verbindung auf. Wir diskutierten aktuelle Entwicklungen sowie neue Chancen der Zusammenarbeit.
IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger, IHK-Präsident Werner Schaurte-Küppers im Austausch mit dem deutschen Botschafter der Niederlande, Dr. Nikolaus Meyer-Landrut (v.l.).
Auch der Besuch des deutschen Botschafters in den Niederlanden, Dr. Nikolaus Meyer-Landrut, knüpfte daran an. Im Austausch zu Wasserstoff, Lieferketten und Infrastruktur wurde deutlich: Die wirtschaftliche Verzahnung bleibt ein zentraler Erfolgsfaktor.
Deutsch-Türkisches Unternehmernetzwerk gestartet
Gemeinsam mit dem Türkisch-Deutschen Unternehmer- und Akademikerverein (TIAD) begrüßten wir rund 50 Unternehmer in der IHK. Im Mittelpunkt standen der persönliche Austausch und erste Schritte für neue Partnerschaften und Projekte. TIAD stärkt die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Türkei und unterstützt Ausbildungs- und Arbeitsplätze in seinen Mitgliedsunternehmen. Daraus ergeben sich klare Ansätze für eine vertiefte Zusammenarbeit.
Transatlantischer Austausch
Unser Präsident Werner Schaurte-Küppers empfing die neue US-Generalkonsulin Preeti Shah im Sommer zu ihrem Antrittsbesuch. Im Fokus standen die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen: Von Industrie und Chemie über Logistik bis zu Digitalisierung und Wasserstoff. Beide Seiten vereinbarten, den Austausch weiter auszubauen.
IHK-Präsident Werner Schaurte-Küppers und US-Generalkonsulin Preeti Shah.
IHK-Präsident Werner Schaurte-Küppers und US-Generalkonsulin Preeti Shah.
“NRW ist mit seinen 1.800 US-Unternehmen und vielen lokalen Firmen, die in den USA investieren, ein wichtiger Partner für unser Konsulat. Es gibt viele Bereiche, in denen wir zusammenarbeiten können, um gemeinsam den Wohlstand zu steigern.”Preeti Shah, Generalkonsulin im US-Generalkonsulat Düsseldorf
Digitale Verfahren
Seit September 2025 stellen wir Ursprungszeugnisse vollständig digital bereit. Ein Andruck ist nicht mehr nötig. Die Dokumente liegen als PDF mit qualifizierter digitaler Signatur vor. Moderne Sicherheitsmerkmale schützen die Daten.
Unternehmen leiten die Dokumente direkt online weiter. An Kunden. An Behörden. An Logistikpartner. Schnell. Sicher. Papierlos.
