SIHK-Pressemeldung

SIHK warnt vor Umweltspur am Märkischen Ring in Hagen

Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) warnt vor zusätzlichen Verkehrseinschränkungen auf dem Märkischen Ring in Hagen. Anlass ist die Beschlussvorlage für die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr am 24. September. Die Stadtverwaltung schlägt darin vor, im Zuge des Rückbaus der Ebene II zwischen Badstraße und Zehlendorfer Straße temporär eine Umweltspur einzurichten. Dafür sollen die jeweils äußeren Fahrstreifen dem Bus- und Radverkehr vorbehalten werden.
Die SIHK appelliert an die Mitglieder des Ausschusses, der geplanten Maßnahme nicht zuzustimmen. Mit dem Rückbau der Ebene II und der Baumaßnahme an der Badstraßenbrücke stehen ab Anfang 2027 jahrelange Großbaustellen mit erheblichen Auswirkungen auf den Hagener Verkehr bevor.
„In den kommenden Jahren muss es das gemeinsame Ziel aller Akteure sein, Hagen trotz der zahlreichen anstehenden Baustellen, Abriss- und Sanierungsmaßnahmen attraktiv erreichbar zu halten. Dafür kämpfen wir gemeinsam mit der regionalen Wirtschaft seit Monaten. Ausgerechnet jetzt auf einer wichtigen Verkehrsachse Fahrspuren für den motorisierten Individualverkehr wegzunehmen, ist das falsche Signal“, sagt SIHK-Vizepräsident Marc Werner, zugleich auch Vorsitzender des Regionalbeirats Hagen.
Die Erfahrungen auf der Körnerstraße zeigten, wie zusätzliche Einschränkungen in einer ohnehin angespannten Baustellensituation weitere Staus provozieren könnten. Gerade während der jahrelangen Arbeiten an der Ebene II seien leistungsfähige Ausweichrouten und größtmögliche Flexibilität im Verkehrsnetz erforderlich.
Werner betont: „Als Oberzentrum muss Hagen aus der gesamten Region erreichbar bleiben – auch mit dem Auto. Statt die Erreichbarkeit der Innenstadt zu priorisieren, wird der Verkehr künstlich ausgebremst. Die geplante Maßnahme ist für die Erreichbarkeit des Wirtschaftsstandortes ein echter Nackenschlag.“