Sonderansprache der EU-Kommissionspräsidentin auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos: Einführung eines 28. Regime zur Steigerung des Wachstums- und des Gewinnpotenzials von Unternehmen im EU-Binnenmarkt
In ihrer Rede in Davos am 20.01.2026 hat die EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen dazu aufgerufen, die Stärken des EU-Binnenmarktes zu mobilisieren, damit Europa sein volles Potential entfalten könne. Dazu brauche es ein förderliches und berechenbares Regelwerk.
Die Wirtschaft benötige aus Sicht der EU-Kommissionspräsidentin Bewegungsfreiheit. Aber viele Unternehmen müssten sich mit neuen Vorschriften auseinandersetzen, wenn sie in einen anderen EU-Mitgliedstaat expandieren wollten. Dies könne aus Sicht der EU-Kommissionspräsidentin wie „ein Bremsklotz für das Wachstums- und Gewinnpotenzial von Unternehmen“ wirken. Um Unternehmen den Verbleib und das Wachsen im EU-Binnenmarkt zu erleichtern, bräuchte es einen neuen Ansatz und die EU-Kommission wolle ein 28. Regime auf den Weg bringen.
Nach Angaben der EU-Kommissionspräsidentin gehe es darum, „eine neue, wahrhaft europäische Unternehmensstruktur zu schaffen“, mit dem Namen „EU Inc“.
Umfassen solle sie ein „einziges und einfaches Regelwerk“, das in der gesamten Europäischen Union gelte. Unternehmer sollten innerhalb von 48 Stunden ein Unternehmen vollständig online anmelden können. Auch sollten sie in der Union dieselbe Regelung für Kapital haben. Benötigt werde ein System, „in dem Unternehmen nahtlos in ganz Europa Geschäfte machen und Finanzmittel beschaffen können“. So könnte auch die Attraktivität für Investitionen aus aller Welt gesteigert werden.
Aktuell wird ein Legislativvorschlag der EU-Kommission für ein sog. 28. Regime für Unternehmen am 18.03.2026 erwartet.
