Neue Regelung entlastet Unternehmen im Außenhandel

Halle (Saale), 2. Juni 2026. Für Unternehmen, die Waren vorübergehend ins Ausland verbringen, hat sich seit dem 1. Juni 2026 ein zentraler Zollprozess verändert: Das Carnet A.T.A. wird in Europa schrittweise volldigital abgewickelt. Das bisher papiergebundene Verfahren wird dadurch spürbar einfacher und schneller.
„Die Einführung des volldigitalen Carnets ist ein wichtiger Schritt hin zu modernen und effizienten Außenwirtschaftsprozessen“, erklärt Birgit Stodtko, Geschäftsführerin International der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK).
„Unternehmen werden deutlich entlastet – gleichzeitig steigen Transparenz und Nachvollziehbarkeit im internationalen Warenverkehr.“
Die Abwicklung erfolgt künftig elektronisch, etwa per App oder Desktop-Anwendung. Unternehmen profitieren von schnelleren Abläufen, weniger Papieraufwand und mehr Effizienz bei Auslandseinsätzen. Zum Start nutzen rund 30 Länder das digitale Verfahren, darunter die EU-Staaten, die Schweiz, das Vereinigte Königreich und Norwegen. Die Einführung in weiteren Ländern erfolgt schrittweise bis Ende 2027. Unverändert bleibt die Antragstellung über das IHK-Portal www.e-ata.de sowie die Nämlichkeitssicherung beim zuständigen Zollamt. Neu ist die vollständig digitale Weiterbearbeitung der Carnets.
Wichtig: Alle vor dem 1. Juni 2026 ausgestellten Carnets werden weiterhin in Papierform abgefertigt. Neu ausgestellte Carnets stehen primär digital zur Verfügung; Ausdrucke dienen nur noch als Backup oder für Länder ohne digitales Verfahren.
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