PM 28 | 04.08.2026

"Johanna A": Genuss mit Geschichte

Blumen, IHK-Ehrenurkunde, Glückwünsche – beinahe zu viel des Guten ist Frank Weigel die Aufmerksamkeit zum 25. Firmengeburtstag. Verbirgt sich doch hinter dem kleinen Jubiläum der „Johanna A.“ eine fast hundertjährige Vorgeschichte: Bereits Ende der 1920er Jahre hat sein Urgroßvater in Hohenstein-Ernstthal eine Kolonialwarenhandlung eröffnet. – Und damit ein Familienunternehmen begründet, das bis heute hohen Zuspruch erfährt.
Ein Kleinod ist das „Johanna A.“: urgemütlich, mit einer Riesenauswahl an Genussmitteln, Feinkost, erzgebirgischem Kunsthandwerk. Der Inhaber begrüßt Stammkunden, berät Souvenirjäger, führt durchs Geschäft, umreißt Firmenhistorie: vom Umzug in die eigene Immobilie um 1930 (Dresdner Straße 5), der weiteren Entwicklung des Sortiments durch Großeltern und Eltern bis zur Übernahme durch die DDR-Handelsorganisation HO und Umgestaltung zum Reformhaus Ende 1970. Nach dem Mauerfall holt Frank Weigel die Firma zurück, tauscht seinen Arbeitsplatz in der Industrie für Eigeninitiative, Leidenschaft und Tatkraft ein. Erneut halten Tee, Kaffee, Süßwaren und Feinkost Einzug ins Geschäft und werden durch Deko- sowie Kinderartikel ergänzt. Mit viel Gespür wertet der Unternehmer die über 150 Jahre alte Bausubstanz auf, verbindet alte Seifensiederei, Kontor, Innenhof und Lager zu einem nostalgischen Ladenkonzept, das Vergangenheit bewahrt und neu erlebbar macht.
„Unser Haus war immer eine besondere Adresse für hochwertige Produkte und vertrauensvolle Kundenbeziehungen. Stets haben wir einige Neuheiten am Start“,
beschreibt Frank Weigel seine Erfolgsformel. Dazu gehört auch der uneingeschränkte Rückhalt seiner Familie (das Herzensprojekt ist nach seiner Tochter „Johanna A.“ benannt) und die Unterstützung von Andrea Rahnfeld, einer engagierten wie versierten Verkaufskraft.
Für die Zukunft wünscht sich der 56-Jährige vor allem Gesundheit und eine positive Entwicklung seiner Heimatstadt. Er hofft, dass Kunden die Vorzüge des Einkaufens vor Ort wieder stärker für sich entdecken. – Dann sieht man sich hoffentlich wieder: zum 100-jährigen!