Nachhaltigkeit
PPWR - Liveticker
Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) bringt zahlreiche neue Anforderungen für Unternehmen mit sich. In unserem PPWR-Liveticker informieren wir Sie fortlaufend über aktuelle Entwicklungen, wichtige Fristen, neue Vorgaben und praxisrelevante Hinweise zur Umsetzung.
Seit dem 12. August 2026 findet die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) Anwendung. Einige Vorgaben gelten bereits unmittelbar, etwa die Anforderungen an Stoffe in Verpackungen nach Artikel 5. Viele weitere Pflichten finden in den kommenden Jahren Anwendung, darunter die Kennzeichnung von Verpackungen mittels Piktogrammen, Vorgaben zur Recyclingfähigkeit sowie Mindestrezyklatanteile in Kunststoffverpackungen.
Wichtig: Zahlreiche Regelungen hängen von sogenannten sekundären Rechtsakten der Europäischen Kommission ab. So müssen Verpackungen beispielsweise ab 2030 grundsätzlich zu mindestens 70 % recyclingfähig sein. Die Kriterien zur Bewertung dieser Recyclingfähigkeit sollen bis zum 1. Januar 2028 festgelegt werden. Verzögert sich dieser Rechtsakt, verschiebt sich auch der Anwendungszeitpunkt 2030. Ähnlich verhält es sich bei der Kennzeichnung von Verpackungen mit Piktogrammen: Der erforderliche Rechtsakt wurde zum 12.08.2026 angekündigt. Bislang aber noch nicht veröffentlicht, sodass die Kennzeichnung gemäß Artikel 12 (Piktogramme) nicht ab dem 12. August 2028 verpflichtend wird.
Wir bieten zudem im Rahmen der Umwelt- und Energieberatungsstelle Mittelhessen ein PPWR-Update via E-Mail an. Über das PPWR-Update werden Sie über wichtige Aktualisierungen und Veröffentlichungen rund um die PPWR informiert. Die IHK-Umwelt- und Energieberatungsstelle Mittelhessen ist ein gemeinsames Angebot der IHK Fulda, IHK Gießen-Friedberg IHK Lahn Dill sowie IHK Limburg.
Wenn Sie daran Interesse haben, melden Sie sich bitte bei Kristin Bartsch: +49 2771 842-1550, bartsch@lahndill.ihk.de.
- 16.10.2026: Update zum EU-Umwelt-Omnibus zur EPR-Bevollmächtigtenpflicht
Die EU-Kommission möchte die Pflicht zur Benennung eines bevollmächtigten Vertreters (BV) für die erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) vorübergehend aussetzen. Hierfür wurde Ende 2025 ein Entwurf im Rahmen des EU-Umwelt-Omnibus vorgelegt. Betroffen wären Unternehmen mit Sitz in der EU, die Produkte in anderen Mitgliedstaaten in Verkehr bringen, ohne dort niedergelassen zu sein. Ziel ist der Abbau von Bürokratie und Kosten für grenzüberschreitend tätige Unternehmen. Die Verpflichtungen für Unternehmen aus Drittstaaten sollen dagegen bestehen bleibenDer Umweltausschuss des Europäischen Parlaments (ENVI) unterstützt die geplante Aussetzung grundsätzlich, möchte sie aber auf Kleinst- und Kleinunternehmen beschränken.Der Umweltausschuss (ENVI) ist ein Fachausschuss des Europäischen Parlaments. Er bereitet die Position des Parlaments vor und spricht Empfehlungen aus. Seine Beschlüsse sind politisch wichtig, aber noch nicht das letzte Wort.Vereinfacht gesagt:
- Die EU-Kommission macht den Gesetzesvorschlag.
- Der Umweltausschuss erarbeitet die Position des Parlaments.
- Das gesamte Europäische Parlament stimmt anschließend darüber ab.
- Der Rat der Europäischen Union muss ebenfalls zustimmen.
