Kaukasus
Wirtschaftliche Bedeutung des Südkaukasus nimmt zu
Der Kaukasus, insbesondere der Südkaukasus mit Armenien, Aserbaidschan und Georgien, gewinnt wirtschaftlich und logistisch an Bedeutung. Treiber sind veränderte Handelsströme zwischen Europa und Asien, hohe Wachstumsraten in Teilen der Region und Zentralasien sowie neue Infrastrukturvorhaben.
Beim Landtransport zwischen Asien und Europa wird zunehmend die Südkaukasusroute gewählt, die die nördliche Route über Russland ersetzt. Die geopolitische Neuordnung seit dem Ukrainekrieg hat für Zentralasien und den Südkaukasus starke Zuwächse beim Wachstum gebracht. Mit ganz vorn Aserbaidschan, dass von der stärkeren Nachfrage nach Öl und Gas profitiert, während Armenien und Georgien bei Migration – viele Exilrussen sind in beiden Ländern aktiv - Dienstleistungen und Finanzaktivitäten punkten.
Große Chancen liegen in Logistik, Verkehr und Infrastruktur. Der politische Normalisierungsprozess zwischen Armenien, Aserbaidschan und der Türkei lässt zudem auf neue grenzüberschreitende Verkehrswege hoffen, was wiederum deren wirtschaftliche Entwicklung verbessern könnte.
Armenien versucht mit Projekten wie der Nord-Süd-Autobahn und dem Sangesur-Korridor, Teil internationaler Transportachsen zu werden und europäische und internationale Institutionen unterstützen bei der Finanzierung alternativer Routen zwischen China, Zentralasien, Kaukasus und Europa. Obwohl das Land nur über knapp drei Millionen Einwohner verfügt, bietet sich beim Ausbau von Energieversorgung, Wasser- und Abwasserwirtschaft, Verkehrsinfrastruktur, Metro und dem Flughafen Eriwan sowie bei Wasserspeichern durchaus Potenzial für Anbieter in diesen Segmenten. Auch dazu gehören der Gesundheitssektor mit Medizin- und Labortechnik, der Tourismus und die Agrarwirtschaft. Germany Trade & Invest schätzt die Perspektiven des Landes daher grundsätzlich positiv ein.
Probleme und Risiken der Region liegen zum Beispiel in den Rohstoffpreisen, der Schattenwirtschaft, in oligarchischen Strukturen und in der latenten Gefahr erneuter militärischer Auseinandersetzungen zwischen Aserbaidschan und Armenien.
Die virtuelle Veranstaltung „Zentralasien und Kaukasus: Einfuhr, Zertifizierung und Produktzulassung, Compliance, Visa und Entsendung im Fokus“ am 24. November wirft einen Blick auf die Region Zentralasiens und den Kaukasus, zeigt Chancen, Hürden, mögliche Risiken auf und gibt Handreichungen für das Tagesgeschäft.
Die Teilnahme an der virtuellen Veranstaltung „Zentralasien und Kaukasus im Fokus“ kostet pro Person 40 Euro zzgl. 19 % USt. (brutto 47,60 Euro). Anmeldungen sind bis zum 20. November möglich.
Stand: 29.10.2026
