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Den Anschluss nicht verlieren
In Büros wird noch viel Papier bewegt. Doch die Wirtschaftswelt digitalisiert sich rasant. Was zu tun ist, um im Wettbewerb mitzuhalten.
Die Gretchen-Frage im Jahr 2025: Nun sag, wie hast du‘s mit der Digitalisierung? Und in der erweiterten Fassung: Wie hast du’s mit künstlicher Intelligenz? Stellt man diese Fragen Unternehmen in Deutschland, scheint es noch Luft nach oben zu geben: Ihren eigenen Digitalisierungsgrad bewerten die Betriebe laut DIHK-Digitalisierungsumfrage im Durchschnitt nur als befriedigend, konkret mit der Note 2,8. Dieser Wert hat im Vergleich zum Vorjahr nicht zugenommen. Die Gründe für die Stagnation: Die Digitalisierung ist für viele Unternehmen kein Innovationsmotor, um neue Produkte, Geschäftsmodelle oder disruptive Innovationen zu entwickeln. Vielmehr steht für die Betriebe die Bewältigung aktueller Herausforderungen wie Flexibilisierung des Arbeitens (65 Prozent der Unternehmen nennen dieses Hauptmotiv für die Digitalisierung), Kostenersparnis (65 Prozent) und Qualitätsverbesserung (63 Prozent) im Vordergrund.
Ähnliches zeigt sich bei der Nutzung künstlicher Intelligenz: 38 Prozent der Unternehmen verwenden KI bereits, 32 Prozent planen deren Einsatz in den nächsten drei Jahren. Im Einsatz sind KI-Technologien jedoch weiterhin vor allem bei der Erzeugung von Inhalten wie Texte und Bilder für die Kundenansprache und den Support. Die Industrie verwendet KI vor allem bei der Prozessüberwachung. Hier sind weitere Anwendungen denkbar, um das transformative Potenzial voll zu aktivieren. Die IHK gibt Tipps, wie Unternehmen neue digitale Technologien einsetzen können und berät zur Suche nach Netzwerkpartnern sowie Fördermöglichkeiten.
Ebenso wichtig bei der digitalen Transformation: Sicherheitsaspekte nicht aus dem Blick zu verlieren. 2024 waren 50 Prozent der Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitern durch einen erheblichen Cybersicherheitsvorfall betroffen. Auch hier steht die IHK den Betrieben mit Rat und Tat zur Seite. Cybersicherheit spielt ebenfalls eine Rolle im vielfältigen IHK-Weiterbildungsangebot. Und nicht zu vergessen: die rechtliche Seite. Mit dem Cyber Resilience Act verpflichtet die EU Hersteller digitaler Produkte zu mehr Cybersicherheit. Ab 2027 gelten für neue Produkte, neue Regeln für Software und Hardware. Betroffene Unternehmen müssen bereits im kommenden Jahr aktiv werden.
Allen Schwierigkeiten zum Trotz: Es gibt sie, die Unternehmen, die bei ihrem Geschäftsmodell voll auf Digitalisierung setzen. Wie ein Start-up aus Heidelberg, das eine Erste-Hilfe-App für die Beratung zu Essstörungen auf den Markt gebracht hat. Oder die Unternehmen, die mit Hilfe von KI neue Produkte entwickeln oder bestehende umrüsten. Der digitale Weg: Er ist nicht immer so steinig, wie es vielleicht auf den ersten Blick erscheint.
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