Sachsen-Anhalt ENERGIE: Unternehmensbeispiele

Im Rahmen des Förderprogramms Sachsen-Anhalt Energie erhalten Unternehmen einen Bonus, wenn sie über ihre Energieeffizienzmaßnahmen berichten. Hier finden Sie Beispiele von Unternehmen, die sich für eine Veröffentlichung im IHK-Internet entschieden haben:

Gehring GbR – Museums- und Traditionsbrauerei Wippra

Mit neuen Sudmodulen Energie eingespart und gleichzeitig die Produktivität gesteigert
Die Museums- und Traditionsbrauerei Wippra ist als historische Braustätte seit dem 15. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Seit über 500 Jahren wird hier ein schmackhaftes Bier, als regionale Spezialität gebraut. Als kleines, lokal strukturiertes Handwerksunternehmen kann die Familie Gehring auf mehr als 20 Jahre „Brauerei Wippra“ zurückblicken. Seither wurde das Wippraer Bier im alten Sudhaus mit Techniken aus den 70er Jahren produziert. Jedoch stiegen die Energiekosten mit der alten Anlage enorm an. Der energetische Aspekt, eine nachhaltige Produktion und der Klimaschutz waren Grundüberlegungen für die geplante Neuanschaffung. Das Förderprojekt „Sachsen-Anhalt – ENERGIE“ bot hierfür die besten Rahmenbedingungen. Durch eine konstruktive und effiziente Zusammenarbeit mit dem zertifizierten Energieberater der EHK Planungsgesellschaft mbH, der Fachfirma mbt-Brautechnik GmbH & Co. KG und den Vertretern der Investitionsbank Sachsen-Anhalt konnte innerhalb kürzester Zeit das Investitionsprojekt unter dem Titel „Erwerb neuer, energiesparender Sudmodule zur Bierproduktion“ umgesetzt werden. Das Investitionsvolumen belief sich auf rund 300.000 EURO mit einem Zuschuss von 50 Prozent.
Die neuen Sudmodule sind hervorragend in den alten Gemäuern integriert und tragen inzwischen zu einem deutlich gesenkten Energieverbrauch und einer geringeren Belastung der Umwelt bei. Mit der neuen Technologie konnte die Bierproduktion im gleichen Zeitumfang gesteigert werden. Auch bei weiteren zukünftigen Investitionen wird das Familienunternehmen sein Hauptaugenmerk auf eine energieeffiziente Ausgestaltung legen.
Quelle: Gehring GbR – Museums- und Traditionsbrauerei Wippra (Harz)

SLV Service GmbH

In effizientere Kühlanlage und Wärmerückgewinnung investiert 
Im Zuge des Projektes Sachsen-Anhalt ENERGIE hat die SLV Service GmbH mit Sitz in Halle (Saale) die sich im Außenbereich befindliche Kühlanlage durch eine wesentlich effizientere und somit klimafreundlichere Kühlanlage getauscht. Allein dieser Schritt brachte dem Unternehmen eine Stromersparnis von etwa 26 Prozent. Die Kühlanlage ist für den laufenden Betrieb der Laserstrahlanlagen zwingend erforderlich. 
In einem zweiten Schritt wurde auf der Kühlanlage eine Abzugshaube installiert: Durch diese und entsprechende Rohrleitungen kann in der kühleren Jahreszeit die von der Kühlanlage abgegebene Wärme in den Hallenbereich geleitet werden. In den heizungsfreien Monaten lässt sich die Haube mittels Schieber wieder vom Hallenraum abkoppeln und die warme Luft kann über acht Lüftungsklappen entweichen. So war diese Maßnahme auch in puncto Heizkostenreduzierung für das Unternehmen zielführend.
Quelle: SLV Service GmbH

Gehring GbR – Museums- und Traditionsbrauerei Wippra

In moderne, energiesparende Anlage investiert und Produktivität gesteigert
Neue KEG-Anlage in alten Gemäuern: In der Museums- und Traditionsbrauerei Wippra wird seit über 500 Jahren Handwerksbier (Craft Beer) gebraut. In den letzten Jahren ist besonders die Nachfrage nach Fassware gestiegen. Dadurch, dass die Fässer überwiegend manuell befüllt werden, kam es zu erheblichen Lieferengpässen. Gleichzeitig stiegen die Energiekosten der alten Fassreinigungs- und Fassabfüllanlage aus dem Jahr 1991 enorm an. Bei der Überlegung, eine neue Anlage anzuschaffen, spielten der energetische Aspekt und der Klimaschutz eine wichtige Rolle. In effizienter Zusammenarbeit mit dem zertifizierten Energieberater der EHK Planungsgesellschaft, der Fachfirma ATS Wibbing GmbH und den Vertretern der Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB) konnten innerhalb eines Jahres die Investitionen mit Hilfe des Förderprogramms „Sachsen-Anhalt ENERGIE“ realisiert werden. Zentrale Maßnahme war der „Erwerb einer neuen, energiesparenden Fassreinigungs- und Abfüllanlage“.
Fast 70.000 Euro flossen in dieses Vorhaben, welches mit 50 Prozent gefördert wurde. In kurzer Bauzeit entstand durch ein fachkundiges, engagiertes und serviceorientiertes Mitarbeiterteam der ATS Wibbing GmbH eine moderne KEG-Anlage. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Mit neuester Technologie, hohem Qualitäts- und Leistungsniveau und einem sinkenden Energieverbrauch konnte die Fassabfüllung im gleichen Zeitumfang mehr als verdoppelt werden. Das entspricht einer Energieeinsparung von 19.350 Kilowattstunden bei gleichzeitiger Steigerung der Produktivität.

