01.04.2026
Globales Verbot von Digitalzöllen ausgelaufen
Auf der 14. WTO-Ministerkonferenz in Kamerun im März 2026 konnten sich die 166 WTO-Mitglieder nicht auf eine Verlängerung des Moratoriums von vom 1998, das den Handel mit digitalen Produkten zollfrei hielt, einigen. Dies ermöglicht es Ländern theoretisch, Zölle auf Streaming-Inhalte, Software-Downloads und andere elektronische Produkte zu erheben. Bislang hat aber noch kein Staat entsprechende Zölle eingeführt. Die Gespräche zur Verlängerung des Moratoriums sowie zum Reformprogramm der WTO sollen fortgeführt werden.
Für 66 WTO-Mitglieder, unter anderem die EU, die für etwa 70% des weltweiten Handels verantwortlich sind, gilt das Zollverbot jedoch weiterhin. Sie haben sich im Rahmen der WTO-Ministerkonferenz auf Übergangsregelungen zum E-Commerce-Agreement verständigt.
Bei der Ministerkonferenz traten Barbados, Liechtenstein und Moldawien zudem dem MPIA, einem 2020 ins Leben gerufenen, temporären Überprüfungsmechanismus der WTO bei, der Handelsstreitigkeiten zwischen teilnehmenden Mitgliedern verbindlich löst. Zudem einigten sich die EU und die Transpazifische Partnerschaft (CPTPP), einem Handelsabkommen bestehend aus Ländern vorwiegend im südostasiatischen Raum, Peru und Kanada, auf eine verstärkte Zusammenarbeit.
Quelle: DIHK
