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MITDENKEN. MITREDEN. MITGESTALTEN.
Martin Neudecker ist IHK-Regionalgeschäftsführer im Landkreis Mayen-Koblenz und kennt die wirtschaftlichen Herausforderungen der Region aus erster Hand. Im Rahmen unserer Reihe „Drei Fragen zur IHK-Wahl“ haben wir ihn um seine Einschätzung zu Kernthemen des ehrenamtlichen Engagements gebeten.
Was können Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Landkreis durch die Mitarbeit in der IHK-Vollversammlung ganz konkret für ihre Region bewirken – und wo erleben Sie diesen Einfluss besonders deutlich?
Unternehmerinnen und Unternehmer können über die Mitarbeit in der IHK‑Vollversammlung die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Region aktiv mitgestalten. Für meinen Bereich, den Landkreis Mayen‑Koblenz, geschieht das insbesondere über den IHK‑Regionalbeirat, in dem alle Vollversammlungsmitglieder aus dem Landkreis Mayen-Koblenz vertreten sind. Dort bringen wir zentrale regionale Themen ein, etwa Infrastrukturprojekte, Rohstofffragen oder den Fachkräftebedarf. Ganz konkret konnten wir uns in den vergangenen Jahren unter anderem beim Ausbau des Bendorfer Hafens, bei der Vernetzung der Häfen Andernach und Rotterdam sowie für den Lückenschluss der A 1 in der Eifel engagieren. Zudem stehen wir im regelmäßigen Austausch mit Kommunen und politischen Entscheidungsträgern, um die Interessen der regionalen Wirtschaft wirksam zu vertreten.
Die Kandidatur‑Frist läuft derzeit: Warum lohnt es sich gerade jetzt, Verantwortung zu übernehmen – und was möchten Sie potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten aus der Region mit auf den Weg geben?
Gerade jetzt ist es wichtig, Verantwortung zu übernehmen, denn viele wirtschaftliche und politische Weichenstellungen betreffen die Unternehmen in der Region direkt. In den vergangenen Jahren haben die Regionalbeiräte zusätzliche Impulse in die IHK‑Arbeit eingebracht, etwa beim Abbau von Bürokratie und bei der Stärkung regionaler Standortfaktoren. Diese Themen treiben wir aktuell im Dialog mit politischen Entscheidungsträgern weiter voran. Wer sich jetzt engagiert, kann seine unternehmerische Erfahrung einbringen und dazu beitragen, dass regionale Interessen in der IHK und darüber hinaus gehört werden.
Viele Unternehmerinnen und Unternehmer fragen sich sicher, wie hoch der Aufwand eines Vollversammlungsmandats ist. Wie gut lässt sich die Mitarbeit in der IHK-Vollversammlung mit dem Alltag im eigenen Unternehmen vereinbaren – auch mit Blick auf zeitliche Anforderungen und Unterstützung durch die IHK?
Ein Engagement in der IHK‑Vollversammlung ist leicht planbar und lässt sich in der Regel gut mit dem Unternehmensalltag vereinbaren. Die Vollversammlung sowie die Regionalbeiräte tagen jeweils nur drei Male im Jahr, ergänzt durch freiwillige Mitwirkungsmöglichkeiten in Branchenausschüssen. Wichtig ist: Wer sich einbringt, kann mit überschaubarem zeitlichen Einsatz spürbare Wirkung erzielen – für den eigenen Betrieb, für die Branche und für die Region. Die IHK sorgt dabei für professionelle Unterstützung und Organisation, sodass sich Ehrenamtliche auf die inhaltlichen Themen konzentrieren können. Genau das macht das Engagement attraktiv und wirkungsvoll.
Kontakt
Kerstin Gehring
Leiterin Bereich Kommunikation und Marketing