Arbeitsmarkt - September 2026

Bayerisch-Schwäbischer Arbeitsmarkt im September 2026: Arbeitslosenquote bleibt gegenüber dem Vormonat bei 3,9 Prozent stabil

Der Arbeitsmarkt in Bayerisch-Schwaben

Arbeitsmarktlage mit unveränderter Quote

Die Arbeitslosenquote in Schwaben liegt im September 2026 bei 3,9 Prozent und damit genau auf dem Niveau des Vormonats. Vor einem Jahr betrug sie 3,8 Prozent, die aktuelle Quote liegt also 0,1 Prozentpunkte höher. Die Zahl der Arbeitslosen beläuft sich auf 43.910. Das sind 306 weniger als im August 2026 mit 44.216 und 1.293 mehr als im September 2025 mit 42.617.
Ein Blick auf das Vorjahr zeigt, dass die Quote auch damals von August auf September unverändert blieb, und zwar bei 3,8 Prozent. Erst im Oktober 2025 sank sie auf 3,5 Prozent.

Jugendarbeitslosigkeit sinkt stärker als die Gesamtzahl

Die Jugendarbeitslosigkeit beträgt im September 2026 insgesamt 5.513. Im August lag der Wert bei 5.958, der Rückgang macht 445 aus. Gegenüber dem September 2025 mit 5.381 ergibt sich ein Anstieg um 132. Der Rückgang gegenüber dem Vormonat fällt bei den Jugendlichen größer aus als bei allen Arbeitslosen zusammen, deren Zahl um 306 sank. Rechnerisch ist die Zahl der übrigen Arbeitslosen damit im Monatsvergleich leicht gestiegen. Am Anstieg gegenüber dem Vorjahr, der insgesamt 1.293 beträgt, haben die Jugendlichen mit ihrem Zuwachs von 132 nur einen kleinen Anteil.

Stellenzugang schwächer, Stellenbestand über dem Vorjahr

Im September 2026 wurden 2.983 Arbeitsstellen neu gemeldet. Im August waren es 4.032, der Zugang liegt also um 1.049 niedriger. Gegenüber dem September 2025 mit 3.068 neu gemeldeten Stellen ergibt sich ein Rückgang um 85. Der Bestand gemeldeter Arbeitsstellen liegt bei 16.580 und damit um 140 unter dem Augustwert von 16.720. Im Vergleich zum Vorjahr, als der Bestand 16.108 betrug, sind es 472 mehr.
Im Jahresvergleich laufen beide Größen auseinander, denn bei etwas geringerem Zugang ist der Bestand höher. Das spricht dafür, dass gemeldete Stellen länger offen bleiben.

Kurzarbeit deutlich unter dem Vorjahr

Anzeigen auf konjunkturelles Kurzarbeitergeld sind ein vorlaufender Indikator, sie bilden die Absicht der Betriebe ab und nicht die tatsächliche Inanspruchnahme. In Schwaben liegen im September 2026 insgesamt 24 Anzeigen vor, nach 41 im August und 70 im September 2025. Sie betreffen 330 Personen, 212 weniger als im Vormonat und 3.509 weniger als vor einem Jahr.
Schwaben gliedert sich in die drei Agenturbezirke Augsburg, Donauwörth und Kempten-Memmingen. Auf Augsburg entfallen 7 Anzeigen, auf Donauwörth 4 und auf Kempten-Memmingen 13. In jedem der drei Bezirke sind das weniger als im August und weniger als vor einem Jahr. In Augsburg betreffen die Anzeigen 39 Personen, 220 weniger als im Vormonat und 72 weniger als im Vorjahr, in Donauwörth 30 Personen, 61 weniger als im August und 737 weniger als vor einem Jahr. In Kempten-Memmingen stieg die Zahl der angezeigten Personen dagegen um 69 auf 261, bei einem Rückgang um 2.700 gegenüber dem Vorjahr. Weniger Anzeigen bei mehr Personen bedeuten dort, dass die gemeldeten Vorhaben im Schnitt größere Belegschaften betreffen.
Die realisierte Kurzarbeit wird hochgerechnet und liegt für Schwaben zuletzt für Mai 2026 vor. In diesem Monat waren 158 Betriebe in Kurzarbeit, 17 weniger als im April und 118 weniger als im Mai 2025. Die Zahl der Kurzarbeitenden lag bei 4.596, das sind 53 weniger als im Vormonat und 4.996 weniger als vor einem Jahr.
Im Agenturbezirk Augsburg waren im Mai 63 Betriebe in Kurzarbeit, in Donauwörth 39 und in Kempten-Memmingen 56. In jedem der drei Bezirke sind das weniger als im April und weniger als vor einem Jahr. Bei den Kurzarbeitenden verlief die Entwicklung unterschiedlich. In Augsburg stieg ihre Zahl gegenüber April um 150 auf 817, in Kempten-Memmingen um 70 auf 3.117, die Belegschaften in Kurzarbeit sind dort also im Schnitt größer geworden. In Donauwörth sank sie um 274 auf 662. Gegenüber dem Mai 2025 liegen alle drei Bezirke deutlich niedriger, Augsburg um 1.715, Donauwörth um 1.770 und Kempten-Memmingen um 1.511.

