PM 68 | 11.09.2026

Zukunftsstiftung erhält politischen Rückenwind

Die Zukunftsstiftung Sachsen kommt einen wichtigen Schritt voran: Beim Spitzengespräch zur Lage der sächsischen Wirtschaft mit Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter wurde die von den sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHKs)vorangetriebene Initiative aufgegriffen.
Das Ergebnispapier empfiehlt eine rasche Umsetzung und sieht die Zukunftsstiftung als zusätzliche, langfristige Säule der Innovations- und Wachstumsfinanzierung im Freistaat vor.
Erst in der vergangenen Woche hatten die Präsidenten der IHK Chemnitz, IHK Dresden und IHK zu Leipzig angesichts der Entwicklungen am Volkswagen-Standort Zwickau einen Kurswechsel in der sächsischen Wirtschaftspolitik gefordert. Das Ziel: weniger reine Förderpolitik, mehr Beteiligungen und eine Zukunftsstiftung für Sachsen.
Konkret sieht das Ergebnispapier für die Zukunftsstiftung vor:
  • Die Idee einer Zukunftsstiftung Sachsen soll rasch umgesetzt werden.
  • Die Stiftung soll eine zusätzliche und langfristige Säule der Innovations- und Wachstumsfinanzierung in Sachsen bilden, bestehende Angebote gezielt ergänzen und Finanzierungslösungen ermöglichen, die mit den bisherigen Instrumenten nicht oder nur unzureichend abgedeckt werden.
  • Das Stiftungskapital soll dauerhaft erhalten bleiben. Erträge, Beteiligungseinnahmen und Rückflüsse sollen wiederum für Investitionen genutzt werden.
  • Die Stiftung soll insbesondere wachstumsorientierte und junge innovative Unternehmen finanzieren – ausdrücklich aus allen Wirtschaftszweigen.
  • Bei der konkreten Ausgestaltung der Zukunftsstiftung – von der Satzung bis zur Investitionsstrategie – soll die sächsische Wirtschaft eng eingebunden werden.
Max Jankowsky, Präsident der IHK Chemnitz:
„Die Zukunftsstiftung bekommt den politischen Rückenwind, den sie jetzt braucht. Dass die rasche Umsetzung Eingang in die Ergebnisse des Spitzengesprächs findet, ist ein wichtiger Schritt. Jetzt gilt es, diesen Schwung zu nutzen und aus der Idee ein starkes Instrument für den Wirtschaftsstandort Sachsen zu machen.“
Dr. Andreas Sperl, Präsident der IHK Dresden:
„Die Zukunftsstiftung steht für einen anderen Ansatz in der Wirtschaftspolitik: Kapital investieren, Wachstum ermöglichen und die daraus entstehenden Werte langfristig für Sachsen nutzen. Gerade vor dem Hintergrund knapper öffentlicher Mittel müssen wir stärker darüber nachdenken, wie staatliches Kapital nachhaltig und mit größtmöglicher Wirkung eingesetzt werden kann.“
Kristian Kirpal, Präsident der IHK zu Leipzig:
„Hinter der Zukunftsstiftung stehen inzwischen mehr als 100 Unternehmerinnen und Unternehmer aus der sächsischen Wirtschaft. Die breite Unterstützung und die erarbeiteten fachlichen Grundlagen zeigen: Die Idee trägt. Dass die Zukunftsstiftung nun auch politisch einen wichtigen Schritt vorankommt, ist ein starkes Signal. Jetzt gilt es, sie gemeinsam auf den Weg zu bringen.“
Über die Zukunftsstiftung
Ende 2024 ist die Idee einer sächsischen Zukunftsstiftung geboren. Neben Initiatoren wie Bodo Rodestock, Vorstand für Finanzen, Personal und IT der VNG AG, Eric Weber, Gründer des Spin Lab in Leipzig, und Christophe Hug, Gründer und Geschäftsführer der Tilia GmbH in Leipzig, sind die sächsischen Industrie- und Handelskammern Treiber der Vision. Mittlerweile unterstützen mehr als 100 Unternehmerinnen und Unternehmer aus der sächsischen Wirtschaft die Idee.
Der Prüfauftrag wurde im Koalitionsvertrag verankert; parallel dazu wurden die wirtschaftlichen und rechtlichen Grundlagen weiter ausgearbeitet. Ein von den Initiatoren beauftragtes Gutachten des ifo Instituts kommt zu dem Ergebnis, dass eine Zukunftsstiftung ein zentraler Hebel für nachhaltiges Wachstum in Sachsen sein kann. Mehr Informationen unter: