Nr. 11110

Warenursprung und Präferenzen

Zollvorteile bei der Aus- und Einfuhr mit Präferenznachweis

Veranstaltungsdetails

Aufgrund einer Vielzahl von Freihandelsabkommen der Europäischen Union bzw. Gemeinschaft mit diversen Drittländern können Waren oft zollbegünstigt oder sogar zollfrei in die EU bzw. in bestimmte Drittlandsmärkte eingeführt werden. Die dahinter stehenden "Zollpräferenzen" sind damit ein wichtiges Fördermittel des Außenhandels.

Beim Export von Waren dürfen die erforderlichen Präferenznachweise (z. B. Warenverkehrsbescheinigung EUR. 1, Ursprungserklärung auf der Rechnung) erst erstellt werden, wenn die Ursprungsregeln nachvollziehbar erfüllt sind. Diese größtenteils komplizierten Regeln sind vor der Ausstellung dieser Nachweise zu prüfen und revisionssicher zu dokumentieren.

Bei der Einfuhr in die EU sind die Präferenznachweise bei der ATLAS-Einfuhrabfertigung zunächst durch den Beteiligten selbst zu prüfen, um dann zur Prüfung durch die Zollbehörden vorrätig gehalten werden zu werden.

Ziel dieses Seminares ist es, die Teilnehmenden mit den Grundsätzen und der praktischen Handhabung der Präferenzursprungsregeln vertraut zu machen, damit die Außenhandelsgeschäfte mit Präferenzländern reibungslos abgewickelt werden können, im Falle von Zollbetriebsprüfungen oder Nachprüfungen aufgrund internationaler Ersuchen kein Schaden entsteht und ggf. das vom Hauptzollamt bewilligte Verfahren des "ermächtigten Ausführers" (EA) bzw. die Vorschriften des "registrierten Exporteurs" (REX) ordnungsgemäß angewendet werden.

 Inhalte

  • Einführung in das Ursprungs- und Präferenzrecht der Europäischen Union/Gemeinschaft
  • Nichtpräferenzieller und präferenzieller Warenursprung, "Made in Germany"
  • Vorstellung aller Freihandelsabkommen der Europäischen Union/Gemeinschaft, aktuelle Entwicklungen (z. B. neue Übergangsregeln, sog. Transitional Rules)
  • Systematik der Ursprungsregeln, dargestellt anhand der Anlage I zum Regionalen Übereinkommen über Pan-Europa-Mittelmeer-Präferenzursprungsregeln (ursprungsbegründendes Be- oder Verarbeiten, Minimalbehandlungen, Toleranzen, Kumulierungsmöglichkeiten in einfachen Fällen)
  • Nachweise der Präferenzursprungseigenschaft einer Ware:
    Lieferantenerklärungen, Auskunftsblatt INF 4, Warenverkehrsbescheinigung EUR. 1, EUR-MED bzw. A.TR., Ursprungserklärung (UE), Erklärung zum Ursprung (EzU), Vereinfachungen für ermächtigte Ausführer (EA) und registrierte Exporteure (REX), Online-Anträge über das Bürger- und Geschäftskundenportal (BuG)
  • Konsequenzen bei unzutreffender Ausstellung von präferenziellen Ursprungsnachweisen
  • Diskussion

Hinweis: Für ausreichend Verpflegung wird während der gesamten Veranstaltung gesorgt sein. Bei ganztägigen Seminaren werden wir eine Frühstückspause mit belegten Brötchen, eine Mittagspause inklusive einer warmen Mahlzeit und eine Kaffeepause durchführen, bei halbtägigen Veranstaltungen eine Frühstückspause mit belegten Brötchen.

Möchten Sie in Zukunft über diese oder ähnliche Veranstaltungen informiert werden? Dann abonnieren Sie unseren Außenwirtschafts-Newsletter unter:
Newsletter abonnieren - IHK Schleswig-Holstein

Termine, Veranstaltungsorte und Referenten

  • 09.07.2024
    9 bis 16.30 Uhr

Weitere Informationen

Zielgruppe

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus den Unternehmensbereichen Export, Versand und Zoll, die mit der Nutzung von Präferenzen (Zollvergünstigungen) oder mit der Erstellung von Ursprungspapieren betraut sind oder zukünftig betraut sein werden, auch im Rahmen der Bewilligung des ermächtigten Ausführers (EA) oder des Verfahrens des registrierten Exporteurs (REX).