BAuA: Bericht "Arbeitswelt im Wandel 2026" erschienen

Mit dem Bericht "Arbeitswelt im Wandel" fasst die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) jedes Jahr die Trends der Arbeitswelt zusammen. Basierend auf dem Bericht "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit" informiert die Broschüre mit anschaulichen Grafiken zu Themen wie Erwerbstätigkeit, Berufskrankheiten, Arbeitsbedingungen oder dem demografischen Wandel. Für Praktiker des Arbeitsschutzes werden damit Fakten und Entwicklungen kurz und knapp nachgezeichnet. Das diesjährige Schwerpunktthema befasst sich mit "Handlungsspielräumen am Arbeitsplatz".
Ein großer Teil der Beschäftigten verfügt über einen hohen Handlungsspielraum: So geben 68 Prozent an, ihre Arbeit häufig selbst planen und einteilen zu können. 69 Prozent berichten, dass sie häufig selbst entscheiden können, wann sie eine Pause machen. Deutlich seltener ist jedoch der Einfluss auf die Arbeitsmenge. Nur 33 Prozent der Beschäftigten geben an, darauf häufig Einfluss zu haben. Auch bei der Arbeitszufriedenheit zeigen sich Unterschiede. Beschäftigte mit hohem Einfluss auf die Arbeitsmenge sind zufriedener mit ihrer Arbeit (44 Prozent) als Beschäftigte mit einem geringen Handlungsspielraum (30 Prozent). Ähnliche Zusammenhänge zeigen sich auch bei anderen Formen von Gestaltungsmöglichkeiten, etwa beim Planen und Einteilen der eigenen Arbeit.
Mit Blick auf die Arbeit an Samstagen, Sonntagen, Feiertagen, in Abend- und Schichtarbeit zeigen die Auswertungen, dass Frauen nach wie vor öfter am Wochenende und Männer mehr in Abend- und Schichtarbeit tätig sind. Die Zufriedenheit mit der Work-Life-Balance ist größer je höher der Einfluss auf die Arbeitszeit ist. Beschäftigte mit wenig Einfluss geben nur zu 68 bis 76 Prozent an, mit der Work-Life-Balance zufrieden zu sein. Bei Personen mit hohem Einfluss sind es 85 bis 88 Prozent.
(Quelle BAuA)