PERFORM zukunftsfähige Gewerbegebiete

Synergien in Gewerbegebieten – gemeinsam mehr erreichen

Das Projekt zeigt auf, wie durch Kooperationen ansässiger Betriebe bessere Bedingungen im Quartier geschaffen werden können. Dazu werden Best-Practice-Beispiele vorgestellt. Unternehmen wie Kommunen werden informiert, welchen Beitrag sie zur Vernetzung und Kooperation leisten können.

Wenn aus vielen Unternehmen ein gemeinsamer Wirtschaftsstandort wird

Gewerbegebiete bestehen aus zahlreichen Unternehmen mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen – häufig gibt es aber gemeinsame Herausforderungen und Bedarfe.
Energieversorgung, Mobilität, Breitband, Verpflegung, Betreuung oder gemeinsam genutzte Infrastruktur sind Beispiele dafür. Was für ein einzelnes Unternehmen aufwendig oder unwirtschaftlich sein kann, lässt sich gemeinsam möglicherweise effizienter lösen.
Das Projekt „Synergie im Quartier“ unserer Wirtschaftsinitiative PERFORM untersuchte deshalb, welche Potenziale in der Zusammenarbeit von Unternehmen und Kommune liegen.
Untersucht wurden Gewerbestandorte in Alsbach-Hähnlein und Rüsselsheim. Gemeinsam mit Unternehmen vor Ort wurden bestehende Strukturen, Bedarfe und mögliche Kooperationsansätze betrachtet.

Unsere wichtigsten Erkenntnisse

Gemeinsam denken lohnt sich

Unternehmen haben häufig ähnliche Standortanforderungen. Werden diese sichtbar gemacht, können daraus gemeinsame Lösungen entstehen – beispielsweise bei Mobilität, Energie, Versorgung oder Angeboten für Beschäftigte.

Das Gewerbegebiet ist mehr als die Summe seiner Grundstücke

Die Entwicklung eines Standorts endet nicht an den Grundstücksgrenzen. Ein Gewerbegebiet kann als gemeinsamer Wirtschafts- und Lebensraum betrachtet werden.

Kooperation braucht einen Impuls

Unternehmen kooperieren nicht automatisch, nur weil sie nebeneinander liegen. Es braucht Austausch, einen konkreten Anlass und häufig einen Akteur, der Unternehmen und Kommune zusammenbringt.

Kleine Lösungen können viel bewirken

Synergien müssen nicht immer große Infrastrukturprojekte sein. Auch gemeinsame Dienstleistungen, Mobilitätsangebote oder ein besseres Versorgungsangebot für Beschäftigte können die Standortqualität verbessern.
Ein Beispiel dafür ist das Gewerbegebiet Sandwiese in Alsbach-Hähnlein: Aus dem Austausch mit Unternehmen entstand unter anderem der Wunsch nach einem besseren Mittagsangebot. Daraus entwickelte sich ein regelmäßiges gastronomisches Angebot vor Ort. (alsbach-haehnlein.de)

Was können Kommunen daraus mitnehmen?

Drei Fragen können ein guter Ausgangspunkt sein:
  • Welche Bedarfe haben mehrere Unternehmen gemeinsam?
  • Welche Angebote oder Infrastrukturen könnten gemeinsam genutzt werden?
  • Wer kann Unternehmen und Kommune zusammenbringen?
Denn erfolgreiche Kooperation beginnt meist nicht mit einem fertigen Konzept, sondern mit der Frage:
„Welches Problem könnten wir gemeinsam besser lösen als jeder für sich?“

Projektdaten

  • Projekt: Synergie im Quartier
  • Untersuchte Standorte: Alsbach-Hähnlein und Rüsselsheim
  • Projektpartner: Hochschule Darmstadt und Hochschule RheinMain

Partner des Projekts

  • Projektpartner und Unterstützer sind: Hochschule RheinMain sowie die Hochschule Darmstadt

Ergebnisse des Projekts

Die Ergebnisse und Präsentationen der Abschlussveranstaltung stehen zum Download bereit.