Lückenschluss

Hunsrückspange: Wirtschaft und Kommunen fordern weitere Fortschritte

VISCON, IHK und kommunale Vertreter drängen auf weitere Fortschritte beim Lückenschluss zwischen Herrstein und Rhaunen
Auf Einladung der Verkehrsinitiative VISCON fand in Herrstein ein Austausch mit dem Leiter des Geschäftsbereichs Planung des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Koblenz, Lutz Nink, statt. An dem Gespräch nahmen neben VISCON-Sprecher Wolfgang Hey auch Verbandsbürgermeister Markus Schulz, der Vizepräsident der IHK Koblenz, Hans-Jörg Platz, sowie die IHK-Regionalgeschäftsführerin Christina Schwardt teil.
Ziel des Gesprächs war es, den aktuellen Stand der Planungen zur Hunsrückspange zu erörtern und die weiteren Schritte für die Realisierung der wichtigen Verkehrsverbindung zwischen den Wirtschaftsräumen Nahe und Hunsrück zu besprechen.
Im Mittelpunkt des Gesprächs standen der geplante Lückenschluss zwischen den Ortsumgehungen Herrstein und Rhaunen, die sogenannte Hunsrückspange Süd sowie der Fortgang der Ortsumgehung Rhaunen.
Nach Angaben von Lutz Nink steht die Trassenführung für den Lückenschluss bereits seit dem Raumordnungsverfahren aus dem Jahr 1999 fest und soll nicht mehr verändert werden. Nachdem das Projekt über mehrere Jahre Gegenstand von Abstimmungen zwischen dem zuständigen Ministerium und dem Rechnungshof war, könne die Planung nun weiter vorangetrieben werden. Da die bisherigen Planungsunterlagen teilweise veraltet seien, müssten sie insbesondere an aktuelle umweltrechtliche Vorgaben angepasst werden. Die hierfür erforderlichen Landesmittel stünden inzwischen bereit, sodass die Überarbeitung an ein Planungsbüro vergeben werden könne. Damit würden die Voraussetzungen geschaffen, um das notwendige Planfeststellungsverfahren einzuleiten.
Weniger positiv fiel der Bericht zum Stand der Ortsumgehung Rhaunen aus. Bei der Abnahme eines Brückenbauwerks wurden Mängel festgestellt, die zunächst beseitigt werden müssen. Erst anschließend kann die weitere Anbindung an die Straßeninfrastruktur erfolgen. Die Teilnehmenden des Gesprächs forderten den Landesbetrieb Mobilität auf, die erforderlichen Maßnahmen mit Nachdruck voranzutreiben, um zusätzliche Verzögerungen zu vermeiden.
Verbandsbürgermeister Markus Schulz hob die große Bedeutung der Verbindung zwischen Herrstein und Rhaunen für die kommunale Entwicklung hervor. Schließlich verfügten sowohl die Verwaltung als auch die Schulen über Standorte in beiden Orten. Eine leistungsfähige Straßenverbindung sei deshalb für viele Bürgerinnen und Bürger von großer Bedeutung.
Auch aus Sicht der Wirtschaft ist die Hunsrückspange von zentraler Bedeutung. Hans-Jörg Platz und Christina Schwardt machten deutlich, dass es sich dabei um weit mehr als ein regionales Straßenbauprojekt handelt.
„Unternehmen sind auf schnelle, zuverlässige und leistungsfähige Verkehrswege angewiesen. Die Hunsrückspange verbessert nicht nur den Waren- und Gütertransport zwischen dem Landkreis Birkenfeld, dem Hunsrück und dem Flughafen Hahn. Sie erleichtert auch den täglichen Arbeitsweg vieler Beschäftigter und erweitert den Einzugsbereich für Fachkräfte. Gute Verkehrsverbindungen können deshalb mit darüber entscheiden, ob Unternehmen ausreichend Mitarbeitende finden“, betonte Christina Schwardt.