Digital-Report 2026

Digital-Report 2026: Unternehmen sehen wachsende Herausforderungen durch Cyberangriffe, KI und Deepfakes

Hier finden Sie den vollständigen Digital-Report 2026.

Cyberangriffe nehmen deutlich zu

Die Ergebnisse des Digital-Reports 2026 der IHK Schwaben zeigen: Die digitale Sicherheitslage für Unternehmen in Bayerisch-Schwaben wird anspruchsvoller. Im Vergleich zur Vorumfrage ist die Zahl der Unternehmen, die von Cyberangriffen betroffen waren, deutlich gestiegen. Während zuvor 15 Prozent der Betriebe von Vorfällen berichteten, waren es im aktuellen Befragungszeitraum 26 Prozent.
Zugleich verändert Künstliche Intelligenz die Qualität der Angriffe. Laut Report sind KI-gestützte Cyberangriffe branchenübergreifend klar erkennbar. Angriffe können dadurch automatisierter, schneller und schwerer erkennbar werden.

IT-Sicherheit gewinnt weiter an Bedeutung

Für Unternehmen wird IT-Sicherheit damit zu einem immer wichtigeren Handlungsfeld. Laut Digital-Report hat IT-Sicherheit bei 74 Prozent der befragten Unternehmen einen mittleren oder hohen Stellenwert. Als wichtigste Gründe nennen die Unternehmen unter anderem den Schutz von Betriebsgeheimnissen, geistigem Eigentum und sensiblen Daten sowie die Vermeidung von Betriebsunterbrechungen.
Beim Schutz vor Cyberangriffen setzen die Unternehmen vor allem auf technologische Sicherheitsmaßnahmen und Mitarbeiterschulungen. Es wird deutlich, dass IT-Sicherheit nicht nur eine technische Aufgabe ist, sondern auch organisatorische Maßnahmen und sensibilisierte Beschäftigte erfordert.

Deepfakes schaffen neue Risiken

Ein weiteres Thema sind Deepfakes. Laut den Umfrageergebnissen sind bisher 16 Prozent der Unternehmen in ihrem beruflichen Umfeld mit Deepfakes in Berührung gekommen, weitere 9 Prozent sind sich unsicher. Besonders häufig treten Deepfakes im Zusammenhang mit Phishing- oder Social-Engineering-Versuchen auf.
Damit entstehen zusätzliche Risiken, etwa durch Täuschung, Identitätsmissbrauch oder gezielte Desinformation. Für Unternehmen wird es daher wichtiger, Mitarbeitende für manipulierte Bilder, Videos, Audios und ungewöhnliche Kommunikationsmuster zu sensibilisieren.

KI wird vor allem in Marketing und Vertrieb eingesetzt

Neben der Sicherheitsdimension zeigt der Digital-Report auch, dass Künstliche Intelligenz zunehmend im Unternehmensalltag angekommen ist. Der Einsatz von KI ist seit der Vorumfrage deutlich gestiegen. Besonders generative KI wird bereits von vielen Unternehmen genutzt.
Der aktuelle Nutzungsschwerpunkt liegt branchenübergreifend vor allem in Marketing und Vertrieb. Insgesamt setzen 70 Prozent der KI-nutzenden Unternehmen KI in diesem Bereich ein. Weitere Einsatzfelder sind unter anderem Produktion beziehungsweise Dienstleistungserbringung, IT-Sicherheit sowie Forschung und Entwicklung.

Erste Schritte bei agentischen KI-Systemen

Auch bei agentischen KI-Systemen sind erste Entwicklungen erkennbar. Laut Report setzen 10 Prozent der KI-nutzenden Unternehmen bereits agentische Systeme ein, weitere 16 Prozent planen deren Einsatz. Solche Systeme können nicht nur einzelne Aufgaben auf Anweisung ausführen, sondern selbstständiger Ziele verfolgen, Entscheidungen treffen und mehrstufige Handlungen planen.
Auch wenn diese Entwicklung noch als frühes Stadium einzuordnen ist, deutet sie gleichzeitig auf eine mögliche nächste Stufe der KI-Nutzung in Unternehmen hin.

Unternehmen fordern klare Rahmenbedingungen

Neben technischen und organisatorischen Fragen richten die Unternehmen auch klare Erwartungen an die Politik. Besonders wichtig sind aus Sicht der Befragten klare rechtliche Rahmenbedingungen, digitale Verwaltungsprozesse, ein einfacher Zugang zu Fördermitteln sowie steuerliche Anreize für Investitionen in digitale Technologien.
Der Digital-Report macht deutlich, dass Unternehmen innovationsfreundliche und praxistaugliche Rahmenbedingungen benötigen, um die digitale Transformation weiter voranzutreiben und zugleich mit neuen Risiken sicher umgehen zu können.

Fazit: Digitalisierung braucht Innovation und Sicherheit

Der Digital-Report 2026 zeigt, dass Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und IT-Sicherheit immer enger zusammenhängen. Unternehmen in Bayerisch-Schwaben nutzen KI zunehmend als produktives Werkzeug, insbesondere in Marketing und Vertrieb. Gleichzeitig verschärft sich die digitale Bedrohungslage durch Cyberangriffe, KI-gestützte Angriffsmethoden und erste Berührungspunkte mit Deepfakes.
Für Unternehmen bedeutet das: Sie müssen die Chancen neuer Technologien nutzen und gleichzeitig ihre Schutzmaßnahmen konsequent weiterentwickeln. Innovation und Sicherheit gehören dabei zusammen.
Hier finden Sie den vollständigen Report.