"Wir liefern Lösungen - nicht nur Produkte"
Bonsels Bürotechnik in Dillenburg verbindet Tradition mit Innovationskraft – und gestaltet moderne Arbeitswelten mit Herz und Verstand. Neben Technologie, Einrichtungslösungen und Arbeitsmaterialien werden auch Schulranzen, Feinkost und vor allem Dienstleistungen rund um das Arbeiten angeboten – und gerade die letztgenannten zielen nicht nur auf Tätigkeiten im Büro: Denn hinter der Fassade des Büroriesen in der Stadionstraße in Dillenburg zeigt sich Bonsels als echter New-Work-Visionär. Auf mehreren Etagen präsentiert das Unternehmen ein breites Spektrum an Produkten und Services, die Arbeitsplätze funktional, inspirierend und technisch reibungslos gestalten.
Mit rund 35.000 Artikeln sorgt das Team um Geschäftsführer Michael Ruhnau für durchdachte Arbeitsumgebungen. Als Teil der König Gruppe profitiert Bonsels vom Know-how von 17 Unternehmen an 22 Standorten mit insgesamt rund 400 Mitarbeitenden. Michael Ruhnau führt das Geschäft mit Innovationsgeist und einem Gespür für die Arbeitswelt von morgen.
Er ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Bonsels Bürotechnik GmbH sowie Vorstandsvorsitzender des Handelsverbandes Wohnen und Büro (HWB), der Dachorganisation der Handelsverbände Möbel und Küchen (BVDM), Büro und Schreibkultur (HBS) sowie Koch- und Tischkultur (GPK).
Herr Ruhnau, Sie haben eine beeindruckende Bandbreite an Sortimenten und Dienstleistungen, von hochwertigen Schreibgeräten über Videokonferenzsysteme, 3D-Drucke, Schulranzen und Rücksäcke bis hin zu Gastro-Bots, die Geschirr transportieren. Wie gelingt es Ihnen, dieses Angebot bereitzuhalten und was macht Ihr Unternehmen aus?
Michael Ruhnau:
Was Sie im Ladengeschäft sehen, sind gerade einmal zehn Prozent unseres Angebots. Unser Erfolg basiert auf einem starken Team, einem spezialisierten Netzwerk und klar strukturierten Prozessen. Wir setzen auf Qualität und bieten herstellerunabhängige Komplettlösungen oder ergänzen bestehende Systeme gezielt. Unser Unternehmen bietet umfassende Dienstleistungen im B2B- und B2C-Bereich und setzt konsequent auf Originalmaterialien. Softwarelösungen und individuelle Beratung sind zentrale Themen, etwa bei Betriebssystemwechseln oder Dokumentenmanagement. Sicherheit hat Priorität: Drucker und Kopierer sind potenzielle Einfallstore für Cyberangriffe, daher sorgen wir für optimale Absicherung.
Im Bereich Büromaterial liegt der Fokus auf Prozessoptimierung statt auf Einzelartikeln – unsere Mitarbeitenden sind zertifizierte Prozesskostenmanager. Digitale Abläufe minimieren Reklamationen und Lieferverzögerungen. Mit über 35.000 Artikeln reagieren wir flexibel auf neue Anforderungen, etwa durch die Integration von Catering- und Hygieneprodukten. Ziel ist ein effizienter, transparenter und kostensparender Beschaffungsprozess. Einzelbeschaffungen und kurze Lieferintervalle verursachen vermeidbare Kosten auf Seiten der Beschaffung.
Darüber hinaus bieten wir ein breites Sortiment an hochwertigen Produkten – von Schreibwaren über Schulranzen bis hin zu Videokonferenzsystemen und 3D-Drucklösungen. Erste Gastro-Bots, die autonom Geschirr transportieren, zeigen, wie wir innovative Technologien praxisnah beispielsweise in Pflegeeinrichtungen einsetzen. Im Softwarebereich beraten wir zu Betriebssystemmigrationen, Sicherheitskonzepten und digitaler Archivierung. Unsere Lösungen sind modular und skalierbar – ob für kleine Büros oder große Verwaltungsstrukturen. Auch die Integration von Dokumentenmanagementsystemen inklusive technischer Zeichnungsarchivierung gehört zu unserem Portfolio. Unsere Kunden profitieren von Expertenwissen – von der Bestellung bis zur Auslieferung und Installation.
