Warnung vor gefälschten Behörden-Schreiben mit BMF-Bezug
Die BaFin warnt aktuell vor Betrugsversuchen mit gefälschten Schreiben, die den Anschein erwecken, vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) oder von der britischen Finanzaufsicht FCA zu stammen. Auch wenn sich die Schreiben nach BaFin-Angaben vorrangig an Verbraucher richten, ist es naheliegend, dass solche Schreiben auch Unternehmen oder Unternehmensgeschäftsführer erreichen.
Welche Schreiben sind im Umlauf?
Gefälschtes BMF-Schreiben
Titel: "Formal Notice of Final Statutory Tax Clearance Requirement and Reinstatement Assurance“, verbunden mit der Aufforderung, 550 Euro zu zahlen, angeblich zur Aufhebung einer Kontosperrung. Detaillierte Informationen stellt die BaFin bereit.
Angebliche "Garantieerklärung“ der FCA mit BMF-Logo
Hier wird die Überweisung eines Geldbetrags als "Garantie“ verlangt, damit eine Transaktion durchgeführt werden könne. Auch das ist nach BaFin-Angaben eine Fälschung.
Was sollten Unternehmen jetzt tun?
- Nicht zahlen, nicht antworten, keine Daten herausgeben (insbesondere keine Konto, Login oder Ausweisdaten).
- Interne Warnung an Geschäftsführung, Assistenz, Buchhaltung, Empfang, zentrale Poststelle, damit solche Schreiben erkannt und abgefangen werden.
- Wenn bereits reagiert oder gezahlt wurde, umgehend die Hausbank kontaktieren, Zahlungswege prüfen lassen, Konten und Zugänge absichern.
- Anzeige erstatten bei Polizei oder Staatsanwaltschaft, BaFin empfiehlt dies für Betroffene.
