Inklusion

Gemeinsam Zukunft gestalten - Ausbildung inklusiv

Gemeinsam Zukunft gestalten heißt: niemanden zurücklassen. Viele junge Menschen mit Behinderung möchten ihre Fähigkeiten in die Arbeitswelt einbringen und sind motiviert, ihren Weg über eine Ausbildung zu gehen. Betriebe, die sich auf diesen Weg einlassen, gewinnen engagierte Nachwuchskräfte und gestalten eine Arbeitswelt, in der Vielfalt als Stärke zählt. Wir begleiten und unterstützen Sie auf diesem Weg - für eine Ausbildung, die alle einbezieht.

Inklusive Ausbildung - Schritt für Schritt

1. Bedarf und Möglichkeit im Betrieb prüfen

  • Prüfen Sie intern, welche Ausbildungsplätze sich für eine inklusive Ausbildung eignen.
  • Überlegen Sie, welche Unterstützung Ihre Mitarbeitenden benötigen (z. B. Sensibilisierung, Weiterbildung).
  • Kontaktieren Sie Ihre Industrie- und Handelskammer (IHK), Handwerkskammer (HWK), Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber (EAA) oder die Agentur für Arbeit für eine erste Einschätzung und Beratung.

2. Kontaktaufnahme zu Beratungsstellen und Partnern

  • Agentur für Arbeit / Jobcenter: Beratung zur Eignung, zu Fördermöglichkeiten und zur Vermittlung geeigneter Bewerberinnen und Bewerber.
  • Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber (EAA): Unterstützung bei der Antragsstellung, betrieblichen Integration, auch vor, während und nach der Ausbildung.
  • Berufsschulen mit Inklusionserfahrung: Infos zur schulischen Seite der Ausbildung.
  • Inklusionsämter: Beratung zur Barrierefreiheit und finanzieller Förderung (z. B. für Arbeitsplatzausstattung).

3. Inklusive Ausbildung planen

  • Auswahl einer passenden Ausbildungsform
  • Reguläre Ausbildung (mit ggf. unterstützenden Maßnahmen, Teilzeit, EQJ…)
  • Reha-Ausbildung (nach § 117 SGB III): Förderform für junge Menschen mit Behinderung
  • Begleitende Unterstützungsmaßnahmen: sozialpädagogische Begleitung und Förder- u. Stützunterricht (z. B. AsA Flex)
  • Festlegung eines individuellen Unterstützungsplans gemeinsam mit Fachstellen

4. Fördermittel und finanzielle Unterstützung beantragen

  • EAA: Klärung von Zuständigkeiten, Hilfe bei Antragsstellungen (Ausbildungszuschuss, AsA Flex, Nachteilsausgleich Prüfung, Techn. Hilfen, Prämien, …)
  • Agentur für Arbeit/Jobcenter: Ausbildungszuschüsse,
  • Übernahme von Kosten für AsA Flex, im Einzelfall Arbeitsassistenz etc.
  • Inklusionsämter: Zuschüsse zur Einrichtung des Arbeitsplatzes, ggfs. Prämie Inklusionsimpuls Bayern
Tipp: Förderanträge frühzeitig stellen - vor Unterzeichnung des Ausbildungsvertrags!

5. Ausbildung beginnen und begleiten

  • Vertragliche Grundlagen beachten (Anpassung bei Reha-Ausbildung möglich)
  • Pädagogische Begleitung organisieren (z. B. AsA Flex, Förder- u. Stützunterricht)
  • Regelmäßige Reflexion und Gespräche im Betrieb
  • Enge Kooperation mit Berufsschule/Förderberufsschule
  • Bei Bedarf Nachteilsausgleich für die Prüfungen rechtzeitig beantragen

Checkliste

  • Ausbildungsbedarf klären und Stellen prüfen
  • Beratung durch EAA, Kammern, Agentur für Arbeit einholen
  • Passende Bewerberinnen und Bewerber finden
  • Ausbildungsform und Unterstützungsbedarf festlegen
  • Fördermittel beantragen
  • Ausbildungsvertrag unterzeichnen
  • Nachteilsausgleich für Prüfungen beantragen
  • Perspektiven nach Ausbildungsabschluss sichern

Ansprechpartner und Links

Agentur für Arbeit:
Arbeitgeber-Service
0800 4 5555-20 oder augsburg.arbeitgeber@arbeitsagentur.de
Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber EAA in Schwaben:
Schwabenweite Arbeitgeber-Beratungshotline
0821 450956-23
ansprechstelle.schwaben@eaa-bayern.de
eaa-bayern.de
Integrationsfachdienst Schwaben gGmbH:
ifdschwaben.de
Reha-Servicestellen:
reha-servicestellen.de
Inklusionsportal der Bundesregierung:
einfach-teilhaben.de
Industrie- und Handelskammer Schwaben:
0821 3162-100
berufsorientierung@schwaben.ihk.de