„Mobilität in Rheinhessen aktiv gestalten“

IHK für Rheinhessen: Neuer Ausschuss für Mobilität und Logistik fordert mehr Tempo bei Infrastrukturprojekten
6. Juli 2026 – Die Verkehrssituation im Raum Mainz wird für viele Unternehmen zunehmend zum Standortfaktor. Vor diesem Hintergrund hat der neu konstituierte Ausschuss für Mobilität und Logistik der IHK für Rheinhessen zentrale verkehrs- und infrastrukturpolitische Herausforderungen in der Region in den Fokus gerückt. „Wir möchten die Mobilität in Rheinhessen aktiv gestalten und dabei die Stärken des Mittelstands einbringen: kurze Wege, pragmatisches Handeln und ein klarer Blick auf kurzfristig umsetzbare Lösungen. Unsere Expertise aus Bauwesen, Ingenieurwesen und Logistik ermöglicht es uns als Ausschuss, konkrete Vorschläge für Verkehrsprojekte zu entwickeln. So wollen wir gemeinsam mit Politik und Verwaltung dazu beitragen, Vorhaben wie die Wiederöffnung der Anschlussstelle A643 schneller und praxisnah umzusetzen“, sagt der neu gewählte Ausschussvorsitzende Kai Langer, Mitglied der Geschäftsführung der RIGA MAINZ GmbH & Co. KG. Zu seinem Stellvertreter bestimmten die Ausschussmitglieder Uwe Dörsam, Geschäftsführer der Dörsam + Nickel Transport GmbH.
Bereits in der konstituierenden Sitzung machten die Ausschussmitglieder deutlich, dass unzureichend abgestimmte Baustellen, langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie Verzögerungen bei wichtigen Infrastrukturprojekten zu immer stärkeren Belastungen für Betriebe, Beschäftigte und Lieferketten in der Region führen. Der Ausschuss verwies unter anderem auf Beispiele wie die Hochbrücke in Mainz, die Liebigstraße in Mainz, das Autobahnkreuz Mainz-Süd sowie den sechsstreifigen Ausbau der A 643 einschließlich der Vorlandbrücke. Aus Sicht der Unternehmen müssen Planungen stärker miteinander verzahnt, betroffene Akteure frühzeitig eingebunden und Entscheidungen nachvollziehbar kommuniziert werden. Diese Zielrichtung entspricht auch dem Verkehrsleitbild der IHK, das fordert, Straßen- und Brückenbaustellen besser zu koordinieren und zu beschleunigen, um Verzögerungen im Transportgewerbe sowie Umsatzeinbußen in Handel und Gastronomie zu vermeiden.
Der neue Ausschuss will die Erfahrungen der Unternehmen künftig gebündelt in politische und administrative Entscheidungsprozesse einbringen. Zu den wichtigsten Anliegen zählen eine bessere Koordinierung von Baustellen und Infrastrukturmaßnahmen, mehr Transparenz bei Planungen sowie schnellere und praxisnähere Genehmigungs- und Ausschreibungsverfahren. Zudem setzen sich die Ausschussmitglieder für leistungsfähige Verkehrswege ein, die den Anforderungen einer wachsenden Wirtschaftsregion gerecht werden.
Ein weiteres Handlungsfeld sieht das Gremium im Ausbau der Lade- und Tankinfrastruktur für alternative Antriebe. Nach Einschätzung der Unternehmen braucht es hierfür technologieoffene Lösungen, verlässliche Förderbedingungen sowie weniger bürokratische Hürden. Auch die Zukunft der Wasserstraßen soll stärker in den Blick genommen werden. Vor allem die seit Jahren diskutierte Abladeoptimierung am Mittelrhein wird als wichtiges Infrastrukturvorhaben für die gesamte Wirtschaftsregion bewertet.
Mit dem Ausschuss für Mobilität und Logistik schafft die IHK für Rheinhessen ein dauerhaftes Forum, in dem Unternehmen ihre Erfahrungen aus Verkehr, Logistik, Mobilität und Energie einbringen können. Ziel ist es, die Infrastrukturpolitik stärker an den Anforderungen der betrieblichen Praxis auszurichten und Impulse für leistungsfähige Verkehr verlässliche Lieferketten und wettbewerbsfähige Standorte in Rheinhessen zu geben.
Weitere Informationen und verkehrspolitische Forderungen der IHK für Rheinhessen finden sich unter www.ihk.de/rheinhessen/ihk-verkehrsleitlinien-rlp