Materialmix mit Vorleben zur "Verkörperung einer Stadt"
Für einen Recyclingbetrieb sind es Wert- und Werkstoffe, für einen Künstler sind es wahre Schätze: Die Malerin Janine Gerber hat sich auf dem Recyclinghof der Gollan-Gruppe von den "Funden" zu einer Skulptur inspirieren lassen. Für das Projekt "KunstBetriebe3" erstellt Gerber das Kunstwerk "Verkörperung einer Stadt". "Es ist eine Plastik aus verschiedenen Materialien, die auch für etwas anderes stehen könnten", so Gerber.
Von links nach rechts: Janine Gerber, Künstlerin, Thilo Gollan, Unternehmensgruppe Gollan, Bettina Thierig, Künstlerin, Michael Schmerschneider, Vorwerker Diakonie vor dem Kunstwerk "Verkörperung einer Stadt"
"Der Titel legt aber nahe, dass es um ein Gebilde geht, das wie ein Ausschnitt einer Stadt gesehen werden kann." Die Künstlerin lädt jeden Betrachter ein, in ihre Skulptur einzutauchen und sie zu erleben. "Alle Brüche und Übergänge der einzelnen Materialien tragen Spuren und lassen Geschichten aus ihrem Vorleben erahnen", sagt die Künstlerin, die in 2018 auch den Kunstpreis der Possehl-Stiftung erhalten hat.
"Janine Gerber ist mit voller Begeisterung durch unseren Recyclinghof gelaufen und hat nur so gesprüht vor Ideen", beschreibt Thilo Gollan, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe Gollan die erste Begegnung mit der Künstlerin. Gerber ist Malerin, arbeitet aber für "KunstBetriebe" bereits zum zweiten Mal mit den Materialien des Betriebes, in dem sie tätig ist. Ebenso wie Gollan ist sie zum wiederholten Male Teilnehmerin des Projekts, das auf einer Idee der Lübecker Bildhauerin Bettina Thierig beruht.
Thilo Gollan und Janine Gerber
"Für uns und unsere Mitarbeiter ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie unsere Werkstoffe für Künstler wahre Schätze sind", betont Thilo Gollan. Ziel des Projektes ist es, Wirtschaft und Kunst zusammenzubringen. Dabei erstellen die Künstler mit den Werkstoffen des Betriebes unter Berücksichtigung der Unternehmensphilosophie ein Kunstwerk. Die Belegschaft kann beim Entstehen zusehen, viele Mitarbeiter unterstützen die Künstler und sehen den eigenen Arbeitgeber und die eigene Tätigkeit hinterher mit ganz anderen Augen.
Das Projekt "KunstBetriebe" Der Name ist Programm: Künstler erstellen Skulpturen mit den Werkstoffen von Betrieben. Diese besondere Projektidee von Bettina Thierig startete im Januar 2019 in die dritte Runde. Bis Ende des Jahres werden elf Künstler in elf Betrieben Skulpturen erarbeiten. Das Projekt endet in 2019 mit zwei Abschlussausstellungen. Der Clou bei "KunstBetriebe": Die Arbeiten entstehen während der normalen Öffnungs- beziehungsweise Arbeitszeiten und wecken demzufolge nicht nur Interesse bei den Kunden sondern nicht zuletzt auch bei der Belegschaft der elf teilnehmenden Unternehmen.
Ausstellungsdaten:
Eröffnung Schloss Eutin: Freitag 27. September 2019. Ausstellungsende: 17. November 2019.
Eröffnung Kunsthalle St. Annen, Lübeck: Freitag, 29. November 2019. Ausstellungsende: 12. Januar 2020.
Die unterstützenden Stiftungen:
Stiftung "Pro Economia" der IHK zu Lübeck
Possehl-Stiftung Lübeck
Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck
Margot und Jürgen Wessel Stiftung
Kulturstiftung des Landes Schleswig Holstein.
Die teilnehmenden Künstler/innen-Firmen Paare:
Georges Adéagbo bei der Sparkasse Holstein, Eutin
Janine Gerber bei Gollan Bau GmbH, Neustadt/Beusloe
Thomas Judisch bei Gustav Tesnau GmbH & Co. KG, Eutin
Thomas Kadziola bei HSP Holz und Projekte UG, Lübeck
Kit Kjaerbye bei den Stadtwerke Lübeck GmbH, Lübeck
Peter Land bei Wirtschaftsakademie Schleswig Holstein GmbH, Lübeck
Almut Linde bei Bockholt KG, Lübeck
Andreas Peiffer bei Femern A/S, Burg a.F.
Pia Stadtbäumer bei H. & J. Brüggen KG, Lübeck
Thomas Rentmeister bei Hass + Hatje GmbH, Bad Segeberg
Sebastian Schröder bei HAKO GmbH, Bad Oldesloe
Kontakt Vorwerker Diakonie Michael Schmerschneider
Leitung der Kulturakademie
Vorwerker Diakonie, Triftstraße 139-143, 23554 Lübeck
Telefon: 0451 400250-521
Michael.Schmerschneider@vorwerker-diakonie.de