IHK Braunschweig gründet regionalen Wirtschaftsausschuss Salzgitter

Unternehmer Christian Heinrich einstimmig zum Vorsitzenden gewählt

Mit einem beherzten „Glückauf!“ begrüßte IHK-Präsident Tobias Hoffmann am Donnerstagabend (14. Juli) im Hotel am See zur konstituierenden Sitzung des neuen Wirtschaftsausschusses Salzgitter der IHK Braunschweig, die mit dieser Gründung nach Goslar, Helmstedt, Peine und Wolfenbüttel gewissermaßen die letzte verbliebene Lücke schließt. In den regionalen Wirtschaftsausschüssen arbeiten Unternehmerinnen und Unternehmer an aktuellen kommunalspezifischen Themen und geben wichtige Impulse für die Weiterentwicklung ihres Geschäftsstandortes. Dabei handeln sie branchenunabhängig und stellvertretend für alle IHK-Mitgliedsunternehmen aus ihrer Kommune.
Auf Vorschlag von IHK-Vizepräsident Kurt Fromme wählten die 20 Ausschussmitglieder Christian Heinrich zu ihrem Vorsitzenden. Der Geschäftsführer der Glückauf Immobilien GmbH musste als „Salzgitteraner Junge“ nicht lange überlegen und nahm die Wahl an.
Dass sich Unternehmerinnen und Unternehmer persönlich und ehrenamtlich dafür einsetzen, die lokalen Herausforderungen anzugehen und Lösungen mitzugestalten, ist ein Kern der wirtschaftlichen Selbstverwaltung und zentraler Aspekt der IHK-Arbeit. Präsident Hoffmann hob dazu mit Blick auf den neugegründeten Ausschuss hervor: „Die Transformation bietet große Chancen für den Standort Salzgitter. Nicht nur Initiativen wie der Wasserstoffcampus oder die Batteriezellfertigung sind dabei entscheidend, sondern mit Blick auf die gesamte Wirtschaft in Salzgitter – vom Konzern über den Mittelstand bis zum Kleinunternehmen – ist es wichtig, die Herausforderungen für die hiesige Wirtschaft in den Blick zu nehmen und die Weichen richtig zu stellen. Auch unter diesem Aspekt ist die Gründung des regionalen Wirtschaftsausschusses in Salzgitter ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft.“
Für die erkrankten Frank Klingebiel, Oberbürgermeister Stadt Salzgitter, und Jan Erik Bohling, Dezernent für Wirtschaft, Digitales und Kultur, nahm Stadtrat Michael Tacke, Dezernent für Bau, Stadtplanung und Stadtentwicklung, als Gast an der Auftaktsitzung teil. Er freute sich über den neugegründeten IHK-Ausschuss und öffnete die Tür für eine intensive Zusammenarbeit.
Vollversammlungs- und Regionalausschussmitglied Astrid Striese, Prokuristin der ATL Striese Immobilien KG, beleuchtete abschließend „Salzgitter aus Sicht der mittelständischen Wirtschaft“. In ihrem Impulsvortrag ging sie insbesondere auf den Ausbau des Stichkanals in Salzgitter, den Stellenwert der Stadt als Geburtsort nachhaltiger Technologien (die Mannesmann Großrohr GmbH ist mit einem Auftrag am Bau der Pipeline für den LNG-Terminal in Wilhelmshaven beteiligt), die Bedeutung des Mittelstandes für die hiesige Wirtschaft sowie auf die Chancen eines interkommunalen Gewerbegebietes ein. „Ein interkommunales Gewerbegebiet, das die Schiene und den Hafen an eine naheliegende Fläche anbinden könnte, ist hier in der Vergangenheit gescheitert. Dennoch sollten wir dieses Thema unbedingt noch einmal sachlich betrachten. Wenn wir in Salzgitter nicht handeln, verpassen wir aus meiner Sicht Chancen, die wir nie wieder gut machen können.“
Stand: 15.07.2022