Ostbrandenburg dreht auf
Frankfurt (Oder), 25.09.2026 - Brandenburg gehört zu den wachstumsstärksten Bundesländern. Dies zeigen die vorläufig veröffentlichten BIP-Zahlen für das erste Halbjahr 2026: Mit einem realen Plus von 1,4 Prozent rangiert das Land gemeinsam mit Baden-Württemberg in der Spitzengruppe und klar über dem Bundesdurchschnitt von 0,9 Prozent.
Dabei erweist sich der Landkreis Oder-Spree als industrieller Wachstumsmotor.
Oder-Spree erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2026 rund 6,2 Milliarden Euro und damit 83,6 Prozent des gesamten Industrieumsatzes in Ostbrandenburg. Seit 2020 stieg die Zahl der Industriebeschäftigten in der Region um 54,1 Prozent auf 24.462 Beschäftigte.
„Industriepolitisch ist dieser Impuls stärker mit dem regionalen Mittelstand, dem Handwerk, den Dienstleistern und den übrigen Teilräumen zu verknüpfen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführerin Monique Zweig. „Dann ist mehr Wertschöpfung in der Breite möglich. Ostbrandenburg ist eine Region mit starken industriellen Kernen, wachsenden Berliner Verflechtungsräumen, aber auch strukturell belasteten Teilräumen. Wir brauchen weniger Hemmnisse, mehr Planungssicherheit, gute Fachleute und eine Infrastruktur, die wirtschaftliche Dynamik tatsächlich ermöglicht - nicht zuletzt gemeinsam mit unseren polnischen Nachbarn.“
Die IHK Ostbrandenburg ist die größte Interessenvertretung der Wirtschaft zwischen Schwedt und Eisenhüttenstadt, zwischen Berlin und der Oder.
