Nr. 10246

Organisation des betrieblichen Zollwesens

Was der Zollbeauftragte wissen muss

Veranstaltungsdetails

Die zollverantwortlichen Mitarbeiter stehen im Spannungsfeld zwischen komplexen gesetzlichen Anforderungen und den Forderungen und Wünschen von Exportkunden, Kollegen und Vorgesetzten. Außerdem wird die tägliche Arbeit durch verschiedene Auflagen und Bestimmungen der Zollverwaltung, des BAFA, des Luftfahrtbundesamtes sowie durch diverse ausländische Vorschriften (z. B. US-Re-Exportkontrolle) zusätzlich erschwert. Nicht selten hört man deshalb Aussagen wie „ich stehe immer mit einem Bein im Gefängnis“ und tatsächlich können Feststellungen während einer Zollbetriebsprüfung mitunter gravierende finanzielle, bußgeldrechtliche und sogar strafrechtliche Konsequenzen haben.

Inhalt

I. Einführung

  • Anforderungen an die Export- und Zollabteilung/ Compliance im Zollrecht
  • Organisation der Schnittstellen zu anderen Abteilungen (z. B. Einkauf, Produktion, Konstruktion, Finanzbuchhaltung)
  • Monitoring durch den Zoll

II. Einreihung von Waren in den Zolltarif

  • Zolltarifnummer bei Einfuhr und Ausfuhr
  • Änderungen von Zolltarifnummern zum Jahreswechsel
  • EZT-Online und Statistisches Warenverzeichnis
  • Hotlines der Zollverwaltung und Datenbanken zur Einreihung von Waren
  • Organisation der Schnittstellen zu anderen Abteilungen

III. Zollverfahren bei Ausfuhr und Einfuhr

  • Ausfuhrverfahren, vorübergehende Ausfuhren, z. B. Messegüter, Veredelungsverfahren etc.), Ausführer, zollrechtlicher Empfänger, Rechnungswert und statistischer Warenwert in der Zollanmeldung, Geschäftsarten bei der Ausfuhr, Ausgangsvermerk und alternative Nachweise
  • Einfuhrverfahren, Ermittlung von Zollwert, Zollsatz und Zollbetrag, Zollschuldner nach UZK
  • Rückwarenverfahren (z. B. bei Reklamationen, Rücksendungen)
  • Aktiver und Passiver Veredelungsverkehr, Anwendungsbereiche
  • Organisation der Schnittstellen zu anderen Abteilungen

IV. Warenursprung/ Präferenzen

  • Übersicht über die Zollpräferenzabkommen der EU
  • Präferenzkalkulationen erstellen und dokumentieren
  • Lieferantenerklärungen prüfen und erstellen
  • Typische Fehlerquellen und Feststellungen bei zollrechtlichen Präferenzprüfungen
  • Organisation der Schnittstellen zu anderen Abteilungen

IV. Exportkontrolle

  • Länderembargos, personen- und güterbezogene Exportkontrolle
  • Prüfungsverfahren bei EG-Dual-Use VO, Ausfuhrliste, Anti-Folter-VO und Klassifizieren von Gütern gegen Güterlisten, Dokumentation
  • Hinweise zur Organisation der firmeninternen Exportkontrolle

 

Hinweis: Das Webinar findet über die Plattform Zoom statt. Den entsprechenden Einwahllink erhalten Sie in den Tagen vor Webinarbeginn an die in der Anmeldung angegebene E-Mail Adresse. 

Möchten Sie in Zukunft über diese oder ähnliche Veranstaltungen informiert werden, dann abonnieren Sie unsere Serviceangebote unter: www.ihk-sh.de/meineihkinfo.

Termine, Veranstaltungsorte und Referenten

Weitere Informationen

Zielgruppe

Mitarbeiter aus der Export- und Zollabteilung, Exportkontrollbeauftragte, Ausfuhrverantwortliche, Zollbeauftragte. Vorkenntnisse werden vorausgesetzt.

Zielsetzung

Die Teilnehmer lernen die gesetzlichen Anforderungen an Exporteure kennen und erhalten konkrete Praxisbeispiele und Hinweise, wie die Einhaltung von Exportgesetzen im Unternehmen zu organisieren und zu dokumentieren ist. Dabei wird auch auf die Erstellung von verschiedenen Arbeits- und Organisationsanweisungen für Zollzwecke eingegangen.

anzeigeNme?
Industrie- und Handelskammer
zu Lübeck
Fackenburger Allee 2
23554 Lübeck
+49 451 6006-0