Medien-Information

Lufthansa muss Entscheidung überdenken

Streichung von Flugverbindung sorgt für Empörung bei Unternehmen

43/2026 vom 12. Mai 2026
Die Nachricht, dass die Lufthansa bereits in wenigen Wochen ihre Flugverbindung zwischen Bremen und Frankfurt einstellt, sorgt im Oldenburger Land für Empörung. „Die Entscheidung betrifft nicht nur einen einzelnen Flughafen oder einen einzelnen Standort. Sie hat Folgen für unseren gesamten Wirtschaftsraum, der zu den industriell, logistikorientiert und außenwirtschaftlich stärksten Regionen Deutschlands zählt“, sagt IHKPräsident Jan Müller.
„Frankfurt ist für uns die Anbindung an die ganze Welt“, unterstreicht Julia Hamels, Vollversammlungsmitglied und Unternehmerin aus dem Oldenburger Münsterland. Die Ankündigung der Lufthansa dürfe nicht der Startpunkt für die Streichung weiterer Flugverbindungen sein. Im Gegenteil: „Wir müssen den Standort Bremen weiter stärken, weil er der nächstgelegene Flughafen für unsere Region ist“, so Hamels weiter. Das Einzugsgebiet sei riesig und erstrecke sich über den gesamten Nordwesten bis nach Ostfriesland. Bis zu den Flughäfen nach Hamburg, Hannover oder Düsseldorf seien es erhebliche Entfernungen.
„Wir appellieren daher eindringlich an die Lufthansa, die angekündigte Einstellung der Flugverbindung zwischen Bremen und Frankfurt zu überdenken und die Verbindung dauerhaft aufrechtzuerhalten“, so Jan Müller. Seitens der IHK werde man bei diesem Thema nun Kräfte bündeln. „Wir werden das Thema bei uns in der Region zur Chefsache erklären und erwarten dies auch von der Landespolitik“, betont der IHK-Präsident. Wie schon die Bremer Handelskammer will auch die Oldenburgische IHK das direkte Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa suchen, kündigte Müller an.