Blackout: So sichern Unternehmen ihren Betrieb im Krisenfall
IHK für Rheinhessen nennt acht Schritte zu Notfallplan, Kommunikation und Notstrom
15. Januar 2026 – Der tagelange Stromausfall in Berlin zeigt, wie abhängig Betriebe von Strom, IT und Kommunikation sind. Die Folgen sind oft sofort spürbar – von Produktionsstillstand über IT-Ausfälle bis hin zu Problemen bei Zahlungsvorgängen und Lieferketten. Die IHK für Rheinhessen gibt Unternehmen einen Kurz-Check, um zu prüfen, ob Notfallorganisation, Offline-Kommunikation und kritische Prozesse für einen Blackout ausreichend abgesichert sind. Die Notfalltipps finden sich unter www.ihk.de/rheinhessen/stromausfall.
Im Ernstfall zählt vor allem, dass Entscheidungen schnell getroffen werden können und der Betrieb geordnet reagiert – vom sicheren Herunterfahren von Anlagen bis zur Information von Beschäftigten, Kunden und Dienstleistern. Dafür empfiehlt die IHK acht Schritte:
Im Ernstfall zählt vor allem, dass Entscheidungen schnell getroffen werden können und der Betrieb geordnet reagiert – vom sicheren Herunterfahren von Anlagen bis zur Information von Beschäftigten, Kunden und Dienstleistern. Dafür empfiehlt die IHK acht Schritte:
- Risiko einordnen: Ein Blackout ist selten, kann aber erhebliche Schäden verursachen.
- Bestandsaufnahme: Welche Prozesse sind kritisch? Welche Abhängigkeiten bestehen zu IT, Dienstleistern, Lieferanten? Welche Schäden sind versichert?
- Personal planen: Wer ist erreichbar, wer kann kommen? Beschäftigte sind bei längeren Ereignissen auch privat betroffen.
- Offline-Kommunikation sichern: Wichtige Kontakte als gedruckte Liste vorhalten, Meldeketten festlegen, batteriebetriebenes Radio für Lageinfos einplanen.
- Ver- und Entsorgung prüfen: Material, Lager, Alternativen bei Lieferengpässen. Wasser/Abwasser, Müll, Hygiene und Verpflegung für Anwesende mitdenken.
- Notstrom klären: Bedarf prüfen, Aggregate testen, Treibstoff und Ersatzteile sichern. Reicht die USV für eine sichere Abschaltung?
- Notfallplan aktuell halten: Verantwortlichkeiten, Checklisten, Abläufe – inklusive Wiederanlaufplan.
- Wiederanlauf vorsichtig steuern: Erst hochfahren, wenn Versorgung stabil ist. Reihenfolge festlegen, Spannungsschwankungen einkalkulieren.
Zur Einordnung: Eine Strommangellage kann zu einem Brownout führen, also zu geplanten, zeitlich begrenzten Abschaltungen. Ein Blackout ist dagegen ein plötzlicher, unkontrollierter und oft länger anhaltender Ausfall, der auch Mobilfunk, Internet oder Logistik treffen kann.