Bezahlung nur noch bei digitalen Standards

Frankfurt (Oder), 22.09.2026 - Die Umstellung auf die e-Rechnung ist in vollem Gange. Seit 1. Januar 2025 gelten neue Vorgaben für Rechnungen zwischen inländischen Unternehmen (B2B). Viele Betriebe in Ostbrandenburg nutzen noch Übergangsregelungen – diese laufen jedoch schrittweise aus. Die IHK Ostbrandenburg ruft Unternehmen dazu auf, ihre Prozesse rechtzeitig vollständig auf e-Rechnung umzustellen.
Eine e-Rechnung ist ein strukturiertes elektronisches Datenformat nach der europäischen Norm EN 16931. Papierrechnungen oder reine PDF-Rechnungen gelten nur noch als „sonstige Rechnungen“ und sind bald nicht mehr ausreichend. Ausnahmen von der Pflicht zur e-Rechnung bestehen vor allem für Kleinstrechnungen, Fahrausweise und bestimmte steuerfreie Umsätze.
„Viele Unternehmen können derzeit noch auf Papier- oder PDF-Rechnungen zurückgreifen, aber diese gewohnte Handhabung endet bald für alle“, sagt René Bast vom Fachbereich Recht, Markt- und Berufszugang der IHK Ostbrandenburg. „Wer seine Systeme jetzt nicht anpasst, riskiert zum Beispiel, dass fehlerhafte Rechnungen schlichtweg nicht mehr akzeptiert und bezahlt werden. Zudem ergeben sich steuerliche Konsequenzen. Grundsätzlich dürfte auch das Risiko bestehen, dass bereits die Nichtnutzung der vorgeschriebenen e-Rechnung im B2B-Geschäft bußgeldbewehrt ist.“
Seit 1. Januar 2025 müssen alle Unternehmen in der Lage sein, e-Rechnungen zu empfangen. Bis 31. Dezember 2026 können für B2B-Umsätze der Jahre 2025 und 2026 weiterhin Papierrechnungen und PDF-Rechnungen verwendet werden, so der Rechnungsempfänger zustimmt. Bei einem Vorjahresgesamtumsatz von nicht mehr als 800.000 Euro kann die Übergangsregelung bis Ende des Jahres 2027 genutzt werden. Spätestens ab 1. Januar 2028 gilt die e-Rechnungspflicht für alle. Besondere Regelungen bestehen für die Abrechnung gegenüber öffentlichen Auftraggebern. So ist dafür die sogenannte „Leitweg ID“ erforderlich.
„Die Umstellung auf die e-Rechnung ist mehr als eine Pflichtübung“, sagt René Bast. „Sie bietet Chancen, Abläufe zu digitalisieren, Fehler zu reduzieren und Kosten zu senken. Wer frühzeitig umstellt, verschafft sich Wettbewerbs- und Effizienzvorteile.“
Mehr unter “Die E-Rechnung”.
Die IHK Ostbrandenburg ist die größte Interessenvertretung der Wirtschaft zwischen Schwedt und Eisenhüttenstadt, zwischen Berlin und der Oder.