Warnmeldung vor gefälschten BMF-Schreiben

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt aktuell vor gefälschtem Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) bzw. Schreiben der britischen Financial Conduct Authority (FCA) mit BMF-Bezug.
Die Schreiben richten sich zwar vornehmlich an Verbraucher, allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass auch Unternehmen solche Schreiben erhalten.
Es existieren momentan zwei verschiedene Varianten:
  1. Es geht einerseits um ein gefälschtes Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) mit dem Titel „Formal Notice of Final Statutory Tax Clearance Requirement and Reinstatement Assurance“. Die Angeschriebenen werden darin aufgefordert, einen Betrag von 550 Euro zu zahlen. Mit dem Geldbetrag sollen Betroffene eine angebliche Sperrung ihres Bankkontos aufheben können. Hintergrund der Sperrung und der Zahlungsaufforderung sei eine gesetzliche Steuerfreigabeverpflichtung, die sich aus den aktuellen steuerrechtlichen Compliance-Verpflichtungen ergebe. Das Schreiben ist mit gefälschten Unterschriften des Bundesministers der Finanzen, Lars Klingbeil, und des Parlamentarischen Staatssekretärs Dennis Rohde versehen.
    Die Warnmeldung der BaFin hierzu finden Sie unter BaFin warnt vor gefälschtem BMF-Schreiben
  2. In der zweiten Variante geht es um eine angebliche „Garantieerklärung“ der britischen Finanzaufsichtsbehörde FCA (Financial Conduct Authority). Laut BaFin erhalten Verbraucher eine angebliche „Garantieerklärung“ der FCA, die auch das Logo des Bundesministeriums der Finanzen beinhaltet. Auch hierbei handelt es sich um eine Fälschung. In dem Schreiben fordern die Betrüger die Kontaktierten auf, einen Geldbetrag als Garantie zu überweisen, um eine Transaktion durchzuführen.
    Die Warnmeldung der BaFin hierzu finden Sie unter BaFin warnt vor „Garantieerklärung“ der FCA.
Die BaFin bittet alle Betroffenen, derartige Angebote oder Aufforderungen abzulehnen bzw. zu ignorieren und Anzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft zu erstatten.
Wenn Betroffene Zweifel haben, können sie sich auch an die BaFin wenden.
Auch das Bundesministerium der Finanzen informiert auf Ihrer Website über vielfältige Betrugsmaschen.