IHKLW begrüßt Einigung zum Bahnausbau

Die Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) sieht in der Verständigung der Verkehrspolitiker von Union und SPD zur Bahnstrecke Hamburg–Hannover einen wichtigen Schritt nach vorn. Nach jahrelanger Debatte liegt damit eine politische Vorentscheidung für das zentrale Schienenprojekt in Norddeutschland vor. Die Koalitionsfraktionen haben sich auf einen gemeinsamen Antrag verständigt, der eine Neubaustrecke zusätzlich zur bestehenden Verbindung vorsieht. Über die Vorlage soll der Bundestag in der kommenden Woche entscheiden.
„Entscheidend ist, dass es jetzt endlich eine Vorentscheidung gibt und bei Planung und Realisierung keine weitere Zeit verloren geht. Für uns bleibt dabei unabhängig von der konkreten Trassenvariante maßgeblich: Wir brauchen spürbar mehr Kapazitäten für Fern-, Regional- und Güterverkehr. Und wenn eine Neubaustrecke kommt, müssen die Fernverkehrshalte in Lüneburg, Uelzen und Celle auch langfristig gesichert bleiben“, sagt Tobias Siewert, IHKLW-Teamleiter Standort- und Politikberatung.
Diese Anforderungen hat die IHKLW auch in ihrem Positionspapier „Die Netze der Zukunft“ formuliert. Neben zusätzlichen Kapazitäten und der Sicherung der bestehenden Fernverkehrshalte fordert sie darin eine schnellstmögliche Umsetzung der notwendigen Maßnahmen.
Zugleich sieht die IHKLW Klärungsbedarf bei der regionalen Anbindung entlang einer möglichen Neubaustrecke. „Bund und Land müssen klären, ob Regionalzüge künftig auch an den geplanten neuen Bahnhöfen Soltauer Heide und Bergen halten. Werden die Stationen tatsächlich bedient, kann das ein klarer Gewinn für die Anbindung unserer Region sein“, sagt Siewert. Aus Sicht der IHKLW kommt es nun darauf an, die nächsten Schritte zügig einzuleiten und die im Antrag vorgesehenen Verbesserungen für die Region tatsächlich umzusetzen. Die Verständigung von Union und SPD ist noch keine abschließende Entscheidung über das Projekt. Nach den derzeitigen Planungen sollen zunächst die zuständigen Bundestagsausschüsse und anschließend der Bundestag über die Vorlage entscheiden.
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Lüneburg, 16. September 2026