- Erst danach entsteht verbindliches EU-Recht
Wo steht das Verfahren? Der Vorschlag ist noch nicht beschlossen. Der ENVI-Ausschuss hat seine Position bereits festgelegt. Als nächster Schritt muss das Plenum des Europäischen Parlaments darüber abstimmen. Anschließend muss auch der Rat der Europäischen Union, also die Vertretung der Mitgliedstaaten, eine Position festlegen. Erst wenn sich Parlament und Rat auf einen gemeinsamen Text einigen, kann die Regelung verabschiedet werden.Kurz erklärt: Wer macht was?- EU-Kommission: legt den Gesetzesvorschlag vor.
- Europäisches Parlament: vertritt die Bürgerinnen und Bürger der EU und entscheidet über seine Verhandlungsposition.
- Rat der Europäischen Union: vertritt die Mitgliedstaaten und muss ebenfalls zustimmen.
--> Ein Beschluss des Umweltausschusses ist daher noch keine endgültige Entscheidung, sondern ein wichtiger Zwischenschritt im Gesetzgebungsverfahren.Bedeutung für UnternehmenDie Aussetzung der Bevollmächtigtenpflicht ist derzeit lediglich ein Vorschlag. Bis zum Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens bleibt offen, ob die Erleichterung kommt und ob sie für alle Unternehmen oder nur für Kleinst- und Kleinunternehmen gelten wird.Den aktuellen Stand zum Entwurf zur Aussetzung des bevollmächtigten Vertreters für die EPR können Sie über den EU-Law Tracker nachverfolgen.Das Europäische Parlament tagt hierzu voraussichtlich wieder am 19.10.2026. Leider ist dennoch nicht sicher abzusehen, wann es eine finale Entscheidung geben wird. - 30.09.2026: EU prüft EPR-Entlastung
Der Rat der Europäischen Union hat am 30. September 2026 angekündigt, dass eine gezielte Lösung für die Pflichten der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) im Rahmen der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) geprüft werden soll. Hintergrund ist die mögliche unverhältnismäßige Belastung kleiner Verpackungshersteller.Besonders relevant ist dies für Unternehmen, die verpackte Waren grenzüberschreitend innerhalb der EU vertreiben. Nach der PPWR kann in bestimmten Fällen die Benennung eines Bevollmächtigten für die erweiterte Herstellerverantwortung im jeweiligen Mitgliedstaat erforderlich sein. Dies kann zusätzlichen organisatorischen und finanziellen Aufwand verursachen.Konkrete Vorschläge für eine Entlastung liegen bislang nicht vor.An den aktuell geltenden Pflichten ändert sich daher zunächst nichts. Die Mitteilung ist jedoch ein politisches Signal, dass die Belastungen kleiner Unternehmen im weiteren Gesetzgebungsverfahren nochmals betrachtet werden sollen.
Unsere Einschätzung:Für kleine und mittlere Unternehmen mit Verkäufen in mehrere EU-Mitgliedstaaten ist dies eine positive Entwicklung. Für die aktuelle Compliance-Planung sollten Unternehmen jedoch weiterhin von den bestehenden Anforderungen ausgehen.
- 08.09.2026: Bundesregierung setzt sich für Entlastungen ein
Die Bundesregierung hat am 7. September 2026 in Brüssel einen Änderungsvorschlag vorgestellt, mit dem insbesondere kleinere Händler entlastet werden sollen. Vorgesehen ist, Händler mit weniger als zehn Tonnen jährlich in Verkehr gebrachter Verpackungen von der Pflicht zur Benennung eines Bevollmächtigten in jedem belieferten EU-Mitgliedstaat auszunehmen. Zudem soll die Registrierung im neuen System bis Mitte 2028 ausgesetzt werden, bis ein zentrales europäisches Registrierungssystem in Betrieb ist.Nach Angaben des Ministeriums müssen die Änderungen auf europäischer Ebene in der PPWR selbst umgesetzt werden. Es handelt sich daher zunächst um einen politischen Vorschlag und noch nicht um eine beschlossene Änderung der Rechtslage.
