Zentralasien, Kaukasus
Webinar: Zentralasien und Kaukasus im Fokus
Die Länder Zentralasiens („Stan-Länder“) und des Südkaukasus verzeichnen derzeit ein dynamisches Wirtschaftswachstum. Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan, Tadschikistan und Turkmenistan profitieren von ihrer Rolle als Rohstofflieferanten und Handelsdrehscheiben zwischen Europa und Asien. Im Südkaukasus sind Aserbaidschan, Armenien und Georgien wirtschaftlich auf dem Vormarsch. Die Region profitiert von der geopolitischen Neuordnung, da russische Energielieferungen in Europa zunehmend ersetzt werden und neue Handelsrouten entstehen.
Deutsche Exporte in die Region stiegen 2023 deutlich berichtet Germany Trade & Invest (GTAI), zum Beispiel nach Kasachstan um 51,6 Prozent, nach Georgien um 63,9 Prozent und nach Armenien um 51,8 Prozent. Kirgisistan verzeichnete sogar einen Anstieg um 320,8 Prozent. Und die Importe der Länder wachsen 2024 weiter, besonders in Usbekistan (+19,2 %), Turkmenistan (+11,1 %) und Armenien/Aserbaidschan (je +8,8 %).
Zu den Hürden gehören Zulassungs- und Zertifizierungspflichten wie auch Exportkontrollen und Sanktionsregelungen. Wettbewerber aus Russland, China und der Türkei sind vor Ort vertreten, so dass deutsche Anbieter vor allem über Qualität und langfristige Partnerschaften punkten können. Hinzukommen logistische Herausforderungen, insbesondere unberechenbare Lieferwege. Neben politischen und wirtschaftlichen Risiken können Rechtsunsicherheit und Korruption das Geschäftsklima beeinträchtigen.
Dennoch, trotz bestehender Risiken bietet die Region attraktive Chancen für deutsche Unternehmen, insbesondere in den Bereichen Industrie, Infrastruktur, Energie und Dienstleistungen. Die geopolitische Lage und die wirtschaftliche Dynamik machen die Länder zu potenziell interessanten Partnern für die Zukunft.
Die virtuelle Veranstaltung „Zentralasien und Kaukasus: Einfuhr, Zertifizierung und Produktzulassung, Compliance, Visa und Entsendung im Fokus“ am 24. November soll von 9 bis 12 Uhr den Blick für die Region schärfen, Chancen wie Hürden und mögliche Risiken aufzeigen und dabei eine Handreichung für den Export im Tagesgeschäft sowie Geschäftsreisen und Entsendung bieten.
Die Teilnahme an der virtuellen Veranstaltung „Zentralasien und Kaukasus im Fokus“ kostet pro Person 40 Euro zzgl. 19 % USt. (brutto 47,60 Euro). Anmeldungen sind bis zum 20. November möglich.
Stand: 19.10.2026
