Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz

Der Bund unterstützt Unternehmen bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Energie- und Ressourceneinsparung sowie der Reduzierung von Kohlendioxid-Emissionen mit einem Zuschuss oder einem Kredit mit Tilgungszuschuss unterstützt. Höhere Fördersätze bietet zudem der Förderwettbewerb. Das Förderpaket ist offen für alle Branchen und Technologien und besteht aus mehreren Modulen. Neu ist die Förderung von Transformationskonzepten.

Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft - Zuschuss (BAFA)

Was wird gefördert?
Modul 1 – Querschnittstechnologien
  • Ersatz oder Neuanschaffung hocheffizienter Anlagen/Aggregate für industrielle und gewerbliche Anwendung 
Modul 2 – Prozesswärme aus erneuerbaren Energien
  • Maßnahmen zur Prozesswärmebereitstellung aus Solarkollektor-, Biomasseanlagen, Wärmepumpen, sofern sie erneuerbare Wärmequellen nutzen, KWK-Anlagen auf Basis erneuerbarer Energien
Modul 3 – Mess-, Steuer-, Regelungstechnik (MSR), Sensorik und Energiemanagementsoftware
  • Erwerb und Installation von MSR/Sensorik zum Monitoring und der effizienten Regelung von Energie- und Materialströmen
  • Erwerb und Installation von Energiemanagementsoftware sowie Schulung
Modul 4 – Energie- und ressourcenbezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen
  • energetische und ressourcenorientierte Optimierung von industriellen bzw. gewerblichen Anlagen und Prozessen
  • Erstellung des Einsparkonzepts inkl. Umsetzungsbegleitung
Modul 5 – Transformationskonzepte
  • Erstellung und Zertifizierung einer CO2-Bilanz,
  • Erstellung von Transformationskonzepten inkl. Beratung/Datenerhebung/Umsetzung
Wer wird gefördert?
  • Unternehmen und freiberuflich Tätige
  • Contractoren
Wie wird gefördert?
  • Zuwendung in Form einer Anteilsfinanzierung
  • Modul 1:
    • Zuschuss in Höhe von 30 Prozent der förderfähigen Kosten (KMU: 40 Prozent)
    • Netto-Investitionsvolumen inkl. Nebenkosten: mind. 2.000 Euro
    • Förderhöchstbetrag pro Vorhaben: 200.000 Euro
  • Modul 2:
    • Zuschuss in Höhe von 45 Prozent der förderfähigen Kosten (KMU: 55 Prozent)
    • Förderhöchstbetrag pro Vorhaben: 15 Mio. Euro
  • Modul 3:
    • Zuschuss in Höhe von 30 Prozent der förderfähigen Kosten (KMU: 40 Prozent)
    • Förderhöchstbetrag pro Vorhaben: 15 Mio. Euro
  • Modul 4:
    • Zuschuss in Höhe von 30 Prozent der förderfähigen Kosten (KMU: 40 Prozent)
    • Förderquote Abwärmeerschließung zur außerbetrieblichen Nutzung: 40 Prozent (KMU: 50 Prozent)
    • Förderhöchstbetrag pro Vorhaben: 15 Mio. Euro; max. 500 Euro pro jährlich eingesparte Tonne CO2 (KMU: max. 900 Euro)
  • Modul 5:
    • Zuschuss in Höhe von bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten (KMU: 60 Prozent)
    • Förderhöchstbetrag pro Konzept: 80.000 Euro
Was gilt es zu beachten?
  • Betriebsstätte/Niederlassung in Deutschland
  • Erfüllung technischer Mindestanforderungen
  • geförderte Investitionsmaßnahmen müssen nach Inbetriebnahme mind. 3 Jahre zweckentsprechend betrieben werden
Wie und wo ist der Antrag zu stellen?
Antragstellung erfolgt vor Maßnahmenbeginn beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Modul 1 bis 4) bzw. beim VDI/VDE (Modul 5) online über die Antragsplattformen 
Was sollte man noch wissen?
  • Gewährung der Beihilfen (Zuwendungen) erfolgt je nach Maßnahme auf Grundlage der AGVO oder als De-minimis-Beihilfe
  • Richtlinie ist vorerst bis 30.06.2024 befristet
Stand: September 2022

Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft - Kredit (KfW)

