Monocab - Von der preiswürdigen Idee zum Demonstrator

2018 gewann der Landeseisenbahn Lippe e.V. den Deutschen Mobilitätspreis, eine der wichtigsten Auszeichnungen im Bereich Digitales und Mobilität, die jährlich vom Bundesverkehrsministerium verliehen wird. Beim RegioStars Award 2025 in Brüssel hat das Mobilitätsprojekt MONOCAB die europäische Jury überzeugt. Aus der preiswürdigen Idee ist inzwischen MONOCAB OWL geworden, ein Verbund vieler Partner, der dabei ist, Fahrzeuge zu entwickeln und in den Test-Regelbetrieb zu bringen.
Inzwischen fährt das MONOCAB als “Tech-Demonstrator” auch unter freiem Himmel.
Was verbirgt sich hinter MONOCAB?
Auf der historischen, eingleisigen Schienenstrecke zwischen Lemgo und Extertal sollen wie bei einem Paternoster Cabs (engl. für Taxi) von einer Station zur nächsten fahren. Da die Fahrzeuge jeweils auf einer einzelnen Schiene des Gleises balancieren, sind Begegnungsverkehre ohne Probleme möglich. Bewegungsgrundlage ist die Kreiselkraft. Diese wird bereits heute bei zahlreichen Geräten genutzt, etwa beim Kreiselkompass oder dem Segway.
Das Cab kann per App wie ein Taxi gebucht werden. Es reagiert individuell. Für den Benutzer wird es innerhalb der Bewegungskette autonom gesteuert und zugleich über Streckensensoren und Bewegungsdaten mastergesteuert. Die Cabs sind 24 Stunden an 365 Tagen einsetzbar. Je nach Bedarf kann die Anzahl der Fahrzeuge auf der Strecke variiert werden.