Regionale Unterschiede zwischen Städten und Landkreisen

Mit 7,2 Prozent weist die Stadt Augsburg die mit Abstand höchste Quote unter den kreisfreien Städten aus, unverändert gegenüber August und Vorjahr. Dort sind 12.766 Menschen arbeitslos, 24 mehr als im Vormonat und 211 mehr als vor einem Jahr. In Kaufbeuren liegt die Quote bei 5,0 Prozent, ebenfalls unverändert zum Vormonat und 0,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Die Zahl der Arbeitslosen beträgt dort 1.295, jeweils 21 weniger als im August und im September 2025.
In Kempten liegt die Quote bei 4,3 Prozent, 0,1 Prozentpunkte unter dem August und 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Memmingen hat mit 3,9 Prozent die niedrigste Quote der kreisfreien Städte, 0,2 Prozentpunkte weniger als im August und 0,1 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Kempten zählt 1.762 Arbeitslose, 29 weniger als im Vormonat und 83 mehr als vor einem Jahr, Memmingen 1.043, 36 weniger als im Vormonat und 49 mehr als vor einem Jahr.
Unter den Landkreisen weist Augsburg mit 3,6 Prozent die höchste Quote aus, das Unterallgäu mit 2,6 Prozent die niedrigste. Dazwischen liegen Neu-Ulm mit 3,4 Prozent, Aichach-Friedberg und Dillingen an der Donau mit jeweils 3,3 Prozent, Lindau und das Oberallgäu mit jeweils 3,0 Prozent, Günzburg und Donau-Ries mit jeweils 2,9 Prozent sowie das Ostallgäu mit 2,8 Prozent.
Gegenüber dem August blieb die Quote in den Landkreisen Augsburg, Aichach-Friedberg und Günzburg sowie im Ostallgäu, Unterallgäu und Oberallgäu unverändert. In Lindau sank sie um 0,2 Prozentpunkte, in Dillingen und Neu-Ulm um jeweils 0,1 Prozentpunkte. Donau-Ries ist der einzige Landkreis mit einem Anstieg, und zwar um 0,1 Prozentpunkte. Dort liegt die Quote auch am deutlichsten über dem Vorjahr, um 0,4 Prozentpunkte. Um 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahr liegen Günzburg und Neu-Ulm, um 0,1 Prozentpunkte Aichach-Friedberg, Dillingen, das Unterallgäu und das Oberallgäu. Im Landkreis Augsburg, in Lindau und im Ostallgäu entspricht die Quote dem Vorjahreswert.
Die meisten Arbeitslosen unter den Landkreisen zählt Augsburg mit 5.362, das sind 66 weniger als im August und 36 weniger als vor einem Jahr. Er ist der einzige Landkreis, in dem die Zahl unter dem Vorjahr liegt. Neu-Ulm kommt auf 3.697 Arbeitslose, 70 weniger als im Vormonat und 257 mehr als vor einem Jahr. In Donau-Ries sind es 2.339, 19 mehr als im August und 289 mehr als im Vorjahr, der größte Anstieg unter den Landkreisen.
Im Oberallgäu sind 2.738 Menschen arbeitslos, 9 weniger als im Vormonat und 87 mehr als vor einem Jahr, in Aichach-Friedberg 2.625, 5 weniger als im August und 72 mehr als im Vorjahr. Das Ostallgäu zählt 2.413 Arbeitslose, 13 mehr als im Vormonat und 2 mehr als vor einem Jahr, das Unterallgäu 2.317, 6 mehr als im August und 119 mehr als im Vorjahr. In Günzburg sind es 2.221, 29 weniger als im Vormonat und 84 mehr als vor einem Jahr, in Dillingen 1.912, 41 weniger als im August und 95 mehr als im Vorjahr. Lindau zählt 1.420 Arbeitslose, 62 weniger als im Vormonat und 2 mehr als vor einem Jahr.