- 03.08.2026: EU-Kommission veröffentlicht aktualisierte PPWR-FAQs
Am 3. August 2026 hat die Europäische Kommission eine überarbeitete Fassung ihrer PPWR-FAQs veröffentlicht. Die Aktualisierung ergänzt zahlreiche praxisrelevante Fragen und enthält wichtige Klarstellungen für Unternehmen.Besonders hervorzuheben sind folgende Punkte:
- Klarstellung zur Erzeugerrolle bei neutralen Versandkartons: Klarstellung zur Frage, wer bei neutralen, ungebrandeten Faltkartons als „Erzeuger“ im Sinne der PPWR gilt. Die Europäische Kommission führt hierzu aus, dass ein Karton seine endgültige Form bereits erreicht hat, auch wenn er noch flach angeliefert wird und erst beim Verwender aufgerichtet werden muss. Bei ungebrandeten Standardkartons gilt grundsätzlich das Unternehmen als Erzeuger, das die Kartons physisch herstellt. Das bloße Aufrichten, Befüllen oder Verschließen des Kartons führt nicht dazu, dass der Verwender zum Erzeuger wird. Auch das Anbringen eines gewöhnlichen Versandlabels wird nicht als Markenkennzeichnung angesehen und begründet daher regelmäßig keine Erzeugereigenschaft. Diese Klarstellung stützt die Auffassung, dass Händler oder Versender bei zugekauften Standardkartons in der Regel nicht allein durch deren Verwendung zum Erzeuger werden. Anders kann die Bewertung ausfallen, wenn ein Befüller die Eigenschaften eienr Verpackung verändert oder Kartons unter eigener Marke vertrieben oder nach spezifischen Unternehmensvorgaben entwickelt und hergestellt werden (FAQ, Abschnitt II, Frage 5). Hinweis: Die Rolle des Herstellers ist differenziert zu betrachten. Der „Erzeuger“ gemäß PPWR, nimmt nicht immer gleichzeitig auch die Rolle des Herstellers ein. Die Rolle des Herstellers wird relevant, wenn die Verpackung zu Abfall wird (Entsorgung, Sammlung und Recycling von Abfall/ Verpackungen). Sofern möglich, wird der Hersteller gemäß PPWR in dem Land "bestimmt", wo die Verpackung zu Abfall wird (vgl. FAQ, Abschnitt II, Frage 8 bis 10).
- Klarstellung zur Erzeugerrolle bei Stretchfolien für Paletten: Gemäß der FAQs gilt Stretchfolie, die als Rolle in Verkehr gebracht wird, bereits als Verpackung, auch wenn sie erst beim Anwender zugeschnitten und zum Umwickeln von Paletten verwendet wird. Bei ungebrandeten Produkten ist grundsätzlich der Produzent der Folie, der diese als Verpackung in Verkehr bringt, als Erzeuger anzusehen. Das Unternehmen, das die Stretchfolie anschließend zur Sicherung seiner Waren einsetzt, wird dadurch regelmäßig nicht zum Erzeuger der Verpackung (FAQ, Abschnitt II, Frage 5).
- Marktüberwachung und Durchsetzung: Die Kommission stellt klar, dass festgestellte Verstöße gegen PPWR-Anforderungen nicht unmittelbar zu Vertriebsverboten führen sollen. Unternehmen sollen zunächst auf die Nichtkonformität hingewiesen werden und Gelegenheit erhalten, angemessene Korrekturmaßnahmen umzusetzen. Erst bei fortbestehenden Verstößen können Behörden weitergehende Maßnahmen wie Vertriebsverbote, Rückrufe oder Marktrücknahmen anordnen. Dabei sollen die Marktüberwachungsbehörden Unternehmen aktiv bei der Umsetzung der neuen Anforderungen unterstützen (FAQ, Abschnitt XVI, Frage 1).
- Umgang mit Lagerbeständen: Verpackungen, die bereits vor dem 12. August 2026 hergestellt wurden, aber bis dahin noch nicht in Verkehr gebracht wurden, müssen grundsätzlich weder vernichtet, neu hergestellt noch umetikettiert werden. Die künftig erforderlichen Angaben, wie die eindeutige Kennzeichnung sowie Name und Anschrift des Erzeugers, können in diesen Fällen auch über Begleitdokumente bereitgestellt werden. Verpackungen, die bereits vor dem 12. August 2026 in Verkehr gebracht wurden, dürfen weiterhin auf dem Markt verbleiben, auch wenn sie die Anforderungen der PPWR noch nicht erfüllen (FAQ, Abschnitt X, Frage 5).
