14.09.2022

Mehr Kunden in die Innenstädte

Kauf da, wo Du wohnst!“ – unter diesem Motto startete Oliver Naumann, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, die Erlebnistage von „Heimat Shoppen“ in Bad Soden-Salmünster, Bad Orb und Langenselbold.
Gemeinsam mit dem Main-Kinzig-Kreis und den Sparkassen im Landkreis als Sponsoren wünschte Naumann den Kunden viel Spaß beim Shoppen. Die Heimat sei es „wert, als Platz für das gemeinsame Erleben, Genießen, Sehen und Gesehen-Werden endlich wieder wahrgenommen zu werden“, so der IHK-Präsident.
Die noch junge Initiative will den Einzelhandel und die Gastronomie vor Ort stärken, ihre Vorteile den Bürgern wieder ins Bewusstsein rücken und die Gewerbevereine unterstützen. Zum zweiten Mal führte die heimische IHK gemeinsam mit Partnern die Aktion durch – dieses Jahr in 21 Kommunen mit 22 Gewerbevereinen nach neun Partnern vor einem Jahr.
Die vielfältigen Angebote der Einzelhändler trafen häufig auf großes Interesse bei den Kunden. Erneut zeigte sich, dass es sich noch immer lohnt, in der nahen Innenstadt nach Kleidung und anderen Waren zu suchen. Die riesige Angebotsvielfalt spricht zwar für das Einkaufen im Internet, aber Beratung, Ausprobieren und eben das „Shopping“ sprechen oft für den Erlebnisraum Innenstadt. Jeder Besuch im Ortszentrum lohnt sich, weil es dort mit Handel, Gastronomie, Dienstleistungen, Kunst und Kultur eine Mischung gibt, die das Internet nicht bieten kann. Das Sehen und Gesehen-Werden funktioniert nicht im Internet – das menschliche Grundbedürfnis nach Achtung und Aufmerksamkeit verschwindet in der Online-Welt spurlos. 
Weil im Erlebnisraum Innenstadt die Zukunft unserer Ortskerne liegt, bereiteten 21 Städte und Gemeinden zusammen mit 22 Gewerbevereinen und vielen Einzelhändlern sowie Gastronomen die Aktion „Heimat Shoppen“ vor. Gemeinsam mit der Politik vor Ort wollen sie dafür sorgen, dass unsere Innenstädte ihre starke Anziehungskraft behalten. „Vergessen wir nicht: Unsere Kultur und unser gesamtes Zusammenleben wird stark von Zentren wie Dorfkernen oder Innenstädte geprägt“, merkte dazu Claudia Kirsch-Hildebrandt an, Referentin für Unternehmensförderung in der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern. Laut Kirsch-Hildebrandt ist der Handel „auch als Arbeitgeber und Wertschöpfer der regionalen Wirtschaft von großer Bedeutung. Damit das so bleibt, erfinden sich unsere Innenstädte gerade neu. Die globale Digitalisierung zwingt sie dazu.“ Die Aktion „Heimat Shoppen“ will, so die IHK-Referentin, „diesen Prozess anstoßen, bekannt machen und begleiten“.
Wo läuft Heimat-Shoppen?
Zahlreiche Gastronomen und Ladeninhaber beteiligten und beteiligen sich an den Aktionen rund um „Heimat-Shoppen“ in diesen Kommunen: Bad Orb, Bad Soden-Salmünster, Biebergemünd, Bruchköbel, Erlensee, Freigericht, Gelnhausen, Großkrotzenburg, Gründau, Hanau (Innenstadt und Mittelbuchen), Jossgrund, Langenselbold, Linsengericht, Maintal, Nidderau, Rodenbach, Ronneburg, Schlüchtern, Sinntal, Steinau a. d. Straße und Wächtersbach.