Bewegung beim Infrastrukturprojekt
A20: Ausbau kommt voran
Die A 20 ist für Schleswig‑Holstein weit mehr als ein klassisches Verkehrsprojekt. Sie ist die zentrale Ost‑West‑Achse im Norden, Entlastung für den dauerhaft überlasteten Hamburger Knoten und Rückgrat für Industrie, Logistik, Häfen und die maritime Wirtschaft. Nach jahrelangen Verzögerungen und gerichtlichen Auseinandersetzungen kommt nun spürbar Bewegung in das Projekt.
Für den besonders sensiblen Abschnitt bei Bad Segeberg ist 2025 ein Durchbruch gelungen: Durch eine außergerichtliche Einigung zwischen Land Schleswig‑Holstein und Umweltverbänden konnte das Planungs- und Klagehemmnis überwunden werden. Der Weiterbau ist damit endlich möglich, der Baubeginn ist Ende Mai. Am westlichsten Ende der A 20 in Niedersachsen, bei Westerstede, wird ebenfalls in diesem Jahr mit dem Bau der A 20 begonnen. Mitte des Jahres ist hier der erste Spatenstich geplant.
Auch auf Bundesebene mehren sich die Signale, dass große Infrastrukturvorhaben beschleunigt werden sollen (Stichwort Infrastruktur Zukunftsgesetz) – nicht zuletzt mit Blick auf Versorgungssicherheit, Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland.
Aus Sicht der Wirtschaft ist klar: Entscheidend ist jetzt, dass dieser neue Schwung nicht wieder verlorengeht. Die A 20 ist unverzichtbar für zuverlässige Lieferketten, für die Anbindung der Häfen, für Groß- und Schwertransporte – etwa im Zusammenhang mit Windenergie, Industrieansiedlungen oder dem Ausbau der maritimen Wertschöpfung.
Die IHK Schleswig‑Holstein setzt sich daher weiterhin mit Nachdruck für den zügigen Weiterbau der A 20 einschließlich einer festen Elbquerung ein. Mit der landesübergreifenden, vom Förderkreis Feste Unterelbequerung initiierten Petition “Elbtunnel Glückstadt-Drochtersen JETZT! – Die Region braucht die A 20” unterstreicht die Wirtschaft ihren Anspruch auf Planungssicherheit und eine leistungsfähige Infrastruktur. Unternehmen, Beschäftigte und Bürgerinnen und Bürger sind ausdrücklich eingeladen, sich zu beteiligen und ein klares Signal an Politik und Verwaltung zu senden: Jetzt umsetzen, keine weiteren Verzögerungen: www.change.org
Auch bei der Kampagne “A 20 – Das wird gut”, getragen von acht norddeutschen IHKs kann man neben Informationen auch Möglichkeiten zum Mitmachen finden: www.die-a20.de.
Unser Appell: Der Dialog der vergangenen Monate zeigt, dass Lösungen möglich sind. Jetzt braucht es Verlässlichkeit, Tempo und den politischen Willen, dieses Schlüsselprojekt konsequent zu realisieren – im Interesse der wirtschaftlichen Zukunft Schleswig‑Holsteins. Wir setzten uns weiter dafür ein, damit Sie künftig zuverlässiger an Ihre Ziele kommen!