Agenturbezirke im Überblick

Im Agenturbezirk Augsburg liegt die Arbeitslosenquote bei 5,1 Prozent und ist damit seit dem August und gegenüber dem September 2025 unverändert. Die Jugendarbeitslosigkeit beläuft sich auf 2.647, das sind 192 weniger als im Vormonat und 130 mehr als vor einem Jahr. Am Stellenmarkt gingen 871 neue Arbeitsstellen zu, 308 weniger als im August und 92 weniger als im Vorjahr. Der Bestand gemeldeter Arbeitsstellen beträgt 4.479. Augsburg ist damit der einzige der drei Agenturbezirke, in dem der Bestand sowohl gegenüber dem Vormonat, mit 176 weniger, als auch gegenüber dem Vorjahr, mit 474 weniger, niedriger ausfällt.
Der Agenturbezirk Donauwörth weist eine Quote von 3,1 Prozent aus, 0,1 Prozentpunkte weniger als im August und 0,2 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Bei den Jugendlichen sind 1.275 arbeitslos, 117 weniger als im Vormonat und 112 mehr als im September 2025. Der Stellenzugang von 914 liegt 361 unter dem Augustwert und 37 unter dem Vorjahr. Der Stellenbestand von 5.069 ist gegenüber dem Vormonat um 18 gestiegen und übertrifft den Vorjahreswert um 351.
Für Kempten-Memmingen steht eine Quote von 3,2 Prozent, unverändert zum Vormonat und 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Die Jugendarbeitslosigkeit von 1.591 liegt 136 unter dem August und als einzige im Agenturbezirksvergleich auch unter dem Vorjahr, und zwar um 110. Neu gemeldet wurden 1.198 Arbeitsstellen, 380 weniger als im Vormonat, aber 44 mehr als vor einem Jahr. Der Bestand von 7.032 wuchs gegenüber dem August um 18 und liegt 595 über dem Wert des Vorjahres.

Bayerischer Vergleich und Jahresverlauf

Mit 3,9 Prozent gehört Schwaben im bayerischen Vergleich zu den Regierungsbezirken mit der niedrigsten Quote. Gleich hoch liegen Niederbayern und die Oberpfalz, die beide gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte sanken und zum Vorjahr unverändert sind. Niederbayern zählt 29.262 Arbeitslose, 484 weniger als im August und 315 weniger als vor einem Jahr, die Oberpfalz 26.136, 679 weniger als im Vormonat und 39 weniger als im September 2025. Oberbayern kommt auf 4,2 Prozent, unverändert zum Vormonat und 0,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahr, mit 119.614 Arbeitslosen, 1.161 weniger als im August und 3.168 mehr als vor einem Jahr. In Unterfranken liegt die Quote bei 4,3 Prozent, gegenüber dem Vormonat gleich und um 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahr, bei 33.001 Arbeitslosen, 266 weniger als im Vormonat und 1.332 mehr als im Vorjahr. Oberfranken erreicht 4,6 Prozent, ebenfalls unverändert zum August und 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahr, mit 27.853 Arbeitslosen, 93 weniger als im Vormonat und 446 mehr als vor einem Jahr. Die höchste Quote weist Mittelfranken mit 4,8 Prozent aus, 0,1 Prozentpunkte weniger als im August und unverändert zum Vorjahr, bei 51.068 Arbeitslosen, 248 weniger als im Vormonat und 802 mehr als im September 2025. Schwaben liegt mit seinem Anstieg von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr gleichauf mit Oberbayern und Oberfranken.
Die schwäbische Quote startete im Januar 2026 mit 3,9 Prozent, sank bis auf 3,6 Prozent im Mai und Juni und stieg im Juli auf 3,7 Prozent. Im August erreichte sie wieder 3,9 Prozent, ein Wert, der im September gehalten wurde.
Arbeitslosenquote insgesamt
Arbeitslosenquote Regionen insgesamt
Arbeitslosenquote insgesamt
Arbeitslosenquote Jahresdurchschnitt

