Wirtschaft und Handel

Innenstädte als Wirtschaftsstandorte stärken

Der Strukturwandel im Handel, zunehmende Leerstände und verändertes Konsumverhalten gefährden die Vitalität der Innenstädte. Betroffen sind Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und Stadtgesellschaft. Innenstädte sind mehr als Einkaufsorte – sie sind soziale Räume, Identitätsanker und wirtschaftliche Zentren.

SITUATION

Innenstädte und Ortszentren stehen unter erheblichem Druck. Durch verändertes Konsumverhalten und wachsenden Online-Handel gehen Frequenzen zurück, Leerstände nehmen zu. Gleichzeitig fehlen vielfach tragfähige und innovative Konzepte, um Innenstädte als attraktive Wirtschafts-, Begegnungs- und Aufenthaltsräume zu erhalten. Gastronomie, Dienstleistungen und Kultur spielen eine zentrale Rolle, benötigen jedoch neue Impulse durch zusätzliche Angebote und Veranstaltungen. Fehlende Investitionen sowie bürokratische Hürden bremsen neue Ansätze aus.

AUFGABEN

Die IHK Lahn-Dill setzt sich für lebendige und wirtschaftlich attraktive Innenstädte ein. Ziel ist es, die Innenstadt als multifunktionalen Wirtschaftsraum zu erhalten, Leerstände zu reduzieren und Unternehmen bei der Ansiedlung und Entwicklung zu unterstützen.

MASSNAHMEN

  • Flexible Nutzungsmodelle fördern: Erleichterung von Mischkonzepten aus Handel, Gastronomie, Dienstleistungen und Wohnen.
  • Kommunale Förderprogramme gezielt einsetzen: Unterstützung für innerstädtische Gründer, Kulturangebote und innovative Einzelhandelskonzepte.
  • Digitale Sichtbarkeit des lokalen Handels verbessern: Förderung von Online-Marktplätzen und digitalen Einkaufsmöglichkeiten für lokale Unternehmen.
  • Verkehrskonzepte optimieren: Verkehrs- und Parkraumstrategie verbessern, um die Erreichbarkeit der Innenstädte zu steigern.
  • Zwischennutzung von Leerständen ermöglichen: Unkomplizierte Genehmigungsverfahren für temporäre Geschäfte, Pop-up-Stores und Veranstaltungen.

ERGEBNISSE

Durch eine gezielte Belebung der Innenstädte entsteht eine attraktive Mischung aus Handel, Gastronomie, Dienstleistungen und kulturellen Angeboten. Unternehmen profitieren von einer besseren Kundenfrequenz, und die Innenstädte bleiben wirtschaftliche und soziale Zentren der Region.
Die Wirtschaft fragt
Welche politischen Maßnahmen können Städte und Kommunen ergreifen, um Leerstände in Innenstädten zu reduzieren und neue Nutzungen wirtschaftlich tragfähig zu machen?
Klare Perspektiven, Planbarkeit und ein Signal an alle, die in unserer Region investieren wollen: Flächen müssen neu gedacht werden. Neue Konzepte müssen positiv begleitet und Nutzungsmischungen zugelassen werden. Nur so bleiben unsere Innenstädte und Ortszentren lebendig und Orte der Begegnung.
Claudia Wagner