HE-LÜ Möbel Handels GmbH

Dank Förderprogramm Maßnahmen zur energetischen Optimierung gebündelt
Vom Start weg hatte das hallesche Wohnzentrum und Möbelhaus Lührmann das Thema Energieeinsparung im Visier, veranlasste an seinem Standort in der Mansfelder Straße bereits vor gut zehn Jahren den Bau eines energieeffizienten Blockheizkraftwerks (BHKW). „Als wir durch unseren Architekten vom Förderprogramm Sachsen-Anhalt ENERGIE und der Möglichkeit bis zu 50-prozentiger Bezuschussung erfuhren, haben wir uns entschlossen, von uns ohnehin, aber eigentlich schrittweise über einen längeren Zeitraum geplante Umbau- und energetische Optimierungsmaßnahmen zu bündeln“, unterstreicht Geschäftsführer Clemens Cord Lührmann.
Nach einer umfangreichen Bestandsaufnahme durch den zertifizierten Energieberater Holger Perske, dessen Unterstützung und Expertise auch bei der eigentlichen Beantragung extrem hilfreich gewesen sei, wurden drei Handlungsfelder als Kernpunkte der geplanten Modernisierungsmaßnahmen identifiziert: Ab Juli 2018 wurde als erstes die Beleuchtung auf den 9.500 Quadratmetern Verkaufs- und Ausstellungsfläche von Natriumdampf-Hochdrucklampen auf LED umgestellt – bei laufendem Betrieb und Teilbereich für Teilbereich. Zudem wurden die bis dahin ungeregelten konventionellen Pumpen und Motoren der Heizungsanlage auf energiesparende, zudem mit ausgeklügelter automatisierter Steuerungstechnik versehene Modelle umgestellt. Last but not least erfolgte auch eine Erneuerung der Pumpe für die Sprinkleranlage im Haus.
Summa summarum wurden in dem über die Dauer eines Jahres realisierten Projekt knapp 190.000 Euro investiert, von denen 50 Prozent als Zuschuss aus dem Förderprogramm Sachsen-Anhalt ENERGIE kommen. Der Effekt der energetischen Optimierungsmaßnahmen „schlägt sich ökologisch, für uns aber auch ganz handfest ökonomisch nieder“, verdeutlicht Clemens Cord Lührmann. „Wir sparen pro Jahr gut 140.000 Kilowattstunden Strom und entlasten zugleich die Umwelt um ein CO2-Äquivalent von mehr als 87 Tonnen“, hebt der Geschäftsführer hervor, der mittelfristig noch weitere Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs umsetzen will.
Autor: Andreas Löffler

Kurt Seume Spezialmaschinenbau GmbH

Durch Investitionen Energie gespart
Der seit 1990 am Markt tätige Sondermaschinenbauer Kurt Seume Spezialmaschinenbau GmbH bedient verschiedenste Branchen im Maschinen- und Anlagenbau mit Unikaten, Sonderanfertigungen, Ersatzteilen und vielfältigen Serviceleistungen rund um den Maschinenbau. Mit Hilfe des Förderprogramms Sachsen-Anhalt ENERGIE hat das Unternehmen in energetisch optimierte Wirtschaftsgüter investiert und damit effizient Energie eingespart.
Ein umfangreicher CNC-Maschinenpark bildet das Herzstück des  Unternehmens. Dabei wird der Fertigungsprozess stets an den technologischen Fortschritt angepasst. So strebt der Sondermaschinenbauer zum Beispiel an, die energieeffiziente Ausrichtung seiner Produktionsanlagen zu verbessern und den Einsatz von fossilen Energieträgern zu verringern. Für diese Aufgabe hat er sich das Beratungs- und Planungsbüro für Energieeffizienz Holger Klimas als Partner an die Seite geholt.
Die durchgeführte Ist-Stand-Analyse ergab, dass in verschiedenen Bereichen erhebliche Energieeinsparungspotenziale vorhanden sind. Bei der Umsetzung hat das Unternehmen eine fünfzigprozentige Förderung durch das Land Sachsen-Anhalt im Rahmen des Förderprogrammes „Sachsen-Anhalt ENERGIE“ der Investitionsbank erhalten.
So wurde unter anderem die Hallenbeleuchtung auf ein LED-effizientes Beleuchtungssystem umgestellt und eine Werkzeugmaschine durch eine moderne, energieeffiziente Anlage ersetzt. So gelang es dem Unternehmen, über 44.033 kWh Strom und damit einhergehend über 26,11 Tonnen CO2 pro Jahr einzusparen.  
Darüber hinaus nutzt der Sondermaschinenbauer die Abwärme der Fertigungssysteme. Um sich unabhängiger von fossilen Brennstoffen für die Brauchwassererwärmung zu machen, wurde eine Luftwärmepumpe zur Erwärmung von Brauchwasser in dem Abluftstrom des Fertigungssystems  installiert.
Auch bei weiteren zukünftigen Investitionen legt das Unternehmen das Hauptaugenmerk auf eine energieeffiziente Ausgestaltung.
Quelle: Kurt Seume Spezialmaschinenbau GmbH