DIHK Report Unternehmensgründung
Zahlen und Fakten rund ums Gründen
DIHK-Report Unternehmensgründung 2026: Gründerinnen und Gründer sehen Reformbedarf rund um Bürokratie, Steuern und Finanzierung.
Unternehmensgründungen bringen frischen Wind und neue Ideen in den Markt und stärken so die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft. Grundsätzlich ist dies positiv zu werten, insbesondere, da die Beratungsangebote und der Gründungsservice der IHK wieder verstärkt angenommen werden. Dennoch zeichnet der DIHK-Report Unternehmensgründung 2026 ein differenziertes Bild der Entwicklung: Gründerinnen und Gründer sehen Reformbedarf vor allem rund um Bürokratie, Steuern und Finanzierung.
Das Wichtigste aus dem DIHK-Report:
- Steigendes Interesse:
Das Interesse an einer Unternehmensgründung in Industrie, Handel und den Dienstleistungsbranchen steigt; die IHKs melden deutliche Zuwächse bei Einstiegsgesprächen (plus 13 Prozent) und Gründungsberatungen (plus 15 Prozent). - Motivlage verschiebt sich:
Der Plan, sich selbstständig zu machen, beruht allerdings häufig auf wirtschaftlichem Druck und dem Mangel von Erwerbsalternativen. - Mehr Lücken in den Konzepten:
Die Qualität der Gründungskonzepte sinkt: Fast die Hälfte lässt kaufmännische Defizite erkennen, 44 Prozent der Gründenden haben die Finanzierung nicht gründlich durchdacht. - Gründen wird weiblicher:
Der Anteil von Frauen in den IHK‑Gründungsberatungen bleibt mit 44 Prozent auf einem hohen Niveau und bestätigt damit einen langfristigen strukturellen Wandel im Gründungsgeschehen. - Zahlreiche Hemmnisse:
Als größte Hürden nehmen Gründerinnen und Gründer die bürokratischen Belastungen und die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit hohen Kosten und Unsicherheiten wahr. Von der Politik wünschen sie sich vor allem Bürokratieabbau (73 Prozent) und ein einfacheres Steuerrecht (61 Prozent).
Quelle: Deutsche Industrie- und Handelskammer.
Gründungsgeschehen in Bayerisch-Schwaben
Der aktuelle „Startup und Scaleup Monitor“ zeigt: Bayern ist DAS deutsche Zentrum für innovative Gründungen. Bayerisch-Schwaben mischt dabei ganz vorne mit. Der Monitor wird herausgegeben vom Deutschen Startup-Verband und dem Bayerischen Industrie- und Handelskammertag (BIHK).