Der Arbeitsmarkt in Bayern

Arbeitsmarktlage mit sinkender Quote

Die Arbeitslosenquote in Bayern beträgt im September 2026 4,2 Prozent. Im August lag sie bei 4,3 Prozent, sie ist also um 0,1 Prozentpunkte gesunken. Gegenüber dem September 2025, als sie ebenfalls 4,2 Prozent betrug, hat sich nichts verändert. Die Zahl der Arbeitslosen liegt bei 330.844. Das sind 3.237 weniger als im August mit 334.081, aber 6.687 mehr als vor einem Jahr, als 324.157 Menschen arbeitslos waren. Die Quote bleibt im Jahresvergleich damit stabil, während die absolute Zahl höher ausfällt.

Jugendarbeitslosigkeit trägt den Großteil des Rückgangs

Die Jugendarbeitslosigkeit beläuft sich auf 37.041. Im August waren es 39.311, der Rückgang beträgt 2.270. Gegenüber dem September 2025 mit 35.438 ist die Zahl um 1.603 gestiegen. Der Monatsrückgang bei den Jugendlichen macht mehr als zwei Drittel des gesamten Rückgangs der Arbeitslosenzahl von 3.237 aus. Auch am Anstieg gegenüber dem Vorjahr, der insgesamt 6.687 beträgt, haben die Jugendlichen einen erkennbaren Anteil, er liegt knapp unter einem Viertel.

Stellenmarkt mit auseinanderlaufendem Monats- und Jahresvergleich

Im September 2026 gingen 19.965 neue Arbeitsstellen zu. Im August waren es 25.141, der Zugang fällt also um 5.176 niedriger aus. Gegenüber dem September 2025 mit 18.547 ergibt sich dagegen ein Plus von 1.418. Beim Bestand gemeldeter Arbeitsstellen kehrt sich das Bild um. Er liegt mit 106.543 um 283 über dem Augustwert von 106.260, aber um 4.358 unter dem Wert des Vorjahres von 110.901.
Im Jahresvergleich kommen also mehr neue Stellen hinzu, der Bestand ist dennoch kleiner. Im Monatsvergleich verhält es sich anders, der Zugang sinkt deutlich, der Bestand wächst leicht.

Kurzarbeit deutlich unter dem Vorjahr

Die Zahl der Anzeigen auf konjunkturelles Kurzarbeitergeld liegt bei 196. Im August waren es 272, vor einem Jahr 423. Die angezeigten Personen belaufen sich auf 2.374, nach 2.681 im Vormonat und 9.437 im September 2025. Das entspricht einem Rückgang um 76 Anzeigen und 307 Personen gegenüber dem August sowie um 227 Anzeigen und 7.063 Personen gegenüber dem Vorjahr. Anzeigen sind ein vorlaufender Indikator, sie bilden die Absicht der Betriebe ab und nicht die tatsächliche Inanspruchnahme. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es weniger als halb so viele Anzeigen, die angezeigten Personen erreichen nur noch etwa ein Viertel des damaligen Werts.

Realisierte Kurzarbeit auf niedrigerem Niveau

Die realisierte Kurzarbeit wird hochgerechnet und liegt für Bayern zuletzt für Juni 2026 vor. In diesem Monat hatten 1.410 Betriebe Kurzarbeit. Im Mai waren es 1.419, das entspricht einem Rückgang um 9. Im Juni 2025 lag der Wert noch bei 1.987, der Rückgang beträgt hier 577. Die Zahl der Kurzarbeitenden belief sich auf 25.586. Das sind 305 weniger als im Mai mit 25.891 und 19.998 weniger als vor einem Jahr mit 45.584. Seit April 2026, als 1.518 Betriebe und 29.597 Kurzarbeitende gezählt wurden, sinken beide Werte Monat für Monat.