Im Einzelhandel setzen wir auf Beratung mit Herzblut – etwa bei der Füller-Erstberatung in Schulen oder bei Schulranzen-Partys mit Aktionen für die ganze Familie. Unser Sortiment wird kontinuierlich weiterentwickelt: Neben klassischen Schreibwaren finden sich nachhaltige Alternativen für den Einsatz in Schule und Büro. Geschenkartikel, Kunstgewerbe und auch Feinkostartikel ergänzen das Angebot an Grußkarten und „Mitbringseln“. Unsere Mitarbeitenden gestalten das Angebot aktiv mit und verleihen dem Unternehmen ein modernes, kundenorientiertes Profil.
Was Sie im Ladengeschäft sehen, sind gerade einmal zehn Prozent unseres Angebots. Unser Erfolg basiert auf einem starken Team, einem spezialisierten Netzwerk und klar strukturierten Prozessen. Wir setzen auf Qualität und bieten herstellerunabhängige Komplettlösungen oder ergänzen bestehende Systeme gezielt. Unser Unternehmen bietet umfassende Dienstleistungen im B2B- und B2C-Bereich und setzt konsequent auf Originalmaterialien. Softwarelösungen und individuelle Beratung sind zentrale Themen, etwa bei Betriebssystemwechseln oder Dokumentenmanagement. Sicherheit hat Priorität: Drucker und Kopierer sind potenzielle Einfallstore für Cyberangriffe, daher sorgen wir für optimale Absicherung.
Im Bereich Büromaterial liegt der Fokus auf Prozessoptimierung statt auf Einzelartikeln – unsere Mitarbeitenden sind zertifizierte Prozesskostenmanager. Digitale Abläufe minimieren Reklamationen und Lieferverzögerungen. Mit über 35.000 Artikeln reagieren wir flexibel auf neue Anforderungen, etwa durch die Integration von Catering- und Hygieneprodukten. Ziel ist ein effizienter, transparenter und kostensparender Beschaffungsprozess. Einzelbeschaffungen und kurze Lieferintervalle verursachen vermeidbare Kosten auf Seiten der Beschaffung.
Darüber hinaus bieten wir ein breites Sortiment an hochwertigen Produkten – von Schreibwaren über Schulranzen bis hin zu Videokonferenzsystemen und 3D-Drucklösungen. Erste Gastro-Bots, die autonom Geschirr transportieren, zeigen, wie wir innovative Technologien praxisnah beispielsweise in Pflegeeinrichtungen einsetzen. Im Softwarebereich beraten wir zu Betriebssystemmigrationen, Sicherheitskonzepten und digitaler Archivierung. Unsere Lösungen sind modular und skalierbar – ob für kleine Büros oder große Verwaltungsstrukturen. Auch die Integration von Dokumentenmanagementsystemen inklusive technischer Zeichnungsarchivierung gehört zu unserem Portfolio. Unsere Kunden profitieren von Expertenwissen – von der Bestellung bis zur Auslieferung und Installation.
Im Einzelhandel setzen wir auf Beratung mit Herzblut – etwa bei der Füller-Erstberatung in Schulen oder bei Schulranzen-Partys mit Aktionen für die ganze Familie. Unser Sortiment wird kontinuierlich weiterentwickelt: Neben klassischen Schreibwaren finden sich nachhaltige Alternativen für den Einsatz in Schule und Büro. Geschenkartikel, Kunstgewerbe und auch Feinkostartikel ergänzen das Angebot an Grußkarten und „Mitbringseln“. Unsere Mitarbeitenden gestalten das Angebot aktiv mit und verleihen dem Unternehmen ein modernes, kundenorientiertes Profil.
Frau Bedenbender, Sie leiten bei Bonsels den Bereich Schulranzen und Rucksäcke. Gerade Schulranzenkäufe sind emotional – sie markieren einen neuen Lebensabschnitt für Kinder. Was bedeutet das für Ihre Beratung? Und wie gelingt es, Eltern und Kinder gleichermaßen abzuholen?Was dürfen wir uns unter den sogenannten Ranzen-Partys vorstellen? Wie läuft eine solche Veranstaltung ab – und wie wird sie angenommen?
Julia Bedenbender:
Der Schulranzenkauf ist für Kinder ein emotionaler Moment – der Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Das spiegelt sich in unserer Beratung wider: Wir nehmen uns Zeit, gehen individuell auf Kinder und Eltern ein. Die Kinder lassen sich von Farben, Motiven und Zubehör begeistern – ob Einhorn, Dino oder die Buntstifte im Federmäppchen. Unser Ziel ist, dass sie mit leuchtenden Augen und Stolz ihren Ranzen nach Hause tragen. Eltern interessieren sich eher für Sicherheit, Ergonomie und Preis-Leistung. Besonders wichtig ist mir die Rückengesundheit – ein gutsitzender Ranzen kann früh Haltungsschäden vorbeugen.