Falls für bereits produzierte Verpackungen notwendige Informationen fehlen, beispielsweise weil der ursprüngliche Lieferant nicht mehr existiert oder keine Auskünfte erteilt, müssen Erzeuger nachweisbar angemessene Anstrengungen unternehmen, um die erforderlichen Informationen zu beschaffen. Dies kann etwa durch Anfragen an Nachfolgeunternehmen oder durch eigene Bewertungen und Recherchen erfolgen erfüllen (FAQ, Abschnitt X, Frage 6).- Begleitdokumente als Alternative zur Kennzeichnung gemäß PPWR, Artiel 15: Die Kommission konkretisiert, wann die nach Art. 15 PPWR geforderte Kennzeichnung (Aufbringung der Konotaktdaten und Nummer zur Identifikation der Verpackung) über Begleitdokumente erfolgen kann. Dies ist insbesondere dann möglich, wenn Größe, Form oder Beschaffenheit der Verpackung eine direkte Anbringung der Informationen nicht zulassen. Ob dies der Fall ist, ist jeweils im Einzelfall zu beurteilen. Für Verpackungen, die bereits vor dem 12. August 2026 hergestellt wurden und sich noch auf Lager befinden, können Begleitdokumente ebenfalls genutzt werden, um die neuen Kennzeichnungspflichten zu erfüllen (FAQ, Abschnitt 10, Frage 7).
Die vollständigen FAQs der Europäischen Kommission finden Sie hier: FAQ on Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR)Veröffentlicht: 03.08.2026 - 28.07.2026: ZSVR informiert über Zulassungsverfahren für Verpackungen ohne Systembeteiligungspflicht
Die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) hat neue Informationen zum künftigen Zulassungsverfahren für Verpackungen veröffentlicht, die nicht der Systembeteiligungspflicht unterliegen. Nach der PPWR wird für diese Verpackungen künftig eine Zulassung erforderlich sein, um die Pflichten der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) zu erfüllen. Zuständige Stelle für die Zulassung nach Art. 47 PPWR wird in Deutschland die ZSVR sein.Wichtig für die Praxis: Die hierfür erforderlichen elektronischen Systeme der ZSVR können erst nach Inkrafttreten der nationalen Umsetzungsvorschriften entwickelt werden. Nach aktuellem Stand rechnet die ZSVR damit, dass die Zulassungsverfahren für sonstige Organisationen für Herstellerverantwortung (sOfH) ab Sommer 2027 und für Hersteller ab Herbst 2027 zur Verfügung stehen.Für betroffene Unternehmen gelten daher Übergangsfristen:
- Hersteller von nicht-systembeteiligungspflichtigen Verpackungen dürfen diese Verpackungen bis 31. Dezember 2027 auch ohne Zulassung im Bundesgebiet bereitstellen. Ab 1. Januar 2028 ist eine Zulassung erforderlich.
- Sonstige Organisationen für Herstellerverantwortung (sOfH) dürfen ihre Tätigkeit längstens bis 31. Oktober 2027 ohne Zulassung ausüben. Ab 1. November 2027 wird eine Zulassung notwendig.