Regierungsbezirke im Vergleich

Die höchste Quote weist Mittelfranken mit 4,8 Prozent aus. Sie liegt 0,1 Prozentpunkte unter dem Augustwert und ist zum Vorjahr unverändert. Dort sind 51.068 Arbeitslose gemeldet, 248 weniger als im Vormonat und 802 mehr als vor einem Jahr. Oberfranken kommt auf 4,6 Prozent, gegenüber dem Vormonat unverändert und 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahr, bei 27.853 Arbeitslosen, 93 weniger als im August und 446 mehr als im September 2025. In Unterfranken liegt die Quote bei 4,3 Prozent, gegenüber dem Vormonat gleich, aber um 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Das ist der stärkste Anstieg unter den sieben Bezirken. Dort zählt man 33.001 Arbeitslose, 266 weniger als im Vormonat und 1.332 mehr als vor einem Jahr.
Oberbayern liegt bei 4,2 Prozent, unverändert zum Vormonat und 0,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Mit 119.614 Arbeitslosen hat der Bezirk die meisten Arbeitslosen aller sieben Bezirke. Die Zahl ist um 1.161 niedriger als im August und um 3.168 höher als im September 2025. Damit entfällt auf Oberbayern knapp die Hälfte des bayernweiten Anstiegs gegenüber dem Vorjahr. Am unteren Ende der Quoten stehen mit jeweils 3,9 Prozent Niederbayern, die Oberpfalz und Schwaben. Niederbayern und die Oberpfalz sanken gegenüber dem Vormonat um jeweils 0,1 Prozentpunkte und blieben zum Vorjahr unverändert. Schwaben bleibt gegenüber dem August gleich und liegt 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahr. In Niederbayern gibt es 29.262 Arbeitslose, 484 weniger als im Vormonat und 315 weniger als vor einem Jahr, in der Oberpfalz 26.136, 679 weniger als im August und 39 weniger als im September 2025. In Schwaben sind es 43.910, 306 weniger als im Vormonat und 1.293 mehr als im Vorjahr. In allen sieben Bezirken ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem August gesunken, gegenüber dem Vorjahr liegt sie nur in Niederbayern und der Oberpfalz niedriger.

Jahresverlauf der Arbeitslosenquote

Die bayerische Quote lag im Januar und Februar 2026 bei jeweils 4,4 Prozent und sank bis auf 4,0 Prozent im Mai und Juni. Im Juli stieg sie auf 4,1 Prozent und im August auf 4,3 Prozent, im September ging sie auf 4,2 Prozent zurück. Im Vorjahr folgte auf 4,2 Prozent im September ein Rückgang auf 3,9 Prozent im Oktober 2025.
Hier finden Sie weitere Informationen der Regionaldirektion Bayern.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland

Arbeitsmarktlage mit Rückgang unter die Marke von drei Millionen

Die Arbeitslosenquote in Deutschland liegt im September 2026 bei 6,4 Prozent. Im August waren es 6,5 Prozent, die Quote ist also um 0,1 Prozentpunkte gesunken. Im September 2025 betrug sie 6,3 Prozent, die aktuelle Quote liegt also 0,1 Prozentpunkte höher als vor einem Jahr. Die Zahl der Arbeitslosen beläuft sich auf 2.994.415. Im August lag sie mit 3.061.396 noch über drei Millionen, der Rückgang beträgt 66.981. Gegenüber dem September 2025 mit 2.954.747 sind es 39.668 mehr.

Jugendarbeitslosigkeit trägt etwa ein Drittel der Veränderung

Die Jugendarbeitslosigkeit beträgt 303.771. Im August waren es 326.284, ein Rückgang um 22.513. Im September 2025 lag der Wert bei 290.640, sodass ein Anstieg um 13.131 bleibt. Sowohl beim Rückgang gegenüber dem Vormonat als auch beim Anstieg gegenüber dem Vorjahr machen die Jugendlichen jeweils rund ein Drittel der Veränderung der Arbeitslosenzahl insgesamt aus.

