Warnung

Warnung vor Fake-Rechnungen: Betrugsversuch "CloudRec Europe"

Vorsicht vor Fake-Rechnungen: Aktuell kursieren betrügerische E-Mails mit vermeintlichen Rechnungen – etwa von „CloudRec Europe“. Die Forderungen beziehen sich auf nie beauftragte Leistungen und wirken täuschend echt. Erfahren Sie, woran Sie solche Betrugsversuche erkennen und wie Sie richtig reagieren.
Aktuell wurde der IHK ein neuer Fall eines betrügerischen Rechnungsversuchs gemeldet. Unternehmen sollten daher besondere Vorsicht bei unerwarteten Rechnungen aus dem Ausland walten lassen.
Ein Unternehmen erhielt eine vermeintliche Rechnung der Firma „CloudRec Europe“ über angebliche Leistungen im Bereich „DSGVO-konforme Cloud-Infrastruktur“. Die Rechnung wurde per E-Mail versandt und enthielt typische formale Angaben wie Rechnungsnummer, Fälligkeitsdatum und Hinweise zum Reverse-Charge-Verfahren.
Auffällig ist jedoch: Die Leistung wurde nie beauftragt oder erbracht. Es handelt sich somit um einen klassischen Betrugsversuch.
Typische Merkmale dieser Betrugsmasche
  • Unaufgeforderte Rechnung per E-Mail
  • Bezug auf nicht beauftragte Leistungen (z.B. IT- oder Cloud-Services)
  • Kurzfristige Zahlungsaufforderung
  • Rechnung aus dem Ausland (hier: Niederlande)
  • Verwendung korrekter Fachbegriffe (z.B. Reverse-Charge-Verfahren) zur Erhöhung der Glaubwürdigkeit
  • Verweis auf einen angeblichen Anhang (Rechnung selbst)
Diese Gestaltung soll den Eindruck einer legitimen Geschäftsbeziehung erwecken und Empfänger zur vorschnellen Zahlung verleiten.
So sollten Sie reagieren
  • Nicht zahlen! Prüfen Sie jede Rechnung sorgfältig – insbesondere bei unbekannten Absendern
  • Keine Anhänge öffnen, sofern Zweifel an der Echtheit bestehen
  • Interne Rücksprache halten, ob eine entsprechende Leistung tatsächlich beauftragt wurde
  • E-Mail sichern (z.B. für mögliche spätere Anzeige oder Dokumentation)
  • Im Zweifel Anzeige erstatten oder sich an die zuständigen Verbraucherzentralen wenden
Betrüger versenden zunehmend professionell gestaltete Rechnungen, häufig im Zusammenhang mit vermeintlichen Online-Diensten oder IT-Leistungen. Durch die Verwendung real existierender Unternehmensdaten oder Fachbegriffe wirken die Schreiben besonders glaubwürdig.
Seien Sie wachsam bei unerwarteten Rechnungen – insbesondere dann, wenn kein direkter Vertragsbezug besteht. Im Zweifel gilt immer: Erst prüfen, dann zahlen.