Die entsprechende Veröffentlichung der ZSVR hierzu finden Sie hier: PPWR: Zulassungsverfahren für Verpackungen ohne Systembeteiligungspflicht.Zur Einordnung, ob Ihre Verpackung in Deutschland unter die systembeteiligungspflichtigen oder nicht-systembeteiligungspflichtigen Verpackungen fällt, stellt die ZSVR einen Katalog und ein Schaubild zur Verfügung.Veröffentlicht: 28.07.2026 - 02.02.2026: EU-Verpackungsverordnung (PPWR) veröffentlicht: DIHK Merkblatt
Die Verordnung (EU) 2025/40 (EU-Verpackungsverordnung - PPWR) ist im EU-Amtsblatt veröffentlicht worden. Sie bringt weitreichende Veränderungen und neue Anforderungen für Verpackungen und Lieferketten mit sich - von der technischen Dokumentation über Konformitätserklärungen bis hin zu umfangreichen Regelungen für Nachhaltigkeit und Recycling. Die Verordnung gilt ab dem 12. August 2026 unmittelbar in allen Mitgliedstaaten. Die DIHK hat ein Merkblatt (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 3577 KB)zu den wesentlichen Akteuren und Pflichten erstellt.Die neue europäische Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR) bildet den aktualisierten Rechtsrahmen für Verpackungen und Verpackungsabfälle in der EU. Nach Ablauf der Übergangsfrist gilt sie in allen Mitgliedstaaten unmittelbar. In Deutschland wird die Umsetzung der Vorgaben bis zum Ablaufen der Übergangsfristen noch durch das Verpackungsgesetz (VerpackG) geregelt.Von den Regelungen besonders betroffen sind
- Erzeuger, die Verpackungen oder verpackte Produkte fertigen oder unter eigenem Namen oder eigener Marke entwickeln und fertigen lassen;
- Hersteller (Erzeuger, Importeure oder Vertreiber), die Verpackungen oder verpackte Produkte in einem EU-Mitgliedstaat erstmals bereitstellen;
- Importeure, die Verpackungen aus einem Drittland in Verkehr bringen sowie
- Vertreiber bzw. Händler, die Verpackungen oder verpackte Produkte an Wiederverkäufer oder Endabnehmer weitervertreiben.
Unternehmen müssen mit unterschiedlichen Übergangsfristen künftig besonders folgende Punkte beachten:- Konformität von Verpackungen
- Beschränkung von Gefahrenstoffen
- Recyclingfähigkeit
- Mindestrezyklatanteile in Kunststoffverpackungen
- Minimierung von Verpackungen
- Informationspflichten, Hinweis- und Meldepflichten
- Verbot bestimmter Verpackungsformate und Mogelpackungen
- Erweiterte Herstellerverantwortung
- Reduzierung von Verpackungsabfällen
Quelle: DIHK
Veröffentlicht: 02.02.2026 - 03.09.2024: Umgang mit Verpackungen in Europa
Aktualisiert: 08.03.2026Bagatellgrenzen, Meldepflichten, Recyclingquoten: In ihrer Veröffentlichung "Umgang mit Verpackungen in Europa" beschreibt die DIHK die Regelungen und Besonderheiten in 27 europäischen Ländern.Die im Sommer 2018 in Kraft getretene novellierte EU-Verpackungsrichtlinie ((EU) 2018/852) war Anlass für zahlreiche Änderungen in den nationalen Gesetzgebungen der EU-Mitgliedstaaten. Allerdings variieren die jeweiligen Regelungen über den Umgang mit Verpackungen von Land zu Land.Unternehmen, die verpackte Waren in diesen Ländern in den Verkehr bringen, müssen deshalb sehr unterschiedliche Anforderungen beachten. Dies beeinträchtigt den grenzüberschreitenden Warenverkehr und führt zu Rechtsunsicherheiten.Mit ihrem Leitfaden zum "Umgang mit Verpackungen in Europa" gibt die DIHK deshalb einen Überblick über die jeweiligen Anforderungen an Inverkehrbringer von Verpackungen in den verschiedenen Staaten
Europas.Beantwortet werden die unter anderem die Fragen: Wer unterliegt den verpackungsrechtlichen Bestimmungen? Welche Verpackungen fallen in den Anwendungsbereich? Welche Kennzeichnungspflichten und
Sonderregelungen gibt es?Deutsche Durchführungsverordnung kommt
Um die EU-weit unterschiedlichen Regelungen zu harmonisieren, hat die EU-Kommission im November 2022 einen Vorschlag für eine neue Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR) vorgelegt. Die PPWR wurde inzwischen beschlossen. Das deutsche Durchführungsgesetz greift ab dem 12. August 2026.Da sich auch die Regelungen innerhalb der Mitgliedstaaten immer wieder ändern, kann die DIHK leider keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität übernehmen. Die Übersicht mit Stand Juli 2024 gibt es hier im PDF-Format zum Download.Quelle: DIHK
Veröffentlicht: 03.09.2024