Stellenmarkt mit steigendem Bestand

Im September 2026 wurden 131.515 Arbeitsstellen neu gemeldet. Im August waren es 141.621, der Zugang liegt also um 10.106 niedriger. Gegenüber dem September 2025 mit 115.427 ergibt sich ein Anstieg um 16.088. Der Bestand gemeldeter Arbeitsstellen beträgt 659.691. Er liegt 3.210 über dem Wert vom August mit 656.481 und 30.053 über dem des Vorjahres mit 629.638. Der Bestand wächst also sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich, obwohl der Zugang gegenüber dem August nachgibt.

Saisonbereinigter Bestand und BA-X bestätigen den Aufwärtstrend

Der saisonbereinigte Bestand gemeldeter Arbeitsstellen liegt bei 646.330. Gegenüber dem August mit 644.065 sind das 2.265 mehr, gegenüber dem September 2025 mit 615.898 sind es 30.432 mehr. Der Monatsanstieg fällt damit kleiner aus als beim unbereinigten Bestand, der um 3.210 wuchs. Ein Teil des unbereinigten Plus geht also auf saisonale Effekte zurück. Im Jahresvergleich liegen beide Reihen fast gleichauf, der bereinigte Zuwachs von 30.432 übertrifft den unbereinigten von 30.053 nur geringfügig.
Der BA-X-Stellenindex steht im September 2026 bei 104 Punkten. Im August waren es 103, im September 2025 nur 98. Das ergibt einen Anstieg um 1 Punkt gegenüber dem Vormonat und um 6 Punkte gegenüber dem Vorjahr.

Kurzarbeit auf niedrigem Niveau

Die Zahl der Anzeigen auf konjunkturelles Kurzarbeitergeld beträgt 1.341. Im August waren es 1.427, im September 2025 noch 2.494. Für 17.639 Personen wurde Kurzarbeit angezeigt, nach 19.121 im Vormonat und 44.743 vor einem Jahr. Das sind 86 Anzeigen und 1.482 Personen weniger als im August sowie 1.153 Anzeigen und 27.104 Personen weniger als im Vorjahr. Anzeigen sind ein vorlaufender Indikator, sie bilden die Absicht der Betriebe ab und nicht die tatsächliche Inanspruchnahme. Gegenüber dem Vorjahr liegen die Anzeigen bei etwas mehr als der Hälfte des damaligen Werts, die angezeigten Personen bei deutlich weniger als der Hälfte. Die Vorhaben betreffen also im Schnitt kleinere Belegschaften als vor einem Jahr.

Realisierte Kurzarbeit steigt leicht gegenüber Mai

Die realisierte Kurzarbeit wird hochgerechnet und liegt zuletzt für Juni 2026 vor. In diesem Monat hatten 8.140 Betriebe Kurzarbeit, 76 mehr als im Mai mit 8.064, aber 2.117 weniger als im Juni 2025 mit 10.257. Die Zahl der Kurzarbeitenden betrug 130.755. Das sind 2.245 mehr als im Mai mit 128.510 und 64.609 weniger als im Juni des Vorjahres mit 195.364. Im April 2026 waren mit 8.325 Betrieben und 140.736 Kurzarbeitenden noch mehr Betriebe und Beschäftigte betroffen als im Juni. Der leichte Anstieg im Vergleich zum Mai unterbricht also einen Rückgang, der sich seit dem Frühjahr abzeichnet.

Jahresverlauf der Arbeitslosenquote

Die Quote lag im Januar 2026 bei 6,6 Prozent, dem höchsten Wert der gesamten Reihe seit Januar 2024. Danach sank sie schrittweise bis auf 6,2 Prozent im Juni, stieg im Juli auf 6,4 Prozent und im August auf 6,5 Prozent und gab im September wieder auf 6,4 Prozent nach. Im Vorjahr verlief die Entwicklung ähnlich, damals folgte auf 6,3 Prozent im September ein Rückgang auf 6,2 Prozent im Oktober 2025.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Hinweis zur konjunkturellen Kurzarbeit: September 2026 (vorläufige Daten, 01. bis 24.09.26), Datenstand 25. September 2026