Saale-Orla-Kreis: Mercer Rosenthal TOP-Ausbildungsunternehmen

Die Mercer Rosenthal GmbH ist von der Industrie- und Handelskammer Ostthüringen zu Gera als TOP-Ausbildungsunternehmen ausgezeichnet worden. Matthias Säckl, Geschäftsbereichsleiter für Aus- und Weiterbildung überreichte heute die Urkunde und gratulierte dem Unternehmen zu seinem langjährigen und systematischen Engagement in der beruflichen Ausbildung. Mercer Rosenthal beschäftigt am Standort Rosenthal am Rennsteig aktuell 16 Auszubildende und bildet in insgesamt acht Berufen aus, insbesondere im Kernberuf des Papiertechnologen.
„Eine herausragende Berufsausbildung ist ein entscheidender Standortfaktor für Ostthüringen. Unternehmen, die junge Menschen qualifiziert ausbilden, sichern nicht nur ihren eigenen Fachkräftebedarf, sondern stärken die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unserer gesamten Region. Mercer Rosenthal zeigt in vorbildlicher Weise, wie nachhaltige Fachkräftesicherung in der Praxis gelingt“, sagt Matthias Säckl.
Mercer Rosenthal setzt in der Ausbildung auf eine enge Verzahnung von Praxis, individueller Förderung und langfristiger Personalplanung. Dafür arbeitet das Unternehmen mit einem festen Netzwerk an Kooperationspartnern für überbetriebliche Lehrgänge zusammen. In den Bereichen, in denen es möglich ist, steigen die Auszubildenden von Beginn an in den Betriebsalltag ein. Dort, wo handwerkliche Grundlagen vermittelt werden müssen, erfolgt die Ausbildung zunächst in Werkstätten. Spätestens ab dem zweiten Ausbildungsjahr arbeiten die Nachwuchskräfte direkt mit den Kolleginnen und Kollegen im Werk zusammen.
Zu den Ausbildungsbedingungen bei Mercer Rosenthal gehören unter anderem 30 Urlaubstage, die Übernahme von Fahrt- und Internatskosten für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, eine 35-Stunden-Woche, ein Notebook auch für die Berufsschule sowie Büchergeld. Diese Unterstützung zahlt sich aus: Immer wieder erzielen Auszubildende des Unternehmens Spitzenleistungen. So stellte Mercer Rosenthal bereits Thüringer Landesbeste.
Im Jahr 2025 wurde Papiertechnologe Nils Koburger sogar drittbester Auszubildender seines Jahrgangs in Deutschland. Nach seiner Ausbildung zum Papiertechnologen hat sich der 22-Jährige für ein Studium der Verfahrenstechnik und Naturstofftechnik entschieden. Seitdem ist er bei Mercer Rosenthal als Werkstudent in einem Forschungsprojekt eingebunden. „Zum Glück habe ich auf den Tipp eines späteren Kollegen vertraut und mit der Ausbildung zum Papiertechnologen eine mehr als gute Wahl getroffen. Ich wollte gerne das Beste von allen Bereichen machen, und als Papiertechnologe lernt man alles über den Produktionsprozess, kann aber auch mit den Kollegen der Werkstätten anpacken. In den nächsten Jahren möchte ich mein Studium erfolgreich abschließen und dann wieder in Vollzeit nach Rosenthal zurückkehren“, sagt Nils Koburger.
Dass Ausbildung und Zukunftstechnologien in Rosenthal zusammengehören, zeigt auch die Entwicklung des Standorts insgesamt. Im Sommer 2023 wurde dort das Mercer Lignin Center in Betrieb genommen – nach Unternehmensangaben die erste Anlage dieser Art in Mitteleuropa, die täglich bis zu einer Tonne Lignin extrahieren kann. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Forschung und Industrie sollen dort ligninbasierte Produkte entwickelt werden, die bisher fossil basierte Produkte ersetzen.
Auch in der Berufsorientierung will Mercer Rosenthal noch früher ansetzen. Erstmals beteiligt sich das Unternehmen am IHK-Schülercollege. Dafür haben die Auszubildenden des Unternehmens ein Modell entwickelt, das bewusst Fehler enthält. Die Aufgabe der Schülerpraktikantinnen und Schülerpraktikanten wird darin bestehen, diese Fehler zu entdecken und zu beheben, bis das Modell wieder funktioniert. „Wir wollen früh ansetzen, deshalb bieten wir seit diesem Jahr auch Bewerbungstraining in den umliegenden Schulen an“, sagt Angie Mai. Sie ist in der Personalabteilung des Unternehmens für die Aus- und Weiterbildung zuständig. Das IHK-Schülercollege ist ein etabliertes Berufsorientierungsangebot der IHK Ostthüringen zu Gera.