IHK Aschaffenburg
US-Midterms – IHK fordert Verlässlichkeit im internationalen Handel
Die Zwischenwahlen in den USA haben die politischen Kräfteverhältnisse in Washington verändert: Die Demokraten haben sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat die Mehrheit errungen. Damit wird es für die US-Regierung schwieriger, politische Vorhaben durch den Kongress zu bringen.
„Für unsere Unternehmen ist entscheidend, dass aus den neuen Mehrheitsverhältnissen keine zusätzliche Unsicherheit für die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen entsteht. Verlässliche Handelsbedingungen sind die Grundlage für Investitionen und Arbeitsplätze“, erklären Dr. Andreas Freundt, Hauptgeschäftsführer der IHK Aschaffenburg, und Hans-Peter Gries, Teamleiter International der IHK Aschaffenburg.
Die USA sind ein wichtiger Wirtschafts- und Handelspartner für viele exportorientierte Unternehmen am Bayerischen Untermain. Insbesondere Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobil- und Mobilitätswirtschaft, der Chemie- und Kunststoffindustrie, der Elektrotechnik, der Medizintechnik sowie der Mess- und Sensortechnik sind auf stabile Rahmenbedingungen angewiesen. Die neuen Mehrheitsverhältnisse könnten die Zollpolitik der US-Regierung stärker unter politischen Druck setzen. Eine grundlegende Kursänderung ist jedoch nicht automatisch zu erwarten.
„Europa muss seine wirtschaftliche Stärke weiter ausbauen. Wettbewerbsfähige Energiepreise, weniger Bürokratie und bessere Investitionsbedingungen sind entscheidend. Eine starke europäische Wirtschaft ist die Grundlage für eine Partnerschaft mit den USA auf Augenhöhe“, betonen Freundt und Gries.