Was wird gefördert?
Modul 1 – Querschnittstechnologien
  • Ersatz oder Erstbeschaffung hocheffizienter Aggregate für industrielle und gewerbliche Anwendung
Modul 2 – Prozesswärme aus erneuerbaren Energien
  • Maßnahmen zur Prozesswärmebereitstellung aus Solarkollektor-, Biomasseanlagen, Wärmepumpen, sofern sie erneuerbare Wärmequellen nutzen, hocheffiziente KWK-Anlagen unter Verzicht auf EEG- bzw. KWKG-Förderung
Modul 3 – Mess-, Steuer-, Regelungstechnik (MSR), Sensorik und Energiemanagementsoftware
  • Erwerb und Installation von MSR/Sensorik zum Monitoring und der effizienten Regelung von Energie- und Materialströmen
  • Erwerb und Installation von Energiemanagementsoftware sowie Schulung
Modul 4 – Energie- und ressourcenbezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen
  • energetische und ressourcenorientierte Optimierung von industriellen bzw. gewerblichen Anlagen und Prozessen
Modul 5 – Transformationskonzepte
  • Erstellung und Zertifizierung einer CO2-Bilanz
  • Erstellung von Transformationskonzepten inkl. Beratung/Datenerhebung/Umsetzung
Wer wird gefördert?
  • Unternehmen und freiberuflich Tätige
  • Contractoren
Wie wird gefördert?
  • Kreditförderung mit Tilgungszuschuss
  • Finanzierungsanteil: bis zu 100 Prozent der förderfähigen Investitionskosten
  • Kredithöchstbetrag: max. 25 Mio. Euro pro Vorhaben
  • Modul 1: 
    • Tilgungszuschuss bis zu 30 Prozent (KMU: 40 Prozent)
    • Förderhöchstbetrag pro Vorhaben: 200.000 Euro
  • Modul 2: 
    • Tilgungszuschuss bis zu 45 Prozent (KMU: 55 Prozent)
    • Förderhöchstbetrag pro Vorhaben: 15 Mio. Euro
  • Modul 3: 
    • Tilgungszuschuss bis zu 30 Prozent (KMU: 40 Prozent)
    • Förderhöchstbetrag pro Vorhaben: 15 Mio. Euro
  • Modul 4: 
    • Tilgungszuschuss bis zu 30 Prozent (KMU: 40 Prozent)
    • Förderquote bei Abwärmeerschließung zur außerbetrieblichen Nutzung: 40 Prozent (KMU: 50 Prozent)
    • Förderhöchstbetrag pro Vorhaben: 15 Mio. Euro; max. 500 Euro pro jährlich eingesparte Tonne CO2 (KMU: max. 900 Euro)
  • Modul 5:
    • Tilgungszuschuss bis zu 50 Prozent (KMU: 60 Prozent)
    • Förderhöchstbetrag pro Konzept: 80.000 Euro pro
Was gilt es zu beachten?
  • Betriebsstätte/Niederlassung in Deutschland
  • Erfüllung technischer Mindestanforderungen 
  • geförderte Investitionsmaßnahmen müssen nach Inbetriebnahme mind. 3 Jahre zweckentsprechend betrieben werden
Wie und wo ist der Antrag zu stellen?
Antragstellung erfolgt vor Maßnahmenbeginn über Finanzierungspartner (Banken und Sparkassen) (Modul 1 bis 4) bzw. beim VDI/VDE (Modul 5)
Was sollte man noch wissen?
  • Gewährung der Beihilfen (Zuwendungen) erfolgt je nach Maßnahme auf Grundlage der AGVO oder als De-minimis-Beihilfe
  • Richtlinie ist bis 30.06.2024 befristet
Stand: September 2022

Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft - Förderwettbewerb (VDI/VDE)

Was wird gefördert?
  • Maßnahmen zur energetischen und ressourcenorientierten Optimierung industrieller und gewerblicher Anlagen sowie Prozesse zur Erhöhung der Energie- oder Ressourceneffizienz bzw. Senkung und Vermeidung des fossilen Energieverbrauchs oder CO2-intensiver Ressourcen im Unternehmen, insbesondere:
    • Prozess- und Verfahrensumstellungen auf effiziente Technologien
    • energetische und ressourcenorientierte Optimierung von Produktionsprozessen
    • Nutzung von Abwärme, die durch Prozesse entsteht
    • Prozesswärmebereitstellung aus Solarkollektor-, Biomasseanlagen, Wärmepumpen bei Nutzung erneuerbarer Energiequellen
    • Maßnahmen an Anlagen zur Wärmeversorgung, Kühlung und Belüftung, sofern überwiegender Einsatz für Prozesse zur Herstellung, Weiterverarbeitung oder Veredelung von Produkten
    • Maßnahmen zur Reduktion oder Vermeidung von Energie- und Ressourcenverlusten
    • Sensorik, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie zugehörige Software
  • Erstellung des Einsparkonzeptes inkl. Umsetzungsbegleitung
Wer wird gefördert?
  • Unternehmen und freiberuflich Tätige
  • Contractoren
Wie wird gefördert?
  • Zuwendung in Form einer Anteilsfinanzierung
  • Zuschuss für Kosten der Maßnahme(n) anteilig in Höhe von bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten
  • Festlegung einer max. Obergrenze der Förderquote; Antragsteller entscheidet selbst, welche Förderquote er für sein Vorhaben beantragt
  • zentrales Kriterium für Förderentscheidung: je Fördereuro erreichte CO2-Einsparung pro Jahr (Fördereffizienz)
  • max. Fördersumme pro Vorhaben: 10 Mio. Euro
Was gilt es zu beachten?
  • Betriebsstätte/Niederlassung in Deutschland
  • Amortisationszeit des Vorhabens bezogen auf die Summe der eingesparten Energiekosten ohne Förderung muss mind. 4 Jahre betragen
  • geförderte Investitionsmaßnahmen müssen nach Inbetriebnahme mind. 3 Jahre zweckentsprechend betrieben werden
  • Erstellung eines Einsparkonzeptes durch einen Energieberater ist erforderlich (Unternehmen mit einem Energie- oder Umweltmanagementsystem nach DIN ISO 50001/EMAS können Einsparkonzept selbst erstellen)
Wie und wo ist der Antrag zu stellen?
Antragstellung (Bewerbung) erfolgt vor Maßnahmenbeginn beim VDI/VDE online über die Antragsplattform; Antragsverfahren ist zweistufig
Was sollte man noch wissen?
  • es gibt mehrere Wettbewerbsrunden pro Jahr mit entsprechenden Stichtagen, Bewerber können aber kontinuierlich Anträge einreichen
  • wird das Budget der jeweiligen Wettbewerbsrunde um 50 Prozent vor Bewerbungsschluss überzeichnet, kann die Wettbewerbsrunde vorzeitig geschlossen werden
  • zum Wettbewerb zugelassene, aber nicht berücksichtigte Vorhaben können in einer späteren Wettbewerbsrunde erneut eingereicht werden
  • Richtlinie ist bis 31.12.2026 befristet
Stand: September 2022