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Zuverlässiger Partner für Unternehmen
Wenn Lena Pollichtner ein Kaffeeetikett gestaltet, steckt darin weit mehr als Kreativität. Mit viel Liebe zum Detail fertigt sie individuelle Motive an, unterstützt beim Verpacken der Bestellungen für den Online-Shop und hilft im angrenzenden Klosterlädchen mit, das seit November 2025 von der Lebenshilfe Schmerlenbach betrieben wird. Lena ist eine von vielen Menschen, die in den Werkstätten der Lebenshilfe Schmerlenbach täglich zeigen, welches Potenzial in inklusiver Arbeit steckt.
Die Lebenshilfe Schmerlenbach begleitet seit 50 Jahren Menschen mit Behinderung in der Region auf ihrem Weg in das Arbeitsleben. Aus einer Elterninitiative, die in den 1970er Jahren in Schmerlenbach entstand, entwickelte sich eine moderne Einrichtung mit inzwischen vier Standorten in Schmerlenbach, Aschaffenburg, Großheubach und Stockstadt. Ziel ist es, Menschen mit Behinderung eine möglichst selbstbestimmte Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen, ihre individuellen Fähigkeiten zu fördern und sie bestmöglich auf den ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten. Dabei müssen die wirtschaftlichen Aspekte stets im Blick behalten werden.
Beim Besuch fällt sofort die positive Atmosphäre auf. Während des Rundgangs mit Geschäftsführer Marcus Marquart und Standortleiter Stefan Volz kommen die Besucher auch mit den Beschäftigten ins Gespräch. Colin Mayer, 2. Werkstattrat, erzählt, dass sich alle gut verstehen und gegenseitig helfen. Überall arbeiten Menschen konzentriert an ihren Aufgaben. Ein Beschäftigter faltet Versandkartons, ein junger Mann montiert Bauteile und präsentiert stolz das fertige Ergebnis. Die Freude über die eigene Leistung ist deutlich spürbar. Eine Dame berichtet uns, dass sie so gerne in die Werkstatt kommt, dass sie sogar ihren Wohnort gewechselt hat, um pünktlich zur Arbeit erscheinen zu können.
Dekorieren der Regale im angrenzenden Klosterlädchen
Zuverlässiger Dienstleister für Unternehmen
In der Werkstätte werden Eigenprodukte hergestellt und individuell gestaltet. Das Dienstleistungsportfolio reicht von Metallbearbeitung, Montagearbeiten und Kabelfertigung über Holzbearbeitung, Kunststoffverarbeitung und Verpackungsarbeiten bis hin zu Druck- und Konfektionierungsaufträgen. Für Unternehmen bietet die Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe zahlreiche Vorteile: kurze Wege, hohe Flexibilität, eine zuverlässige Ausführung der Aufträge sowie individuell angefertigte Artikel, die sich als Geschenke für Mitarbeiter, Geschäftskunden oder Werbemittel etc. eignen. Außerdem gibt es den Unternehmen die Möglichkeit, wirtschaftliche Anforderungen mit gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden.
Neue Wege in die Arbeitswelt
Einen neuen Weg geht die Lebenshilfe mit ihrem Online-Shop, der im März 2026 relauncht wurde und von Gruppenleiterin Lisa Reis betreut wird. Luisa Hohm und Julia Heininger gehören zum Shop-Team. André Spreckels, IT-Verantwortlicher bei der Lebenshilfe, hat das Shop-System entwickelt und erklärt, dass die digitalen Prozesse so einfach gestaltet wurden, dass die Beschäftigten möglichst viele Arbeitsschritte eigenständig übernehmen können. Das vollautomatisierte Warenwirtschaftssystem ermöglicht eine Skalierbarkeit ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand. Sobald der letzte verfügbare Artikel verkauft wurde, wird automatisch eine Nachbestellung ausgelöst und die Lieferung durch einen anderen Standort veranlasst. Die Programmierung sei sehr aufwendig gewesen, dieses Shop-System sei bislang einzigartig. Julia Heininger präsentiert die Arbeitsabläufe: geht eine Bestellung ein, wird automatisch ein Laufzettel mit Barcode, Produktabbildung und Lagerplatz ausgedruckt. Die Artikel werden anhand des Laufzettels von den Regalen herausgesucht und zusammengestellt, verpackt und mit dem Etikett, das nach Abschluss der Bestellung automatisch erzeugt wird, für den Versand vorbereitet. Der Postdienstleister erhält eine automatische Nachricht und holt das Paket in Schmerlenbach ab. Jeder Bestellung wird ein handbemaltes Dankeskärtchen beigelegt, das zugleich als Lesezeichen genutzt werden kann. Bei der Online-Bestellung ist die Abholung der Ware auch im Klosterlädchen möglich. Bei der Click&Collect-Variante werden die Artikel in eine aus Zeitungspapier selbst hergestellte Tüte gepackt und im Laden bereitgestellt. Im Klosterlädchen geben die Beschäftigten die Bestellungen raus, verkaufen die selbst hergestellten Produkte, dekorieren Schaufenster und Regale und übernehmen Kassiertätigkeiten. Unterstützt werden sie dabei von den Gruppenleiterinnen.
