Einstiegsqualifizierung

Betriebliche Einstiegsqualifizierungen (EQ) mit IHK-Zertifikat sind Türöffner und Orientierung in Ausbildung oder Beschäftigung. Sie richten sich an Jugendliche ohne klassische Ausbildung.


Angebot für Jugendliche

Der Einstieg in die Berufsausbildung für Jugendliche gestaltet sich mitunter aus den verschiedensten Gründen schwierig.  Für junge Menschen ohne Ausbildungsplatz ist die Einstiegsqualifizierung mit IHK Zertifikat eine optimale Möglichkeit, den Sprung ins Berufsleben zu meistern. Für Unternehmen sind die "EQs" eine weitere Option, Talente zu entdecken.

Was ist eine Einstiegsqualifizierung?

Ausbildungswillige und ausbildungsfähige junge Menschen sollen ein Angebot erhalten, wenn sie nach den bundesweiten Nachvermittlungsaktionen im Herbst keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Das Ziel der betrieblichen Einstiegsqualifizierung mit IHK-Zertifikat heißt: Potenziale erschließen durch den Einstieg in Ausbildung und Arbeit.
Jugendliche erhalten mit der Einstiegsqualifizierung die Möglichkeit, in einem Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten Teile eines Ausbildungsberufes, einen Betrieb und das Berufsleben kennen zu lernen. Die Einstiegsqualifizierung dient als Türöffner für Ausbildung oder Beschäftigung.
Ergebnisse des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zeigen: Die Forscher konnten die Funktion der EQs als Türöffner in eine betriebliche Ausbildung belegen und fanden keine Hinweise auf größere Verdrängungs- und Substitutionseffekte.

Was müssen Unternehmen tun?

Die Unternehmer schließen mit den Jugendlichen einen Vertrag über die Einstiegsqualifizierung. Vertragsmuster und Beispiele für Einstiegsqualifizierungen finden Sie hier.
Sie können weitere Tätigkeitsbereiche gemeinsam mit dem Ausbildungsberater der IHK festlegen.
  • Sie setzen die Jugendlichen in Ihrem Unternehmen ein und vermitteln die fachspezifischen und sozialen Kompetenzen. Die Jugendlichen verpflichten sich zu lernen.
  • Bei Berufsschulpflicht (landesspezifisch unterschiedlich) ermöglichen Sie den Jugendlichen den Schulbesuch.
  • Die Arbeitsagentur erstattet die Vergütung der Einstiegsqualifizierung von bis zu 243 Euro monatlich zuzüglich eines Anteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag von monatlich 121 Euro unabhängig von der tatsächlichen gezahlten Förderung.
  • Sie stellen am Ende der Einstiegsqualifizierung ein betriebliches Zeugnis aus und bewerten die Leistungen.
  • Die IHK vergibt ein Zertifikat, das den Übergang in eine spätere Ausbildung oder Berufstätigkeit erleichtert.
  • Bei anschließender Ausbildung kann die Ausbildungszeit um bis zu sechs Monate verkürzt werden.
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann finden Sie weitere Informationen auf der Webseite des DIHK unter: http://www.dihk.de/themenfelder/aus-und-weiterbildung/ausbildung/einstiegsqualifizierungen
oder wenden sich direkt an die Berater Berufliche Bildung.