Wintersitzung der IHK-Vollversammlung - Wirtschaft vor zahlreichen Herausforderungen
Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz hat in ihrer Wintersitzung die Weichen für die IHK-Arbeit im kommenden Jahr gestellt. Vor dem Hintergrund der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage – die Herbst-Konjunkturumfrage zeigt den schlechtesten Lagewert seit 16 Jahren – und der sehr großen Unzufriedenheit mit den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen fordert die IHK erneut spürbare Reformen.
„Die Unternehmen brauchen endlich bessere Rahmenbedingungen. Hier sind insbesondere EU- und Bundespolitik in der Verantwortung. Mit Blick auf die Landtagswahl 2026 erwarten wir klare Signale für eine wirtschaftsfreundliche Politik und weniger Bürokratie“, betont IHK-Präsidentin Susanne Szczesny-Oßing.
Um die Belastung durch übermäßige Bürokratie noch sichtbarer zu machen, wird die IHK gemeinsam mit ihren Mitgliedsunternehmen im ersten Quartal 2026 eine Kampagne zur Sensibilisierung für Bürokratiebelastungen umsetzen.
Neben Beschlüssen zu den Jahresaktivitäten 2026 hat die Vollversammlung auch strategische Weichenstellungen vorgenommen: Die Zusammenarbeit mit der WHU – Otto Beisheim School of Management – wird fortgeführt, künftig mit neuen Schwerpunkten. Ziel ist es, dem regionalen Mittelstand weiterhin den direkten Zugang zu jungen Talenten und akademischem Wissen zu ermöglichen.
„Die Verbindung von Wirtschaft und Wissenschaft ist ein entscheidender Faktor für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit“, so Szczesny-Oßing.
Im zweiten Teil der Sitzung stand das Thema Cybersecurity im Fokus. Markus Klingspor, Mitglied der Geschäftsleitung der Medialine Security GmbH und Vorsitzender des Ausschusses für Digitalisierung und IT-Wirtschaft der IHK-Region Stuttgart, machte deutlich, wie wichtig eine ganzheitliche Cyberstrategie für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen ist.
„Digitale Sicherheit ist längst ein Standortfaktor. Wer hier nicht investiert, gefährdet seine Zukunft“, unterstrich die IHK-Präsidentin.
Cybersecurity sei nicht nur eine technische Frage, sondern erfordere auch eine Kultur der Achtsamkeit und kontinuierlichen Anpassung in den Unternehmen.
Bild: Das Präsidium der Industrie- und Handelskammer Koblenz mit Markus Klingspor (Mitglied der Geschäftsleitung der Medialine Group) und Martin Hörhammer (Vorstand der Medialine Group). Von links: Matthias Ess, Thomas Bellersheim, Wolfgang Küster, Rolf Löhmar, Hans-Jörg Platz, IHK-Präsidentin Susanne Szczesny-Oßing, Jörg Schäfer, Maren Hassel-Kirsche, Markus Klingspor und Martin Hörhammer (beide Medialine Group), IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel