Schritte zum gesunden Betrieb

Sie wollen Ihre betriebliche Gesundheit verbessern. Dann erfahren Sie hier, welche Schritte Sie bei der Einführung beachten sollten und welche für eine langfristige erfolgreiche Umsetzung relevant sein können.
Entscheidend für die Themenauswahl sind vor allem die Bedürfnisse Ihres Unternehmens und Ihrer Beschäftigten! Hier erhalten Sie Tipps für die Einführung von Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) und einer nachhaltig wirksamen Personalstrategie.

8 Tipps für Ihren Einstieg

Tipp 1

Machen Sie sich ein breites Bild zu den Bedürfnissen in Ihrem Betrieb. Binden Sie dazu Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus unterschiedlichen Geschäftsebenen ein (Führungskraft – Abteilungsleiterin/Abteilungsleiter – Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter).

Tipp 2

Ein Obstkorb allein reicht nicht aus! Gesundheit im Unternehmen umfasst viele Bereiche. Sie brauchen einen langen Atem und viel Durchhaltevermögen für eine erfolgreiche betriebliche Gesundheitsstrategie. Setzen Sie Prioritäten.

Tipp 3

Bitten Sie um Unterstützung bei der betrieblichen Gesundheitsförderung. Rufen Sie die Krankenkasse an, bei der viele Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versichert sind, oder nutzen Sie die BGF-Koordinierungsstellen der Krankenkassen.

Tipp 4

Lassen Sie sich durch Ihren Steuerberater zur Finanzierung von Maßnahmen beraten.

Tipp 5

Benennen Sie mindestens einen Verantwortlichen für Gesundheitsmanagement im Betrieb.

Tipp 6

Hinterfragen Sie regelmäßig Ihre Gesundheitsmaßnahmen (vom Arbeitsschutz bis zur Gesundheitsförderung).

Tipp 7

Machen Sie Ihren Angestellten Lust, die Gesundheitsangebote zu nutzen. Sprechen Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter persönlich und zielgruppenspezifisch an. Eine generelle Abfrage, wer hat Interesse z. B. an einem Rückenschulkurs, trifft meist nicht auf breite Resonanz.

Tipp 8

Nur wenn in der Führungsebene das Thema gelebt wird, werden Maßnahmen der Gesundheitsförderung im Betrieb wirken.

5 Tipps für eine nachhaltige Personalstrategie mit BGF-Maßnahme

Sie wollen Ihre betriebliche Gesundheit verbessern. Mit diesen fünf Schritten kann Gesundheitsförderung zu einem wesentlichen Element der Personalentwicklung im Betrieb werden und bleiben.

1. Individuellen Bedarf und Ziele im Betrieb ermitteln

Was sind die Beweggründe zur Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements: ein hoher Krankenstand, ein schwieriges Betriebsklima oder vielleicht die Altersstruktur? Es sollten Ziele definiert werden, was mit der Einführung eines Gesundheitsmanagements erreicht werden soll.

2. Analysieren Sie anhand Ihrer betrieblichen Kennzahlen

Nutzen Sie die Fehlzeiten-, Unfallstatistiken, die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilungen oder Altersstrukturanalysen, um Ansatzpunkte für Gesundheitsförderung im Betrieb abzuleiten. Vergleichen Sie die Werte mit Statistiken zu Ausfalltagen von Krankenkassen. Ermitteln Sie Ihre Situation durch Angestelltenbefragungen und Gesundheitschecks. Erstellen Sie einen Gesundheitsbericht. Entwickeln Sie individuellen Kennziffern, an denen Sie arbeiten wollen.

3. Planen Sie Ihre individuellen Maßnahmen

Dabei sollte ein Mix aus Verhaltensprävention (bspw. ergonomische Arbeitsplätze, Bewegungsangebote) und Verhältnisprävention (Verhältnisse untereinander, interne Kommunikation, Führung) zu den Gesundheitsmaßnahmen gehören, deren Bedarf im Vorfeld analysiert wurden. Benennen Sie mindesten einen Verantwortlichen im Betrieb.

4. Setzen Sie die individuellen Maßnahmen um

Machen Sie Ihrem Personal Lust auf die Angebote. Nutzen Sie dazu Marketingerfahrungen. Sprechen Sie die Beschäftigten persönlich und zielgruppenspezifisch an. Führen Sie die Maßnahme durch und denken Sie schon bei der Durchführung an eine Auswertung.

5. Überprüfen Sie Ihre Maßnahmen regelmäßig und optimieren diese

Jede einzelne Maßnahme muss ausgewertet werden, um abzuleiten, was funktioniert hat und was beim nächsten Mal besser zu machen ist. Nutzen Sie das Feedback der Angestellten. Prüfen Sie, ob die Ergebnisse der Maßnahmen zu den Zielen, die im Schritt 2 analysiert wurden, passen. Führen Sie ggf. eine erneute Angestelltenbefragung durch. Überprüfen Sie die individuellen Kennziffern. Definieren Sie, an welchen Stellen nachgesteuert werden muss.