Cut Nochmal GmbH: Technik in Szene gesetzt

Alles begann mit einem Hobby. 2018 lernten sich Jonas Plößner und Maximilian Melzner bei der Produktion eines Kurzfilms kennen. Plößner studierte gerade Medienproduktion in Ansbach, Melzner Ingenieurwesen in Bayreuth. Die beiden verstanden sich auf Anhieb und so wuchs die Idee, ein Unternehmen zu gründen. „Wir hatten keinen Businessplan und kein großes Budget. Wir sind einfach parallel zu unserem Studium gestartet und haben Erfahrungen gesammelt“, erzählt Plößner. Auch der Name „Cut Nochmal“ war nach kurzer Zeit gesetzt. „Wir wollten keinen Standardnamen wählen, sondern durch unsere eigene Marke zeigen, dass wir jung und ein wenig schrill sind und Dinge anders angehen.“
Heute zählt die Agentur neben den beiden Geschäftsführern auch zwei angestellte Mitarbeiter. Zusätzlich arbeitet Cut Nochmal mit freiberuflichen Expertinnen und Experten zusammen, um die Vielzahl an unterschiedlichen Projekten für Kundinnen und Kunden im gesamten DACH-Raum zu realisieren. Der eigenen Heimat in der Oberpfalz sind die beiden Gründer dennoch immer treu geblieben. „Unser Ziel war es, gerade in einem ländlichen Umfeld digitale Innovationen zu schaffen“, betont Plößner. Vor allem die Community in einem nahegelegenen Co-Working-Space haben die Gründer genutzt, um erste Kontakte zu knüpfen, sich mit anderen Gründerinnen und Gründern auszutauschen und geschäftliche Beziehungen aufzubauen.
„Unser Ziel war es, gerade in einem ländlichen Umfeld digitale Innovationen zu schaffen.“

Medienlösungen für den Mittelstand

Vertrauen und Bodenständigkeit spielen für die beiden Agenturgründer nicht nur bei der Wahl des Unternehmenssitzes eine Rolle, sondern auch bei der Zusammenarbeit mit den Kunden. Mit ihren Dienstleistungen unterstützen sie vor allem mittelständische Betriebe – vom Maschinen- und Werkzeugbauer über Hersteller medizinischer Geräte bis hin zu Hidden Champions in der chemischen Industrie. „Der Mittelstand ist für uns das Herz der Wirtschaft“, sagt Plößner. „Wir wollen den Betrieben helfen, ihre Prozesse zu digitalisieren und sichtbar zu werden.“ Dabei kommen den beiden Gründern ihre unterschiedlichen Ausbildungswege und Erfahrungen zugute. Melzner bringt sein technisches Verständnis und seine Erfahrungen im Maschinenbau ein, Plößner seine Qualifikation in der Medienproduktion.

Zielgruppe im Blick

Um die Entwicklungen in den unterschiedlichen Branchen zu verfolgen und ein Gespür für die Herausforderungen der Kunden zu entwickeln, besuchen die beiden Geschäftsführer regelmäßig Fachmessen in ganz Deutschland. Hier bekommen Melzner und Plößner nicht nur einen Einblick in die technischen Fortschritte, sondern können sich gleichzeitig ein Bild vom Außenauftritt machen. Sie sehen sich zum Beispiel an, welche Technologien und Medien die Unternehmen bereits für ihren Messestand nutzen. Auch kritische Stimmen lassen sich beim direkten Gespräch einfangen. In manchen Betrieben gäbe es nach wie vor Widerstände oder Ängste, Neues zu wagen, erzählt Plößner. „Diese Unternehmen haben so viele Innovationen zu bieten, aber diese werden nach außen hin oft nicht sichtbar. Vor allem im internationalen Vergleich hinken viele mittelständische Firmen noch hinterher.“

Von Bewegtbild zu interaktiven Erlebnissen

Eine moderne Kommunikation geht heute weit über die klassische Filmproduktion hinaus. Erklär- oder Werbevideos seien immer noch gefragt, doch schon zu Beginn ihrer Gründung setzte Cut Nochmal auch auf Technologien am Puls der Zeit, um das Produktportfolio ihrer Kunden in Szene zu setzen. Das Ergebnis sind 3D-Visualisierungen, interaktive Apps sowie VR- oder AR-Anwendungen. „Virtual Reality existiert bereits seit einigen Jahrzehnten, doch in kleineren und mittelständischen Betrieben kommen die Technologien jetzt gerade erst an“, erklärt Plößner. Alles rund um Virtual, Augmented oder Mixed Reality sei gerade sehr gefragt im industriellen Mittelstand. Mit einer VR-Brille kann man sich beispielsweise durch das gesamte Produktportfolio klicken und Maschinen virtuell bedienen. Auch interaktive Schulungslösungen gewinnen im Unternehmensumfeld an Bedeutung. Mitarbeitende können dabei Abläufe in sicherer Umgebung trainieren und sich effzienter einarbeiten.

Technologien von morgen nutzen

Technische Innovation verändert die Medien- und Marketingbranche rasant. In den vergangenen Jahren eröffnete Künstliche Intelligenz neue Möglichkeiten für das Agenturgeschäft. Ob in der Programmierung oder bei der klassischen Filmproduktion – durch KI lässt sich vieles automatisieren. Kunden erhalten dadurch schneller ihr mediales Ergebnis. „Wer heute nicht offen ist für Innovation, wird überholt“, sagt Plößner. Dennoch bleibe das menschliche Auge entscheidend, denn gerade im Maschinenbau sei Präzision unerlässlich. Um am Ball zu bleiben, setzt Cut Nochmal auf Experimentierfreude. Im hektischen Agenturalltag müsse immer genügend Zeit bleiben, um neue Anwendungen und Technologien zu testen. Vor einiger Zeit habe das Team beispielsweise nach einer Lösung gesucht, um KI-Avatare sinnvoll in Schulungsanwendungen zu integrieren. Kurzerhand wurde intern ein Prototyp entwickelt, um die Grenzen der technischen Innovation selbst auszutesten.

Gesundes Wachstum

Auch in den nächsten Jahren wollen die Geschäftsführer von Cut Nochmal nicht stillstehen. „Wir wollen wachsen, aber nachhaltig“, betont Plößner. Zwar könne sich das Team zukünftig vergrößern, doch die persönliche und fachliche Weiterentwicklung sowie die individuelle Kundenbegleitung stehe immer im Vordergrund. „Wir wollen am digitalen Zeitgeist bleiben, damit wir unsere Kunden langfristig betreuen und Fortschritte im Mittelstand ermöglichen können.“ Diese Vision soll auch in den ersten eigenen Büroräumen der Agentur zum Vorschein kommen. Anfang 2026 bezog Cut Nochmal mit seinen Mitarbeitern eine Ladenfläche in Pressath. Neben den Büroflächen soll hier auch ein Showroom entstehen. Dort können Kunden künftig zum Beispiel VR-Anwendungen oder einen interaktiven Touch- Tisch testen und live erfahren, wie technische Produkte und komplexe Prozesse zum visuellen und interaktiven Erlebnis werden.