Unsere Ranzen-Partys sind ein echtes Familienevent. Ein ganzer Tag dreht sich um Schulranzen – mit Gewinnspiel, Fotobox, Maskottchen und Aktionen. Kinder erleben ein kleines Abenteuer, Eltern können entspannt Modelle vergleichen. Dazu gibt’s Neuheiten, Schnäppchen und viele strahlende Gesichter.
Auch bei der Füller-Erstberatung nehmen wir uns Zeit: Wir prüfen Handhaltung, beraten zu passenden Modellen für Links- und Rechtshänder – hier vor Ort und direkt in den Schulen, in enger Abstimmung mit den Lehrkräften. Die Schulen kommen auf uns zu, wir stimmen uns ab und führen die Beratung direkt in den Klassen durch – mit Herzblut und Fachwissen.
Der Schulranzenkauf ist für Kinder ein emotionaler Moment – der Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Das spiegelt sich in unserer Beratung wider: Wir nehmen uns Zeit, gehen individuell auf Kinder und Eltern ein. Die Kinder lassen sich von Farben, Motiven und Zubehör begeistern – ob Einhorn, Dino oder die Buntstifte im Federmäppchen. Unser Ziel ist, dass sie mit leuchtenden Augen und Stolz ihren Ranzen nach Hause tragen. Eltern interessieren sich eher für Sicherheit, Ergonomie und Preis-Leistung. Besonders wichtig ist mir die Rückengesundheit – ein gutsitzender Ranzen kann früh Haltungsschäden vorbeugen.
Unsere Ranzen-Partys sind ein echtes Familienevent. Ein ganzer Tag dreht sich um Schulranzen – mit Gewinnspiel, Fotobox, Maskottchen und Aktionen. Kinder erleben ein kleines Abenteuer, Eltern können entspannt Modelle vergleichen. Dazu gibt’s Neuheiten, Schnäppchen und viele strahlende Gesichter.
Auch bei der Füller-Erstberatung nehmen wir uns Zeit: Wir prüfen Handhaltung, beraten zu passenden Modellen für Links- und Rechtshänder – hier vor Ort und direkt in den Schulen, in enger Abstimmung mit den Lehrkräften. Die Schulen kommen auf uns zu, wir stimmen uns ab und führen die Beratung direkt in den Klassen durch – mit Herzblut und Fachwissen.
New Work ist längst mehr als ein Schlagwort. Es geht um individuelle Arbeitsbedingungen, kreative Freiräume und teamübergreifendes Arbeiten.
Wie hat sich das Büro-Arbeiten in den letzten zehn Jahren konkret verändert? Welche Bürosysteme haben sich durchgesetzt – und was ist aktuell besonders gefragt?
Wie hat sich das Büro-Arbeiten in den letzten zehn Jahren konkret verändert? Welche Bürosysteme haben sich durchgesetzt – und was ist aktuell besonders gefragt?
Michael Ruhnau:
Die Büroarbeit hat sich stark gewandelt: Der Mensch steht im Mittelpunkt – nicht Raum oder Technik. Unsere Planung beginnt mit grober Zonierung und führt über zertifizierte Ergonomie-Spezialisten zu individuellen Lösungen. In Workshops mit Unternehmen und Mitarbeitenden entstehen Konzepte, die Top-down- und Bottom-up-Perspektiven vereinen. Das Ergebnis: nachhaltige Zufriedenheit und gesteigerte Produktivität. Neue Möbel motivieren nur kurzfristig – individuell erarbeitete Lösungen wirken dauerhaft.
Unsere Beratungsleistung umfasst nicht nur die Büroplanung, sondern auch die Moderation und wenn nötig die Mediation zwischen Management und Mitarbeitenden. Durch strukturierte Workshops entstehen Arbeitsumgebungen, die sowohl funktional als auch motivierend sind.
Als Multispezialisten erkennen wir frühzeitig Themen und überführen sie in Spezialisten-Gespräche. Wir begleiten Unternehmen von der ersten Idee bis zur Umsetzung – inklusive technischer Ausstattung, Möblierung und Raumkonzepten.
Gefragt sind heute Collaboration Areas für informelle Meetings, Work Lounges für spontane Begegnungen und Rückzugsorte für vertrauliche Gespräche.