Ein Erfolgsprodukt ist der gemeinsam mit einer Kaffeerösterei produzierte Kaffee. Die Beschäftigten rösten mit Unterstützung die Bohnen, wiegen, verpacken und etikettieren den Kaffee dann eigenständig. Die Etiketten der Kaffeebeutel werden individuell gestaltet und handbemalt, auch nach Kundenwunsch. So wurden in der Vergangenheit bereits größere Bestellungen mit Firmenlogos, Gemeindewappen oder speziellen Motiven ausgeführt. Besonders stolz erzählen die Beschäftigten, dass Fußballbundesligist Eintracht Frankfurt eine Großbestellung Kaffee mit seinem Vereinswappen für Weihnachten geordert hatte und das Wappen individuell weihnachtlich gestaltet und auf den Verpackungen aufgemalt wurde.
Ein Erfolgsprodukt ist der gemeinsam mit einer Kaffeerösterei produzierte Kaffee. Die Beschäftigten rösten mit Unterstützung die Bohnen, wiegen, verpacken und etikettieren den Kaffee dann eigenständig. Die Etiketten der Kaffeebeutel werden individuell gestaltet und handbemalt, auch nach Kundenwunsch. So wurden in der Vergangenheit bereits größere Bestellungen mit Firmenlogos, Gemeindewappen oder speziellen Motiven ausgeführt. Besonders stolz erzählen die Beschäftigten, dass Fußballbundesligist Eintracht Frankfurt eine Großbestellung Kaffee mit seinem Vereinswappen für Weihnachten geordert hatte und das Wappen individuell weihnachtlich gestaltet und auf den Verpackungen aufgemalt wurde.
Die Lebenshilfe entwickelt kontinuierlich neue Beschäftigungsfelder. Dazu gehört auch das Inklusionscafé „Café Herzlich“ in Mainaschaff, das immer donnerstags von der Lebenshilfe bewirtschaftet wird. Die Arbeit dort, erzählt Julia Heininger stolz, mache ihr sehr viel Spaß. Sie darf Bestellungen aufnehmen, die Gäste bedienen und kassieren. Das habe sie alles in der „Bunten Bohne“ in Schmerlenbach geübt, das Übungscafe, das eigens zum Trainieren der speziellen Tätigkeiten eingerichtet wurde.
Auch im Weinbau gibt es Arbeitsplätze. In Klingenberg und Großheubach bewirtschaften Beschäftigte gemeinsam mit einem Winzermeister hauseigene Weinberge. Die Klienten unterstützen bei der Pflege der Reben und bei der Weinlese.
Neben Kaffee und Wein gehören auch Glückwunschkarten, Honig, Kerzen und Socken zum Sortiment der selbstgemachten Produkte. Artikel aus Holz, die in der hauseigenen Schreinerei in Großheubach gefertigt werden ergänzen die Produktpalette. „Wir wollen das Angebot erweitern und haben auch schon einige Ideen“, so Gruppenleiterin Monika Rung, die unter anderem für den Vertrieb der Eigenprodukte verantwortlich ist.
Neben Kaffee und Wein gehören auch Glückwunschkarten, Honig, Kerzen und Socken zum Sortiment der selbstgemachten Produkte. Artikel aus Holz, die in der hauseigenen Schreinerei in Großheubach gefertigt werden ergänzen die Produktpalette. „Wir wollen das Angebot erweitern und haben auch schon einige Ideen“, so Gruppenleiterin Monika Rung, die unter anderem für den Vertrieb der Eigenprodukte verantwortlich ist.
Auch technische Innovationen kommen zum Einsatz. So erzählt uns André Spreckels, dass man in der Werkstätte in Aschaffenburg mittels eines 3D-Druckers individuelle Hilfsmittel entwickele, die an die Bedürfnisse der Mitarbeiter angepasst werden. So können Arbeitsabläufe barrierefrei gestaltet werden. „Bei uns muss sich nicht der Mensch an den Arbeitsplatz anpassen, der Arbeitsplatz wird an den Menschen angepasst. Unser Ziel ist es, den Menschen den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen“.
Die Lebenshilfe Schmerlenbach ist nicht nur eine Werkstätte, sie ist auch Ausbildungsort, Dienstleister und Begegnungsstätte zugleich. Jeder Auftrag trägt dazu bei, den Menschen Perspektiven zu schaffen und Inklusion in der Region aktiv zu fördern. Standortleiter Stefan Volz wünscht sich neben den bereits bestehenden erfolgreichen Geschäftsbeziehungen mehr neue Unternehmenskunden. „Wir sind ein engagierter und zuverlässiger Partner für die Unternehmen, das wollen wir zeigen!“.
