Förderung stärkt Zentren

Rund 18 Millionen Euro aus der Städtebauförderung 2026 gehen an Kommunen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW). Für ganz Niedersachsen stellen Bund und Land in diesem Jahr rund 185 Millionen Euro für Stadtentwicklungsprojekte bereit. Die IHKLW bewertet die Förderung als wichtiges Signal für eine Region, die stark von kleinen und mittleren Städten geprägt ist.
„Lebendige Innenstädte sind längst kein Selbstzweck mehr. Sie sind wirtschaftliches Schaufenster, Treffpunkt und Standortfaktor zugleich. Gerade im ländlich geprägten Raum entscheiden sie darüber, ob Kommunen für Unternehmen, Fachkräfte und Besucher attraktiv bleiben“, sagt Jan Weckenbrock, IHKLW-Berater für Raumordnung und Stadtentwicklung.
Besonders begrüßt die IHKLW, dass ein großer Teil der Mittel erneut in das Programm „Lebendige Zentren“ fließt. Aus Sicht der regionalen Wirtschaft setzt es genau dort an, wo viele Kommunen derzeit vor großen Herausforderungen stehen: bei der Stabilisierung von Innenstädten und Ortskernen im Strukturwandel.
Die Förderung kommt aus Sicht von IHKLW-Experte Weckenbrock zur richtigen Zeit. Innenstädte und Ortskerne stünden seit Jahren unter Druck – durch verändertes Konsumverhalten, zunehmenden Onlinehandel, demografische Veränderungen und den Wettbewerb mit größeren Metropolräumen. Gleichzeitig seien die finanziellen Spielräume vieler Kommunen wegen angespannter Haushalte stark eingeschränkt. „Gerade weil kommunale Investitionsspielräume begrenzt sind, hat die Städtebauförderung eine Schlüsselrolle. Sie ermöglicht wichtige Projekte vor Ort überhaupt erst und stößt zugleich private Investitionen an“, sagt Weckenbrock.
Im IHKLW-Bezirk fließen die Mittel unter anderem in Projekte zur Aufwertung von Ortskernen und historischen Bereichen, etwa in Bardowick oder Bleckede. Neben klassischen Innenstadtmaßnahmen umfasst die Förderung auch Quartiere, Wohnumfelder sowie Projekte zur Klimaanpassung und nachhaltigen Stadtentwicklung.
Die IHKLW setzt sich seit Jahren dafür ein, Innenstädte als multifunktionale Räume weiterzuentwickeln. Neben dem Einzelhandel gewinnen Wohnen, Gastronomie, Dienstleistungen, Kultur und öffentliche Räume an Bedeutung. Die Städtebauförderung schafft dafür wichtige Rahmenbedingungen. Von den Investitionen profitieren zugleich das regionale Baugewerbe und zahlreiche Dienstleistungsunternehmen.
„Die Städtebauförderung ist weit mehr als ein Bauprogramm. Sie stärkt die regionale Wirtschaft, erhöht die Attraktivität unserer Städte und leistet einen wichtigen Beitrag zu gleichwertigen Lebensverhältnissen im ganzen IHK-Bezirk. Entscheidend ist jetzt, dass die Mittel zügig und zielgerichtet eingesetzt werden“, betont Weckenbrock.
Einen Überblick über alle geförderten Orte gibt es unter https://www.mw.niedersachsen.de/download/229587/Staedtebaufoerderungsprogramm_2026.pdf als Download.
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Lüneburg, 29. Juni 2026