Sicherheit als Führungsaufgabe

Cyberangriffe, Sabotage, Naturkatastrophen, Lieferkettenprobleme oder Personalausfälle: Ein Seminar der IHK Lüneburg-Wolfsburg und des Leuphana Center for Cooperative Security zeigt, wie Unternehmen widerstandsfähiger werden.
Wie bleiben Unternehmen handlungsfähig, wenn Lieferketten reißen, Personal kurzfristig ausfällt oder Cyberangriffe den Betrieb lahmlegen? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Seminar "Wirtschaftsschutz kompakt: Fahrplan zum krisenfesten KMU", das die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) gemeinsam mit dem Leuphana Center for Cooperative Security am Donnerstag, 17. September, 9 Uhr bis 16.30 Uhr, im Zentralgebäude der Leuphana Universität Lüneburg anbietet. Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmer*innen, Führungskräfte und Personalverantwortliche kleiner und mittlerer Unternehmen. Die Teilnahme kostet 350 Euro. Anmeldung: Wirtschaftsschutz kompakt - Fahrplan zum krisenfesten KMU
„Unternehmenssicherheit ist längst mehr als IT-Sicherheit. Betriebe müssen wissen, welche Menschen, Prozesse, Lieferanten und Infrastrukturen für sie wirklich kritisch sind – und wie sie reagieren, wenn Ausfälle oder Störungen auftreten“, sagt Prof. Müller-Rommel vom Leuphana Center for Cooperative Security. Im Mittelpunkt des Seminars steht die Frage, wie Unternehmen ihre Widerstandsfähigkeit stärken können. Denn Krisen können ganz unterschiedliche Ursachen haben: Umweltkatastrophen, internationale Konflikte, sicherheitspolitische Ausnahmelagen oder durch hybride Bedrohungen wie Cyberangriffe oder Sabotageakte. Für Betriebe zählt dann vor allem, ob sie ihre Abläufe kennen, Alternativen vorbereitet haben und Entscheidungen schnell treffen können.
Das Seminar nimmt deshalb nicht nur technische Risiken in den Blick. Es geht auch um Personalplanung, Lieferketten, Abhängigkeiten von einzelnen Standorten, Dienstleistern oder Transportwegen und um die Frage, wie Unternehmen kritische Funktionen im Betrieb absichern können.

„Wir wollen Unternehmen dafür sensibilisieren, Sicherheit breit zu denken und nicht erst im Ernstfall mit der Vorbereitung zu beginnen“, sagt Nele Uhl, Teamleiterin Weiterbildung bei der IHKLW. „Wer Risiken früh erkennt und Zuständigkeiten klärt, verschafft sich im Krisenfall wertvolle Zeit.“ Das Leuphana Center for Cooperative Security bringt wissenschaftliche Expertise in die Kooperations-Veranstaltung ein, die IHKLW die Perspektive der regionalen Wirtschaft. Dass das LCCS im Oktober in Lüneburg eröffnet wird, stärkt den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort und eröffnet neue Möglichkeiten,
Sicherheitsfragen gemeinsam mit Unternehmen praxisnah zu bearbeiten. Die IHKLW begleitet die Arbeit des LCCS partnerschaftlich und will gemeinsam mit der Leuphana dazu beitragen, Risiken greifbar zu machen und konkrete Schritte für mehr Resilienz im eigenen Betrieb abzuleiten.
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Lüneburg, 26. August 2026