Jahresbericht 2025
Verarbeitendes Gewerbe an Lahn und Dill
Bekanntgabe der aktuellen Zahlen des Verarbeitenden Gewerbes im IHK-Bezirk Lahn-Dill
Dillenburg, 8. April 2026 – Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lahn-Dill gibt die aktuellen Zahlen des Verarbeitenden Gewerbes im IHK-Bezirk Lahn-Dill bekannt.
„Die aktuellen Umsatzzahlen zeigen insgesamt einen Rückgang – der leichte Anstieg im Export kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir uns ernsthaft um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie sorgen müssen“,
erklärt Alexander Cunz, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Lahn-Dill.
Die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes mit mindestens 50 Beschäftigten im Bezirk der IHK Lahn-Dill erzielten im Jahr 2025 einen Gesamtumsatz von 8,6 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem leichten Rückgang von 0,6 Prozent. Damit entwickelte sich die Region etwas besser als der Bundesdurchschnitt (Deutschland: -1,1 Prozent), konnte das Niveau des hessischen Vergleichswerts jedoch nicht erreichen (Hessen: +1,2 Prozent).
Im Jahresdurchschnitt waren im Verarbeitenden Gewerbe des IHK-Bezirks Lahn-Dill rund 32.000 Menschen beschäftigt. Dies entspricht einem Rückgang von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hier zeigt sich die Region widerstandsfähiger als die Vergleichsräume (Hessen: -2,8 Prozent, Deutschland: -2,0 Prozent).
Der durchschnittliche Jahresumsatz im Zeitraum von 2008 bis 2025 liegt bei 7,8 Milliarden Euro und wird damit auch im Jahr 2025 noch übertroffen.
Der Inlandsumsatz belief sich 2025 auf 4,6 Milliarden Euro und lag damit 3,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Demgegenüber entwickelte sich das Auslandsgeschäft positiv: Der Auslandsumsatz stieg um 2,6 Prozent auf 4,0 Milliarden Euro. Damit lag die Region leicht unter dem hessischen Zuwachs (Hessen: +3,0 Prozent), schnitt jedoch deutlich besser ab als der Bundesdurchschnitt (Deutschland: - 0,3 Prozent).
Die Exportquote lag damit im Jahr 2025 bei 47%.
„Der Rückgang im Inlandsgeschäft und bei der Beschäftigung ist ein deutliches Warnsignal“, schätzt Cunz ein, „Für Investitionen und Innovationen sind passende Rahmenbedingungen notwendig. Es braucht jetzt entschlossene wirtschaftspolitische Reformen – weniger Bürokratie, verlässliche Kostenstrukturen und klare Impulse für Wachstum.“
Zum Verarbeitenden Gewerbe zählen Betriebe, die Rohstoffe oder Halbfertigerzeugnisse zu neuen Produkten weiterverarbeiten. Also unter anderem Unternehmen aus dem Bereich Maschinenbau oder der Automobilzulieferindustrie. Alle genannten Zahlen beziehen sich auf Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes, einschließlich Bergbau sowie der Gewinnung von Steinen und Erden, mit in der Regel mindestens 50 Beschäftigten.
„Mit Erhebungen wie dieser unterstützt die IHK Lahn-Dill Unternehmen, Politik sowie Öffentlichkeit mit einem transparenten Überblick über die aktuelle Lage“, sagt Alexander Cunz. „Die regelmäßige Erhebung und Analyse ermöglicht es der IHK Lahn-Dill, strukturelle Veränderungen frühzeitig zu erkennen, Trends zu bewerten und Handlungsempfehlungen abzuleiten.“