Die Büroarbeit hat sich stark gewandelt: Der Mensch steht im Mittelpunkt – nicht Raum oder Technik. Unsere Planung beginnt mit grober Zonierung und führt über zertifizierte Ergonomie-Spezialisten zu individuellen Lösungen. In Workshops mit Unternehmen und Mitarbeitenden entstehen Konzepte, die Top-down- und Bottom-up-Perspektiven vereinen. Das Ergebnis: nachhaltige Zufriedenheit und gesteigerte Produktivität. Neue Möbel motivieren nur kurzfristig – individuell erarbeitete Lösungen wirken dauerhaft.
Unsere Beratungsleistung umfasst nicht nur die Büroplanung, sondern auch die Moderation und wenn nötig die Mediation zwischen Management und Mitarbeitenden. Durch strukturierte Workshops entstehen Arbeitsumgebungen, die sowohl funktional als auch motivierend sind.
Als Multispezialisten erkennen wir frühzeitig Themen und überführen sie in Spezialisten-Gespräche. Wir begleiten Unternehmen von der ersten Idee bis zur Umsetzung – inklusive technischer Ausstattung, Möblierung und Raumkonzepten.
Gefragt sind heute Collaboration Areas für informelle Meetings, Work Lounges für spontane Begegnungen und Rückzugsorte für vertrauliche Gespräche.
Ihr Unternehmen ist seit den 1970er Jahren in der Stadionstraße ansässig – und liegt direkt am Fachmarktzentrum, das 2019 eröffnet wurde. Haben sich dadurch die Kundenfrequenz oder Ihr Geschäftsmodell verändert? Wie zufrieden sind Sie mit dem Standort? Und was wünschen Sie sich für Dillenburg?
Michael Ruhnau:
Unser Standort in der Stadionstraße besteht seit den 1970er Jahren. Wir haben ein breites Sortiment und viele Parkplätze direkt vor der Tür, das bringt Vorteile. Dennoch gibt es Herausforderungen: Die Attraktivität des Dillenburger Einzelhandels ist begrenzt. Gastronomie und Handel hängen zusammen – wenn eines schwächelt, leidet das andere mit. Wir liegen zwischen einem Nahkaufzentrum, das völlig andere Käufergruppen anspricht und einer wenig einladenden Fußgängerzone.
Ich wünsche mir mehr hochwertige Veranstaltungen in Dillenburg – wie z. B. den Oldtimertag in Bad Nauheim und Limburg oder ein Frühlingsfest. Die Stadt braucht mehr Leben und das Gefühl, dass sich etwas bewegt.
Was mir Sorgen macht: Die Politik hat den Einzelhandel nicht ausreichend auf dem Schirm. Wenn in Deutschland 3.500 bis 4.000 Einzelhandelsstandorte in diesem Jahr schließen (HDE 03/2025) und zehntausende Beschäftigte davon betroffen sind – oft in prekären Jobs – muss das Thema mehr Gehör finden. Wer redet darüber?
Unser Standort in der Stadionstraße besteht seit den 1970er Jahren. Wir haben ein breites Sortiment und viele Parkplätze direkt vor der Tür, das bringt Vorteile. Dennoch gibt es Herausforderungen: Die Attraktivität des Dillenburger Einzelhandels ist begrenzt. Gastronomie und Handel hängen zusammen – wenn eines schwächelt, leidet das andere mit. Wir liegen zwischen einem Nahkaufzentrum, das völlig andere Käufergruppen anspricht und einer wenig einladenden Fußgängerzone.
Ich wünsche mir mehr hochwertige Veranstaltungen in Dillenburg – wie z. B. den Oldtimertag in Bad Nauheim und Limburg oder ein Frühlingsfest. Die Stadt braucht mehr Leben und das Gefühl, dass sich etwas bewegt.
Was mir Sorgen macht: Die Politik hat den Einzelhandel nicht ausreichend auf dem Schirm. Wenn in Deutschland 3.500 bis 4.000 Einzelhandelsstandorte in diesem Jahr schließen (HDE 03/2025) und zehntausende Beschäftigte davon betroffen sind – oft in prekären Jobs – muss das Thema mehr Gehör finden. Wer redet darüber?
Das Interview führte Claudia Wagner.
Michael Ruhnau und Julia Bedenbender im Bereich Schulranzen und Rucksäcke bei Bonsels Bürotechnik.
LahnDill Wirtschaft November/Dezember 2025
Kontakt
Ass. jur. Claudia Wagner