Die Lebenshilfe Schmerlenbach ist nicht nur eine Werkstätte, sie ist auch Ausbildungsort, Dienstleister und Begegnungsstätte zugleich. Jeder Auftrag trägt dazu bei, den Menschen Perspektiven zu schaffen und Inklusion in der Region aktiv zu fördern. Standortleiter Stefan Volz wünscht sich neben den bereits bestehenden erfolgreichen Geschäftsbeziehungen mehr neue Unternehmenskunden. „Wir sind ein engagierter und zuverlässiger Partner für die Unternehmen, das wollen wir zeigen!“.
Marcus Marquart, Geschäftsleitung
„Wir sind seit Jahrzehnten zuverlässige Partner für unsere Unternehmenskunden. Dennoch könnte die Auftragslage deutlich besser sein. Die Aufträge sind immer kleinteiliger und kommen viel kurzfristiger als früher. Das ist auch der allgemeinen wirtschaftlichen Lage geschuldet. Wir sind nun dabei, uns noch breiter aufzustellen, um den behinderten Menschen auch in Zukunft Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Ein großer Schritt in die richtige Richtung ist unser neuer Online-Shop. Da steckt noch sehr viel Potenzial drin.“
Stefan Volz Standortleiter
„Unsere Beschäftigten, die für den Online-Shop arbeiten, erwerben dadurch zusätzliche Kenntnisse, die sie für weitere Aufgaben in der Wirtschaft qualifizieren. Sie können zum Beispiel in Logistikunternehmen tätig sein. Es ist wichtig, möglichst viele Berufsbilder abzudecken. Nachdem uns einer großer Industriekunde aus der Zuliefererindustrie abgesprungen ist, wollen wir uns in allen vier Werkstätten noch mehr auf Eigenprodukte spezialisieren, die wir über unseren Online-Shop und über das Klosterlädchen vertreiben. Das wird sehr gut angenommen, über den Klosterladen haben wir bisher über 1500 Artikel verkauft.“
Statement von Thorsten Philipp, Geschäftsführer der PHILIPP GmbH, Aschaffenburg
Seit wann arbeitet Ihr Unternehmen mit den Lebenshilfe Werkstätten Schmerlenbach zusammen?
Bereits unserem Firmengründer Martin Philipp war es ein großes Anliegen, soziale Werkstätten als Unterstützung unserer Zulieferer einzubinden. Wir blicken mit Stolz und Freude auf eine langjährige Partnerschaft zurück, die sich stetig weiterentwickelt hat.
Am 22. Juni 2016 fand an unserem Produktionsstandort in Mainaschaff eine große gemeinsame Feier zum 25-jährigen Jubiläum statt. Unsere Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe besteht heuer seit über 35 Jahren.
Am 22. Juni 2016 fand an unserem Produktionsstandort in Mainaschaff eine große gemeinsame Feier zum 25-jährigen Jubiläum statt. Unsere Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe besteht heuer seit über 35 Jahren.
Welche Dienstleistung/en übernehmen die Werkstätten für Ihr Unternehmen?
Vor allem im Bereich der Produktvorbereitung und Montage können uns die Werkstätten hervorragend unterstützen. Sie übernehmen hier verschiedene Aufgaben, insbesondere bei der Teilfertigung von Produkten aus unserem Unternehmensbereich Bautechnik.
Welche Vorteile bringt die Zusammenarbeit für Ihr Unternehmen?
Natürlich wird die Auswahl eines Zulieferers und Dienstleisters auch nach wirtschaftlichen Aspekten getroffen. Über die langen Jahre der Kooperation haben wir jedoch immer wieder die räumliche Nähe und die damit verbundenen kurzen Wege geschätzt. Vor allem aber ist es uns ein wichtiges Anliegen, einen lokalen Träger der Sozialen Arbeit zu unterstützen. Mit unseren Aufträgen leisten wir einen Beitrag dazu, Menschen den Zugang zum Arbeitsleben sowie die gesellschaftliche Teilhabe daran zu ermöglichen, die ihnen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt möglicherweise nicht in gleicher Weise gegeben wären.
Was ist das Besondere an der Kooperation mit den Lebenshilfe Werkstätten?
Die über viele Jahre gelebte partnerschaftliche Kooperation mit der Lebenshilfe ist etwas, worauf wir sehr stolz sind. Diese schafft Verlässlichkeit und Vertrauen, aber auch Stabilität und gegenseitige Wertschätzung. Das zeigt sich auf beiden Seiten: Oftmals erhalten wir von den Mitarbeitenden der Lebenshilfe Werkstätten kleine, meist selbst hergestellte Aufmerksamkeiten als Dankeschön. Und einmal im Jahr veranstalten unsere Azubis das mittlerweile traditionelle Weihnachtsbacken und verteilen anschließend Plätzchen an das Team der Lebenshilfe.
Kontakt
Industrie- und Handelskammer Aschaffenburg
Kerschensteinerstraße 9
63741 Aschaffenburg
Tel.: 06021 880-0 Fax: 06021 880-22000
E-Mail: info@aschaffenburg.ihk.de
Montag bis Donnerstag 07:30 bis 17:00 Uhr
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Montag bis Donnerstag 07:30 bis 17:00 Uhr
Freitag 07:30 bis 15:00 Uhr
