Wirtschaft Region Fulda
Nr. 7060434
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Hessentag

Hesse ist, wer Hesse sein will

Als 1961 der Hessentag in Alsfeld aus der Taufe gehoben wurde, prägte der damalige Ministerpräsident Georg-August Zinn einen Satz, der bis heute nichts an Aktualität eingebüßt hat: „Hesse ist, wer Hesse sein will und sich hier und jetzt zu uns bekennt.“
Allein in Fulda leben heute Menschen aus mehr als 100 Herkunftsländern miteinander. Da braucht es Gelegenheiten zusammenzukommen, miteinander zu feiern, um zusammenzuwachsen und eine gemeinsame Identität zu entwickeln. Beim Hessentag können sich Menschen, ganz gleich woher sie kommen, zwanglos begegnen und zugleich vieles über unser Bundesland erfahren. Fast 1200 kostenlose Veranstaltungen bieten hier vielfältige und niedrigschwellige Möglichkeiten.
Unser Hessentag zeichnet sich durch ein sehr hohes Maß an Regionalität aus: Viele Produkte, Sponsoren und Musikgruppen kommen hier aus der Stadt oder der näheren Umgebung – das sorgt natürlich auch für eine besondere Nachhaltigkeit. Und unsere Konzert-Arena liegt nicht irgendwo auf der grünen Wiese, sondern auf dem Domplatz im Herzen des Barockviertels.
Wir haben den Hessentag ganz bewusst in unsere Innenstadt geholt, denn so profitieren der lokale Handel sowie Gastronomie und Hotellerie.
Natürlich ist ein solches Landesfest auch mit großen organisatorischen Herausforderungen und Kosten für die gastgebende Stadt verbunden, vor allem die Ausgaben für die Sicherheit sind in den vergangenen Jahren extrem gestiegen. Dem gegenüber stehen die Mittel, die wir vom Land Hessen erhalten: Zuschüsse für die Durchführung, Fördermittel für Hessentagsprojekte sowie zinslose Kredite. Dies alles ermöglicht uns, manche Projekte umzusetzen, die sonst erst später oder überhaupt nicht möglich wären. So trägt der Hessentag ganz wesentlich zur Stadtentwicklung bei.
Fulda bringt Erfahrung in der Durchführung großer Veranstaltungen mit. Gleichwohl bietet der Hessentag durch die Termindichte der Programmpunkte und die enorme Bandbreite der Themen, die bespielt werden, besondere Herausforderungen. Einige Zahlen mögen dies verdeutlichen: An den zehn Veranstaltungstagen werden insgesamt 700.000 Besucherinnen und Besucher erwartet, allein die Zahl der schon jetzt gebuchten Tickets für die Domplatzarena beträgt mehr als 100.000. Auf weiteren zwölf Bühnen entlang der Hessentagsstraße wird täglich ein attraktives Programm geboten, zum Teil mit namhaften Akteuren – und für die Gäste alles kostenlos.
97.000 Quadratmeter groß ist die Veranstaltungsfläche – das entspricht etwa 15 Fußballfeldern. Hier sind allein 700 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Einsatz, dazu die große Zahl an Kräften aus der Verwaltung sowie die Angehörigen von involvierten Institutionen, Unternehmen, Sponsoren, Kirchen, Hilfs- und Rettungsorganisationen etc. Allein rund 60 Stände umfasst die „Straße der Wirtschaft“, knapp 80 sind es bei der Sonderschau „Der Natur auf der Spur“. Gut drei Kilometer lang schlängelt sich die Hessentagsstraße von der Oberstadt bis in die Fulda-Aue, 10.000 zusätzliche Parkplätze wurden ausgewiesen, vier kostenlose Shuttle- Buslinien verbinden die Parkflächen mit den Veranstaltungsorten, 3500 Menschen werden am Festzug zum großen Finale des Hessentags teilnehmen, allein 24 Musikgruppen sind dabei. All dies und noch viel mehr muss koordiniert und zusammengeführt werden, damit Einheimische wie Gäste die zehn Tage „Ausnahmezustand“ in Fulda unbeschwert genießen können.


63. Hessentag in Fulda

Programm
© Stadt Fulda/CTech · Piktogramme: 0melapics / Freepikcom

Zehn Tage, zehn Themenschwerpunkte und unzählige Impulse: Mit einem vielseitigen Programm beleuchten wir auf dem Hessentag die ganze Bandbreite wirtschaftlicher Themen – von Ausbildung und Gründung über Gesundheit und Weiterbildung bis hin zu regionalem Handel und neuen Perspektiven auf Wirtschaft.

6 min Lesezeit
Interview

Der Countdown läuft: In weniger als zwei Wochen beginnt der Hessentag in Fulda und wird zehntausende Besucher in die Stadt spülen. Das stellt viele Betriebe vor besondere Aufgaben. Ob Versorgung, Sicherheit oder Service: Hinter den Kulissen wird geplant, organisiert und improvisiert. Neun Unternehmen erzählen, wie sie sich auf die intensivsten Tage des Jahres vorbereiten.

8 min Lesezeit